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Bundesliga

06.05.2014 - 17:45 Uhr


Erfahrung schützt vor Abstieg nicht

München - Im Tabellenkeller geht es in dieser Spielzeit extrem eng zu. So hoffen vor dem 34. Spieltag gleich drei Teams noch auf die Rettung über die Relegation - gemeinsam hat das Trio dabei nicht nur die große Tradition: Die letzten Erfolgserlebnisse liegen für alle schon Wochen zurück, schließlich haben Eintracht Braunschweig und der Hamburger SV die vergangenen vier, der 1. FC Nürnberg sogar sechs Partien in Folge verloren. Dazu müssen alle drei am Wochenende auswärts ran (alle Spiele am Samstag ab 15 Uhr im Live-Ticker). Entscheidend könnte daher der Faktor Erfahrung sein. bundesliga.de zeigt, wie sich die genannten Vereine bisher im Abstiegskampf geschlagen haben. 

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Hamburger SV

Als Bundesliga-Dino hat der HSV mit dem Abstiegskampf naturgemäß vergleichsweise wenig Berührungspunkte. Dass man nun am 34. Spieltag noch direkt absteigen könnte (Tabelle), ist für die Norddeutschen dementsprechend ein echtes Novum. Wirklich eng war es für die Rothosen bislang vor allem 1990, als man bloß mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ins Saisonfinale ging - damals gelang durch einen 1:0-Sieg über Waldhof Mannheim noch die Rettung. Ein ähnliches Happy End wünschen sich die Hanseaten auch für dieses schwierige Jahr. Dafür braucht man am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 aber unbedingt drei Punkte: "Wir haben es in Mainz in der Hand. Mit einem Sieg hätten wir den Relegationsplatz sicher", sagte Mittelfeldspieler Ivo Ilicevic im Interview mit bundesliga.de. "Wenn wir das Spiel so angehen, wie gegen den FC Bayern, dann werden wir auch gewinnen. Denn die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Rang 16 unbedingt sichern und dafür kämpfen will."

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1. FC Nürnberg

In seiner Rolle als Rekordauf- und
-absteiger hat Nürnberg schon viele Dramen miterlebt. Schon zwölf Mal ist der "Club" bislang auf den Rängen 15 bis 18 in den 34. Spieltag gegangen - mit Resultaten von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Unvergessen bleibt vor allem das Saisonfinale 1999, als man als Tabellenzwölfter bereits als gerettet galt - und dann doch noch bis auf Platz 16 abstürzte. Eine umgekehrte Erfolgsgeschichte fehlt dagegen noch in der Vereinshistorie: Wenn der FCN nach 33 Runden einen der letzten drei Plätze eingenommen hatte, haben die Franken den Klassenerhalt danach nicht mehr geschafft. Das soll sich diesmal allerdings ändern: "Manchmal ist etwas unmöglich, aber man schafft es trotzdem. Wir müssen Glauben in die Mannschaft kriegen. Wir müssen das Wunder schaffen", meinte Innenverteidiger Per Nilsson vor dem Spiel auf Schalke.

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Eintracht Braunschweig

Bislang ist Braunschweig drei Mal aus der Bundesliga abgestiegen. 1979 bzw. 1985 war der Kampf um den Klassenerhalt bereits vor dem 34. Spieltag verloren. 1973 wurde es hingegen dramatisch, denn damals verloren die Löwen im Saisonfinale zuhause mit 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf. Hannover 96 gewann gleichzeitig mit 4:0 beim Wuppertaler SV, zog dadurch in der Tabelle vorbei und beförderte den niedersächsischen Rivalen in die Zweitklassigkeit. In allen anderen Bundesliga-Jahren hatte der BTSV den Ligaverbleib schon vorzeitig sicher. Davon kann das Schlusslicht in dieser Spielzeit nur träumen, trotzdem steckt an der Hamburger Straße keiner auf: "Wir haben die schlechteste Ausgangsposition, aber das spielt keine Rolle", blickte Trainer Torsten Lieberknecht auf die Partie bei 1899 Hoffenheim voraus (Tabellenrechner). "Wir haben immer gesagt, dass wir Chancen bekommen, aber auch Chancen liegenlassen werden. Wichtig war, nie zu verzagen und immer daran zu glauben, dass die Entscheidung erst am letzten Spieltag fallen kann. Jetzt steht ein großes Finale an und das haben wir uns - auch wenn die vergangenen vier Spiele verloren wurden - verdient."

Stefan Missy

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