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20.09.2013 - 09:04 Uhr


Hoffenheimer Enklave in Essen

Der Essener Hoffenheim-Fanclub feierte gemeinsam mit den

Der Essener Hoffenheim-Fanclub feierte gemeinsam mit den "Fussballfreunden Blau-Weiß" Jubiläum

Köln - Im Ruhrgebiet hat Fußball eine große Tradition. Neben den Revier-Riesen Borussia Dortmund und Schalke 04 konnten sich über die Jahre zeitweise auch Clubs wie der VfL Bochum, Rot-Weiss Essen, der MSV Duisburg oder Rot-Weiß Oberhausen in der Bundesliga behaupten. Über mangelnde Auswahl können sich die Fußballfans im Ruhrgebiet bei der Clubsuche also nicht beschweren.
Umso bemerkenswerter, dass sich im Essener Stadtteil Freisenbruch 2008 eine kleine Gruppe zusammentat und den ersten offiziellen Fanclub von 1899 Hoffenheim gründete. Fünf Mitglieder zählte der "Fan-Club Essen/Ruhr" damals. Heute sind es 65. "Eigentlich unvorstellbar", ist der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Rüsing selbst etwas erstaunt über den großen Erfolg.

Spaß an der Bundesliga zeitweise verloren



Rüsing hat als Essener eigentlich ein rot-weißes Herz und konnte in den Kindertagen der Bundesliga noch Willi "Ente" Lippens oder Horst Hrubesch im Georg-Melches-Stadion zujubeln. Diese Zeiten sind allerdings lange vorbei und seine Liebe zum Fußball litt darunter. "Ich habe die Bundesliga teilweise gar nicht mehr richtig verfolgt", gesteht Rüsing.

Bis er den Hoffenheimer Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb, Jürgen A. Rotthaus, kennenlernte. Dieser schwärmte vom Konzept des damaligen Zweitligisten und weckte so Rüsings Interesse. Es dauerte nicht lange, bis seine Freude am Fußball wieder aufblühte. Fortan erlebte er den Hoffenheimer Höhenflug, aber auch die Tiefen der Bundesliga-Jahre der TSG als Fan hautnah mit. Im Vereinslokal laufen alle Spiele der Kraichgauer auf Großbildleinwand. Mittlerweile finden sich zu jedem Bundesliga-Spieltag eigentlich immer 25 bis 30 Mitglieder, die 1899 gemeinsam die Daumen drücken und von Wirtin Jane bestens versorgt werden.

Unvergesslicher Abend trotz deftiger Niederlage



Mindestens einmal im Jahr tritt der Fanclub aus dem Ruhrpott die Reise in den Kraichgau an, um Hoffenheim vor Ort die Daumen zu drücken. Mit dem 1899 Fanclub "Fussballfreunde Blau-Weiß" aus Sinsheim-Rohrbach verbindet die Fans aus dem Revier mittlerweile eine dicke Freundschaft. So wurde der letzte Besuch des Fanclubs Essen/Ruhr am 33. Spieltag der Saison trotz des 1:4 gegen den Hamburger SV und dem wahrscheinlichen Abstieg in die 2. Bundesliga zu einem unvergessenen Abend.

Gemeinsam feierten die zwei Fanclubs das fünfjährige Jubiläum der Essener bis in die Morgenstunden und die sportliche Misere war schnell vergessen. Auch Jochen A. Rotthaus, der Rüsing einst von Hoffenheim begeisterte, ließ es sich nicht nehmen, bei der Veranstaltung vorbeizuschauen. 40 Schals mit den Namen der Fanclubs spendierte der Funktionär des Sinsheimer Bundesligisten. "Der Kontakt zum Verein ist wirklich phänomenal. Das wäre bei vielen Vereinen sicherlich gar nicht möglich", ist Rüsing vom Engagement der Hoffenheimer Verantwortlichen begeistert. Im Ruhrgebiet hat der Club aus Baden-Württemberg dadurch eine treue Anhängerschar gewonnen.

Florian Reinecke
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