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26.11.2013 - 10:40 Uhr


Guardiolas Jagd und Thiagos Beitrag

Fußball-Ästheten am Werk: Pep Guardiola (r.) und Thiago vom FC Bayern (© Imago)

Thiago feierte gegen Borussia Dortmund sein Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause (© Imago)

Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler (r., neben Mario Götze) wechselte im Sommer vom FC Barcelona nach München (© Imago)

München - Wanted: der ultimative Fußball. Wäre Pep Guardiola ein Kopfgeldjäger und der perfekte Fußball ein Ganove, so stünden dem Flüchtigen schlaflose Nächte bevor. Denn der Jäger ist ein "Besessener", wie es Karl-Heinz Rummenigge formulierte.

"Ich habe das Gefühl, er ist auf der Suche nach dem ultimativen Fußball", so Bayerns Vorstandsvorsitzender weiter. "Er ist unglaublich akribisch." Und Guardiola wird so lange weitersuchen, bis er ihn gefunden hat, den perfekten Fußball.

Glückliche Rückkehr



Zumal ihm in Thiago einer seiner wichtigsten Handlanger wieder zur Verfügung steht. Der Spanier kehrte gegen den BVB nach dreimonatiger Verletzungspause "glücklich und ohne Schmerzen im Sprunggelenk" auf den Platz zurück und fügte sich nicht nur nahtlos ein, mehr noch. Thiago stabilisierte und beruhigte das Bayern-Spiel mit seiner Ballsicherheit und trug so zu einem deutlichen spielerischen Übergewicht des Rekordmeisters im Mittelfeld bei, das es in der ersten Hälfte noch nicht gegeben hat.

"Die ersten 15 Minuten haben wir gut gespielt, dann 30 Minuten nicht mehr. In der zweiten Halbzeit haben wir mit Thiago, Mario Götze, Toni Kroos und Philipp Lahm wieder besser gespielt", befand Guardiola. Gut oder gar perfekt spielen heißt in seiner Sprache: Pässe, Ballbesitz, totale Dominanz, insbesondere im Mittelfeld.

Guardiola: "Mittelfeldspieler machen alles"



"Im Fußball kannst du gewinnen oder verlieren, aber du kannst niemals gut spielen ohne Überzahl im Mittelfeld zu haben", sagt der Katalane. "Die Mittelfeldspieler bestimmen das Spiel, sie machen alles. Ich bin ein Fan von Mittelfeldspielern." Und Thiago passt ins Anforderungsprofil des Perfektionisten Guardiola. Der 22-Jährige ist wendig, schnell und brillant am Ball. Er kann ein Spiel lesen, den Rhythmus vorgeben und tödliche Bälle spielen - wie vor dem 2:0 durch Arjen Robben.

"Thiago ist ein sensationeller Kicker und nach vorne einmalig", urteilt Präsident Uli Hoeneß über den Neuzugang vom FC Barcelona im "kicker". Sportdirektor Matthias Sammer kann sich da nur anschließen: "Thiago ist ein guter Spieler, eine gute Persönlichkeit, ein guter Typ. Er ist sehr wichtig für uns."

Pep stocksauer



Wichtig für den FC Bayern, unverzichtbar für Guardiola, der seine Jagd auf den ultimativen Fußball erst so richtig eröffnet hat und keine Abweichungen duldet. "Er hat eine unglaublich klare Vorstellung von Fußball", verrät Rummenigge. "Wenn die Spieler das manchmal nicht umsetzen, dann ist der stocksauer."

David Schmidt

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