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Bundesliga

03.04.2014 - 15:16 Uhr


Heim- und Auswärtsbilanzen der Abstiegskandidaten

München - Seit 15 Jahren ist das schlechteste Heimteam der Bundesliga immer abgestiegen, so wie im Vorjahr die SpVgg Greuther Fürth. Das schwächste Auswärtsteam hingegen stieg nur in zwei der letzten Saisons ab.

Je dreimal müssen die Kellerkinder in dieser Spielzeit noch auf eigenem und auf fremdem Platz ran. Im eigenen Stadion ist Hannover am stärksten, in der Ferne tritt Freiburg am erfolgreichsten auf - bundesliga.de zeigt, für welches Team wo seine Stärken hat. Und welcher Club könnte von der Konstellation des Restprogramms am meisten profitieren?

Hannover 96: "Festung" nur unter Slomka

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Heimbilanz: Hannover ist das beste Heimteam der fünf Kellerkinder. In 14 Spielen holten die Niedersachsen 22 Punkte (Heimtabelle). Aber diese Heimstärke hat ihre Wirkung verloren: In den vergangenen vier Partien holte 96 ein mageres Pünktchen (gegen Leverkusen). Die Hannoveraner empfangen bis zum 34. Spieltag ausschließlich Mannschaften, die unter ihnen stehen. Der HSV, der VfB und Freiburg reisen noch an die Leine.

Auswärtsbilanz: Für 96 sieht in der Fremde ganz düster aus. Eine langjährige Auswärtsschwäche - 34 der vergangenen 49 Auswärtsspiele in der Bundesliga waren Niederlagen - ist in dieser Saison sogar noch gesteigert worden: Die ersten acht Partien in gegnerischen Stadien waren allesamt Pleiten. Unter Tayfun Korkut besserte sich die Lage immerhin, die Niedersachsen holten mit seiner Führung sieben Punkte. Jetzt kommt es zum Duell gegen Braunschweig, danach müssen die 96er noch in Frankfurt und Nürnberg antreten. Kann man dort etwas Zählbares mitnehmen, wird Hannover früh den Klassenerhalt klar machen.

SC Freiburg: Auswärts top

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Heimbilanz: Freiburg hat vier der vergangenen sieben Heimspiele gewonnen - ein Remis, zwei Pleiten. Das ist eine deutliche Steigerung, nachdem es in den ersten sieben Heimspielen 2013/14 keinen Sieg gab. Die Streich-Elf spielt im Mage Solar Stadion noch gegen Braunschweig, Gladbach und Schalke - ein machbares Programm für die Breisgauer.

Auswärtsbilanz: Freiburg ist mit 13 Zählern das beste Auswärtsteam der sechs Abstiegskandidaten (Auswärtstabelle). Das Team von Christian Streich ist immerhin seit drei Spielen in der Fremde ungeschlagen (0:0 in Berlin, 4:1 in Frankfurt, 1:1 beim HSV). Freiburg muss in den kommenden Wochen noch nach Stuttgart, Wolfsburg und Hannover.

1. FC Nürnberg: Hoffen auf Drmic

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Heimbilanz: Nürnberg hat 14 Zähler im heimischen Stadion gesammelt. Der "Club" hat noch Mönchengladbach, Leverkusen und Hannover zu Gast. Das oberste Ziel für das Team von Gertjan Verbeek muss lauten: Mehr Tore schießen. Nur 15 Mal spielte die Tormusik im Grundig Stadion, alleine sechs Treffer davon erzielte Top-Torjäger Josip Drmic. Die Rückrunde macht aber Mut. Im Jahr 2014 ist die Heimbilanz mit je drei Siegen und Niederlagen ausgeglichen.

Auswärtsbilanz: Auswärts zeigt der "Club" Nerven. Nürnberg musste zwar nur sechs Mal mit einer Niederlage wieder ins Frankenland reisen, davon aber zuletzt drei Mal in Folge. Und die nächsten Gegner kämpfen um Europa und heißen Wolfsburg, Mainz und Schalke.

VfB Stuttgart: Lieblingsgegner kommen

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Heimbilanz: In dieser Saison würde laut der Statistik der VfB Stuttgart absteigen. Die Schwaben haben nur 13 Punkte in der heimischen Mercedes-Benz-Arena geholt und sind Letzter in der Heimtabelle. Nur drei Mal war der VfB zuhause siegreich. Aber es gibt Hoffnung für das Team von Huub Stevens. Es empfängt noch Freiburg, Schalke und Wolfsburg. Gegen diese drei Gegner verlor Stuttgart jeweils nur eins der vergangenen 13 Bundesliga-Heimspiele.

Auswärtsbilanz: Auswärts holte man immerhin elf Zähler - aber die Formkurve in der Fremde zeigt nach unten. Nur einen Punkt erkämpfte sich der VfB in den vergangenen sieben Spielen (beim 1:1 in Bremen). Und mit Mönchengladbach, Hannover und Bayern warten ausschließlich heimstarke Teams auf die Schwaben.

Hamburger SV: Slomka nimmt die Sorgen mit

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Heimbilanz: Der HSV hat sich dank Mirko Slomka zuhause enorm verbessert. Keine einzige Niederlage mussten die Norddeutschen unter dem neuen Trainer hinnehmen, der schon in Hannover zuhause sehr erfolgreich war. Mit acht Punkten hat Slomka eine bessere Ausbeute als seine Vorgänger in den vergangenen zehn HSV-Spielen. Diese holten nur sieben Zähler vor heimischen Publikum. Das Heimspiel-Restprogramm hat es allerdings in sich: Der Vierte Leverkusen, der Fünfte Wolfsburg und Meister Bayern kommen noch in die Imtech Arena.

Auswärtsbilanz: Auswärts hat der HSV noch Luft nach oben. Er kassiert dort die meisten Gegentore (33) aller Bundesligisten. Die vergangenen sechs Spiele in fremden Arenen gingen alle verloren. Und mit Slomka hat der HSV einen Trainer, dem auswärts zurzeit gar nichts gelingt: Der 46-Jährige hat mit dem HSV und mit Hannover seine letzten zwölf (!) Auswärtsspiele alle verloren. Hamburg muss bis zum Saisonende noch nach Hannover, Augsburg und Mainz.

Eintracht Braunschweig: Auswärts nicht erstligareif

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Heimbilanz: Braunschweig ist Sechzehnter in der Heimtabelle und hat nur eins der vergangenen sechs Heimspiele verloren und sammelte insgesamt schon 15 Zähler zu Hause. Mit den Bayern und Augsburg kommen allerdings noch zwei auswärtsstarke Teams ins Eintracht-Stadion. Besser sieht es am Samstag (ab 15 Uhr im Live-Ticker) gegen das auswärtsschwache Hannover aus.

Auswärtsbilanz: Die Eintracht fühlt sich in der Fremde nicht wohl und ist deshalb auch das Schlusslicht in der Auswärtstabelle. Nur einen Sieg - 2:0 beim Nachbarduell in Wolfsburg - feierte die Eintracht. Dazu kommen noch vier Remis. Das Team von Torsten Lieberknecht reist noch nach Freiburg, Berlin und zu Hoffenheim. Die Formkurve zeigt zwar nach oben, aber gegen jeden dieser Gegner muss sich die Eintracht strecken, um zu punkten.

Wer feiert bei Ihnen den Klassenerhalt? Spielen Sie jetzt Schicksal im Tabellenrechner!

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