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10.03.2014 - 10:40 Uhr


Hertha BSC trotzt den Verletzungssorgen

Jos Luhukay hat mit Hertha BSC nach dem 1:1 in Mainz weiter beste Aussichten auf einen Europa-League-Platz

In den ersten 45 Minuten muss Hertha-Keeper Thomas Kraft sein Team allerdings mehrfach vor einem Rückstand bewahren

Nach dem Seitenwechsel stellt dann Adrian Ramos' (r.) Führungstor den Spielverlauf zunächst auf den Kopf

Weil Eric-Maxim Choupo-Moting (2.v.r.) vom Elfmeterpunkt eiskalt bleibt, teilen sich Mainz und Hertha BSC am Ende die Punkte

Mainz - Jos Luhukay hatte dann noch eine ganz bemerkenswerte Sicht auf diese 90 Minuten Bundesliga-Fußball. Ein 1:1 hatte sich die Mannschaft des Trainers von Hertha BSC beim 1. FSV Mainz 05 erkämpft und Luhukay sagte: "Beide Mannschaften haben heute gezeigt, warum sie an das Tor zum Europapokal anklopfen."

Es war kein Spiel für Ästheten, aber beide Teams suchten am Ende den Erfolg. Und Luhukay war vor allem deshalb "zufrieden", weil sich seine Mannschaft nach einer schwächeren ersten Hälfte in den zweiten 45 Minuten deutlich gesteigert hatte.

Das verletzungsbedingte Fehlen der Leistungsträger Fabian Lustenberger, Änis Ben-Hatira und Tolga Cigerci war der Mannschaft in der ersten Halbzeit anzumerken. Der angeschlagene Per Skjelbred stand ebenso in der Anfangsformation wie Linksverteidiger Fabian Holland. Das Eigengewächs kam überraschend erstmals seit dem 2. Spieltag wieder zum Zug, weil Luhukay van den Bergh ins Mittelfeld auf Ben-Hatiras Position beorderte.

Kraft rettet das 0:0 in die Pause

Garant für das "glückliche 0:0" (Luhukay) zur Pause war der starke Torwart Thomas Kraft. Er rettete zwei Mal hervorragend nach Schüssen von Shawn Parker (26., 28.) und kam ein Mal in letzter Sekunde vor dem heranstürmenden Nicolai Müller an den Ball (20.). "Thomas hat toll gehalten", lobte Manager Michael Preetz. Und Trainer Luhukay betonte, Kraft habe sein Team in den ersten 45 Minuten im Spiel gehalten.

In der Halbzeit wechselte Luhukay Ronny für Marcel Ndjeng ein, Skjelbred rückte etwas näher zu dem defensiven Hosogai im Mittelfeld. Die Einwechslung Ronnys wirkte belebend für das Spiel der Berliner. "Wir bekamen dadurch mehr Ballsicherheit und konnten das Spiel mehr in die Hälfte des Gegners legen", bemerkte Luhukay.

Ramos beweist seine Klasse

Und doch stellte die Führung der Berliner in der 51. Minute das bis dahin klare Chancenplus für Mainz auf den Kopf. Eric-Maxim Choupo-Moting vertändelte den Ball 25 Meter vor dem eigenen Tor, Skjelbred passte zu Adrian Ramos und der schoss aus zwölf Metern halbrechts im Strafraum den Ball trocken ins lange Eck. Der Mainzer Torhüter Loris Karius war chancenlos. Ramos, der sich noch Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme mit Kolumbien macht, zeigte bei diesem Abschluss seine ganze Klasse.

Nur eine Viertelstunde später gelang Choupo-Moting der Ausgleich für Mainz - und damit auch ein Stück weit Wiedergutmachung. Er verwandelte einen Foulelfmeter, den Hertha-Angreifer Sami Allagui durch ein Foul an Park verursacht hatte. In dieser Situation dürfe Allagui nicht grätschen, tadelte Hertha-Trainer Luhukay.

Der ehemalige Mainzer Allagui erzählte nach dem Spiel, er habe sich zwar gefreut, die vielen vertrauten Gesichter bei seinem alten Verein wiedergesehen zu haben. Die Elfmetersituation hätte er aber natürlich trotzdem gerne vermieden.

Ndjeng: "Sind in einer schwierigen Phase"

Nach dem Ausgleich entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Hertha bei Kontern die besseren Siegchancen hatte. Nach Ronnys gewaltigem 30-Meter-Freistoß konnte der Mainzer Torwart Karius den Ball nur mit Mühe abwehren (69.). Und nach einem Schuss von Sebastian Langkamp aus zehn Metern reagierte der Mainzer Keeper erneut stark (74.).

"Wir sind in einer schwierigen Phase, mit vielen Ausfällen", analysierte Herthas Mittelfeldspieler Ndjeng: "Umso wichtiger ist es, dass wir die Aufgaben lösen, die uns gestellt werden." In Mainz ist das der Hertha zur Zufriedenheit ihres Trainers gelungen.

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter

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