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19.01.2014 - 18:01 Uhr


HSV-Mitglieder stimmen für Ausgliederung

79,4 Prozent der Mitglieder stimmten für die Vorbereitung der Ausgliederung der Profifußballer

Er hatte den Umbruch mit dem Antrag "HSVPlus" ins Rollen gebracht: Ernst-Otto Rieckhoff (l.)

Knapp 7.000 stimmberichtigte Mitglieder waren bei der Rekord-Mitgliederversammlung anwesend

Hamburg - Umbruch beim Hamburger SV: Der Bundesligist bereitet die Ausgliederung seiner Profi-Fußballabteilung vor. Erstmals in der Geschichte des Traditionsclubs bekam der Vorstand des Vereins den Auftrag, entsprechende Maßnahmen zur Vorbereitung einzuleiten.

Das ist das Ergebnis der Rekord-Mitgliederversammlung. Eine große Mehrheit von 79,4 Prozent der bis zu 7.000 stimmberechtigten Mitglieder votierte am Sonntag für den von Ex-Aufsichtsratschef Ernst-Otto Rieckhoff (62) eingereichten Reformantrag "HSVPlus".

Erster Schritt auf dem Weg zur AG

Die Reform sieht vor, die Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein auszugliedern und nach dem Vorbild des FC Bayern in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Danach könnten bis zu 24,9 Prozent der Anteile an strategische Partner verkauft werden. "In den nächsten Jahren könnten wir so bis zu 100 Millionen Euro einnehmen", sagte Rieckhoff.

Der ehemalige oberste HSV-Kontrolleur konnte prominente Unterstützer für seine Ideen gewinnen. Unter anderem sprachen sich die Club-Idole Horst Hrubesch, Thomas von Heesen, Ditmar Jakobs und Holger Hieronymus für "HSVPlus" aus.

Die Beschlüsse vom Sonntag sind noch nicht bindend. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Sommer müssen noch einmal drei Viertel der Mitglieder der Strukturreform zustimmen, damit sie umgesetzt werden kann. Insgesamt standen fünf verschiedene Reformmodelle zur Abstimmung.

Aufsichtsrat nicht entlastet

Die Versammlung endete mit einem Misstrauensvotum gegen den Aufsichtsrat. Die verbliebenen Mitglieder verweigerten dem Gremium für das abgelaufene Geschäftsjahr die Entlastung. Dies hat aber zunächst keine direkten Konsequenzen. 

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