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27.08.2013 - 09:25 Uhr


Fohlen unter Druck

Gebrauchter Tag: Raffael (l.) und Filip Daems ließen sich in Leverkusen auskontern

Auch Max Kruse (l.) konnte an seine gute Leistung im Spiel gegen Hannover nicht anknüpfen

Borussen-Coach Lucien Favre hat mit seinem Team drei Zähler nach drei Spielen gesammelt

Mönchengladbach - Es läuft noch nicht ganz rund bei Borussia Mönchengladbach. Moral, Einsatz und Spielvermögen stimmen zwar über weite Strecken der bisherigen drei Saisonspiele. Doch dafür alleine gibt es keine Punkte. So stehen die Fohlen vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen bereits unter Erfolgsdruck.
Vieles war gut beim Gladbacher Auftritt im rheinischen Derby bei Bayer Leverkusen. Doch wie schon in München beim Saisonauftakt stand unterm Strich auch in der BayArena eine Niederlage. Mit 2:4 hatte die Borussia verloren, weil sie in der Summe einfach zu viele unnötige Fehler machte und den Gastgeber immer wieder zu Kontern einlud.

Fehler wiederholen sich



"Wir haben individuell zu viele Fehler gemacht und waren zu statisch", betrieb Borussia-Stürmer Max Kruse Selbstkritik. "Wir haben es nicht geschafft, den Ball durch die Lücken nach vorne zu tragen. Wir haben versucht, auf Sicherheit zu spielen. Das war aber alles nicht gezielt und schnell genug. Und dann kann man gegen eine Mannschaft wie Leverkusen nicht bestehen."

Die Fehler wiederholen sich. Wie schon in München leistete sich die Borussia in Person von Juan Arango ein folgenschweres Handspiel im eigenen Strafraum, das mit Elfmeter geahndet wurde. Nach drei Spieltagen erhöht sich die Zahl der gegen die Gladbacher gepfiffenen Handelfmeter damit auf rekordverdächtige drei. Dadurch geriet die Elf vom Niederrhein in Leverkusen auf die Verliererstraße. Und obwohl die Mannschaft von Lucien Favre sogar noch den 0:2-Rückstand egalisierte, reichte es nicht zum Punktgewinn beim rechtsrheinischen Konkurrenten.

Grund zur Sorge besteht deshalb aber nach Ansicht von Borussia-Sportdirektor Max Eberl nicht. "Wir haben drei Punkte und noch keinen Sonderpunkt geholt. Wenn man vor der Saison guckt, wo punktet man, dann weiß man, dass es in München und Leverkusen schwerer wird", sagte Eberl. "Wir haben gegen Hannover ein überragendes Heimspiel gemacht. Die Niederlage in Leverkusen darf uns nicht aus der Bahn werfen. Das einzige, was aus der Reihe lief, war die Pokalniederlage. Die hängt uns noch ein bisschen nach. Aber in der Bundesliga sind wir normal gestartet."

Zu viele Gegentore



Am kommenden Samstag empfängt Mönchengladbach nun Werder Bremen. Die Hanseaten haben ihrerseits einen guten Saisonstart hingelegt, zwei Mal 1:0 gewonnen und erst ein einziges Gegentor zugelassen. Die Minimalisten von der Weser haben allerdings nicht die besten Erinnerungen an den Borussia-Park, wo sie 25 der bisherigen 44 Duelle verloren.

Zudem hagelte es dort schon oft zahlreiche Gegentore. Allein in den letzten fünf Partien fielen 24 Tore, 14 Treffer davon gelangen der Borussia, die dabei mit 3:2, 4:3 und 5:0 gewann, vor drei Jahren aber auch einmal mit 1:4 unter die Räder kam.

Wie die "Fohlen" die Partie gegen Bremen angehen müssen, weiß Routinier Martin Stranzl. "Die Lehren aus dem Spiel in Leverkusen sind: Wir müssen schneller spielen, einfacher spielen, Risiko vermeiden und ruhiger bleiben", so der Österreicher. Wenn sich seine Teamkollegen an die Marschroute halten, könnte es etwas mit dem zweiten Saisonsieg werden.

Tobias Gonscherowski
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