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04.07.2013 - 14:13 Uhr


Goretzka, Ginczek und Co.: Erstklassige Zweitligaspieler

Leon Goretzka gilt als eines der hoffnungsvollsten Talente im deutschen Fußball. Beim FC Schalke 04 will der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler nun den nächsten Schritt in seiner Karriere machen

Mit zehn Toren war Jan Hochscheidt in der vergangenen Saison Top-Torjäger beim FC Erzgebirge Aue. 2013/2014 geht der 25-Jährige nun in der Bundesliga für Eintracht Braunschweig auf Torejagd

Felix Wiedwald gilt als einer der besten Torhüter der 2. Bundesliga. In der neuen Saison will der ehemalige Duisburger nun Kevin Trapp den Platz im Tor der Frankfurter Eintracht streitig machen

Jetzt soll es endlich klappen: Alexander Baumjohann (M.) will mit der Berliner Hertha endlich in der Bundesliga Fuß fassen

München - Wohl jeder junge Fußballer hegt dem Traum, einmal in der Bundesliga zu spielen. Für zehn Spieler, die in der Vorsaison noch in der 2. Bundesliga aktiv waren, geht dieser Traum nun in Erfüllung: Sie haben einen der begehrten Plätze in den Kadern der Bundesligisten ergattert. "Die Vorfreude auf die Bundesliga ist richtig groß, das ist der Traum eines jeden jungen Fußballers", erklärte Daniel Ginczek nach seiner Vertragsunterschrift beim 1. FC Nürnberg.
bundesliga.de zeigt, wie sich die zehn "Glückspilze" in der abgelaufenen Spielzeit für das deutsche Oberhaus empfohlen haben - und wie sie ihre Teams und die Bundesliga in der Saison 2013/2014 mit ihren Qualitäten bereichern können.
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Leon Goretzka und Christian Clemens (FC Schalke 04)

Mit dem 21 Jahre alten Christian Clemens und dem erst 18-jährigen Leon Goretzka (Bild: © Imago) hat sich der FC Schalke 04 zwei der begehrtesten deutschen Nachwuchstalente geangelt. Während der ehemalige Bochumer Goretzka im defensiven Mittelfeld der "Knappen" aufräumen soll, versprechen sich die "Königsblauen" von Clemens mehr Durchschlagskraft und Flexibilität in der Offensive. Der ehemalige Kölner, der am liebsten im linken Mittelfeld zum Einsatz kommt, erzielte in der Spielzeit 2012/2013 sechs Tore für die "Geißböcke" und bereitete fünf weitere vor. Zudem ist der U21-Nationalspieler ein gefährlicher Standardschütze: Drei seiner Ecken führten in der abgelaufenen Saison zu einem Tor. Auch Goretzka ist bei Standards gefährlich: Drei seiner vier Saisontore erzielte er per Kopf nach ruhenden Bällen. Mit 342 abgespulten Kilometern und 743 bestrittenen Zweikämpfen war der Youngster 2012/2013 außerdem einer der einsatzfreudigsten Spieler der 2. Bundesliga. Ob die beiden Talente beim FC Schalke auf Anhieb den Sprung in die erste Mannschaft schaffen ist zwar fraglich, doch aufgrund ihres großen Potenzials wird das Duo den Gelsenkirchenern in Zukunft viel Freude bereiten. Goretzka gibt sich kämpferisch: "Dass ich auf meiner Position sehr starke Konkurrenten habe, ist mir bewusst. Aber davor habe ich keine Angst. Ich bin bereit, um zu lernen. Ich bin heiß und will mich beweisen."

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Timo Perthel und Jan Hochscheidt (Eintracht Braunschweig)

Aufgrund eines Mittelfußbruches verpasste Timo Perthel die komplette Hinrunde der vergangenen Saison, avancierte in der Rückserie dann aber zum Leistungsträger beim MSV Duisburg. Torgefährlich ist der Neu-"Löwe" außerdem: In seinen 17 Einsätzen 2012/2013 erzielte der 24-Jährige vier Tore, drei davon per Weitschuss. Da Perthel auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann - bei Duisburg spielte er im zentralen defensiven Mittelfeld, als Linksverteidiger und im linken offensiven Mittelfeld - hat er gute Aussichten auf Einsatzzeit in der Bundesliga . Mit Perthel soll in der Offensive der Eintracht zukünftig Jan Hochscheidt (Bild: © Imago) wirbeln, der vom FC Erzgebirge Aue zu den Niedersachsen kommt. Da Braunschweigs Top-Torjäger Domi Kumbela den Saisonbeginn aufgrund eines Sehnenabrisses im Oberschenkel verpassen wird, hat Hochscheid gute Chancen, anfangs zu spielen. Ob er Kumbela den Stammplatz streitig machen kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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Daniel Ginczek (1. FC Nürnberg)

Mit 18 Toren in der abgelaufenen Saison gelang Daniel Ginczek (Bild: © Imago) der Durchbruch im deutschen Profifußball. Besonders beeindruckend war die Torserie des 22 Jahre alten Angreifers am Ende der Spielzeit: In den letzten zehn Saisonspielen traf Ginczek elf Mal ins gegnerische Tor. Trotz seiner beachtlichen Körpergröße von 1,91 Metern ist der Neu-Nürnberger nicht nur in der Luft stark, sondern kann sich - aufgrund seiner Schnelligkeit und exzellenten Technik - auch am Boden gegen die gegnerischen Verteidiger durchsetzen. Gelingt es Ginczek, die Leistungen der Vorsaison zu bestätigen, kommt ihm mit Sicherheit eine Schlüsselrolle in der "Club"-Offensive zu.

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Julian Koch (1. FSV Mainz 05)

Im Mittelfeld ist Julian Koch (Bild: © Imago), der von Borussia Dortmund zu den 05ern wechselt, ein echter Allrounder. In der abgelaufenen Spielzeit kam der 22-Jährige zwar vornehmlich im zentralen defensiven Mittelfeld zum Einsatz, spielte aber auch schon im offensiven Mittelfeld und sogar in der Vierer-Abwehrkette. Aufgrund seiner Vielseitigkeit ist es dem Neu-Maizer zuzutrauen, sich einen festen Platz im Team von Trainer Thomas Tuchel zu erarbeiten. Voraussetzung ist, dass er von Verletzungen - die ihm in seiner bisherigen Karriere schon des Öfteren im Weg standen - verschont bleibt.

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Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach)

Mit 852 bestrittenen Zweikämpfen war der Neu-Gladbacher Christoph Kramer (Bild: © Imago) in der Saison 2012/2013 der mit Abstand aggressivste Spieler in der 2. Bundesliga. Zwar gewann der 22 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler "nur" in etwa 50 Prozent seiner direkten Duelle, setzte dafür aber auch in der Offensive Akzente und erzielte drei Treffer für den VfL Bochum. Außerdem verhinderte seine vielen Fouls eine bessere Zweikampfquote: 73 Mal griff der Youngster im Duell zu unerlaubten Mitteln und sah dabei acht gelbe Karten. Trotz seiner Jugend ist Kramer schon enorm reif in der Spielanlage und hat daher - trotz der großen Konkurrenz auf seiner Position - das Potenzial, 2013/2014 eine wichtige Rolle in der "Fohlen"-Defensive zu spielen.

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Alexander Baumjohann (Hertha BSC)

Mit fünf Toren und elf Assists für den 1. FC Kaiserslautern empfahl sich Alexander Baumjohann (Bild: © Imago) in der Saison 2012/2013 für eine erneute Chance in der Bundesliga. Die gewährt ihm nun der Aufsteiger Hertha BSC. Der 26 Jahre alte Offensivspieler ist vielseitig einsetzbar und kann sowohl hinter den Spitzen als auch auf dem Flügel agieren. Baumjohanns großes Talent ist unbestritten, doch muss er es endlich schaffen, seine Qualitäten konstant abzurufen. Gelingt ihm das, kann er eine echte Verstärkung für den Hauptstadtclub sein.

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Felix Wiedwald (Eintracht Frankfurt)

Felix Wiedwald (Bild: © Imago) war in den letzten Jahren ohne Zweifel einer der besten Torhüter in der 2. Bundesliga. Besonders beeindruckend war die Saison 2011/2012: 73 Prozent aller Torschüsse entschärfte er und vereitelte überragende 35 Prozent aller Großchancen. Trotz seiner erst 23 Jahre tritt der 1,90 Meter große Keeper schon äußerst abgeklärt und souverän auf: Nur bei einem der 63 Gegentore, die er insgesamt in der 2. Bundesliga kassierte, leistete er sich einen groben Fehler. An Kevin Trapp wird Wiedwald zwar wohl vorerst nicht vorbeikommen, doch die abgelaufene Saison hat - speziell bei Eintracht Frankfurt - gezeigt, wie wichtig ein guter Ersatztorwart ist.

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Thorsten Kirschbaum (VfB Stuttgart)

Der Neu-Stuttgarter entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der besten Schlussmänner der 2. Bundesliga. In der Vorsaison kassierte Thorsten Kirschbaum (Bild: © Imago) im Schnitt nur alle 90 Minuten ein Gegentor und parierte starke 75 Prozent der Torschüsse auf seinen Kasten. Zudem ist der 26 Jahre alte und 1,94 Meter große Keeper ein echter Elfmeterkiller: Fünf der bisher 18 Strafstöße gegen ihn wehrte Kirschbaum ab. An VfB-Stammtorwart Sven Ulreich wird der ehemalige Cottbuser - ähnlich wie Wiedwald in Frankfurt - zunächst wohl nicht vorbeikommen. Mit seiner Qualität wird er den Konkurrenzkampf im Schwaben-Tor aber auf jeden Fall anheizen.

Sebastian Dirschl
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