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06.02.2014 - 09:42 Uhr


Fehlstarter: VfL Wolfsburg

München - Abgerackert und abgewatscht: Gleich mehrere Teams haben mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen einen Fehlstart hingelegt. bundesliga.de analysiert die Lage der Fehlstarter.

Mit neun Spielen ohne Niederlage und auf dem 5. Tabellenplatz war der VfL Wolfsburg in die Winterpause gegangen. Die Aussichten schienen gut wie lange nicht mehr bei den Niedersachsen. Dazu wurde Kevin De Bruyne verpflichtet, dessen Dienste sich eine ganze Menge Bundesligisten nur zu gern gesichert hätten. Mit dem Top-Talent sollte alles noch besser werden.

"Wir haben etwas vor und wollen den Mannschaften vor uns auf den Pelz rücken", sagte VfL-Trainer Dieter Hecking zur Verpflichtung. Der Start in die Rückrunde ging dann aber gehörig daneben. Hannover war zu Gast in der Volkswagen Arena und entführte beim 3:1-Sieg seine ersten Auswärtspunkte überhaupt. Auch eine Woche später gegen Schalke (1:2), Mitkonkurrent ums europäische Geschäft, setzte es eine Niederlage für die Wölfe, die nun auch wieder hinter sich schauen müssen.

Fakten

wob_gustavo_naldo.jpgBeide Rückrundenspiele verliefen ähnlich: Der VfL geriet erst in Rückstand, schaffte dann den Ausgleich - dieser verlieh aber keine Sicherheit und so gingen beide Spiele dennoch verloren. In der Hinrunde gewannen die Niedersachsen noch drei Mal nach einem 0:1-Rückstand. Ein Grund dafür, dass das nun nicht mehr klappt ist die anfällige Defensive. Wolfsburg kassierte in der Rückrunde schon fünf Gegentore. Vor dem Jahreswechsel präsentierte sich die Hintermannschaft der Wölfe noch wesentlich stabiler. In den neun ungeschlagenen Spielen vor Weihnachten gab es insgesamt nur acht Gegentore. "Wir sind noch nicht in der Form der Hinrunde", bestätigte auch Innenverteidiger Robin Knoche.

Trainer

s04_wob_hecking_muerrisch_920.jpgDieter Hecking will den verpatzten Start nicht überbewerten, zumal man gegen Schalke ab der 50. Minute in Unterzahl ( Rot für Daniel Caligiuri) spielte und die Sache nicht schlecht machte. "Es wäre nicht ganz unverdient gewesen, wenn wir einen Punkt mitgenommen hätten", sagte der Wolfsburger Trainer zum Spiel gegen die Königsblauen. Für die kommenden Aufgaben hofft er auf seine Offensive: "Wir müssen noch mehr Torgefahr ausstrahlen und versuchen, schneller in die Tiefe zu spielen." Wolfsburg gab in den zwei Spielen der Rückrunde zwar die drittmeisten Torschüsse ab (34, nur Bayern und Dortmund mehr), nutzte aber nur zwei davon. Ein Hauptgrund für die schlechte Chancenverwertung: 23 der 34 Torschüsse gab der VfL von außerhalb des Strafraumes ab.

Personal

i_wob_h96_bruyne_arnold.jpgDer Kader des VW-Clubs wurde in der Winterpause erneut verstärkt. Mit de Bruyne und Junior Malanda kamen zwei Akteure fürs Mittelfeld. Dort ist das Hecking-Team ohnehin stark besetzt, so dass auch der Abgang von Diego zu Atletico Madrid kaum ins Gewicht fällt. Mit dem Brasilianer holte der VfL im Schnitt sogar weniger Punkte (1,53) als ohne ihn (1,75). Außerdem hat Hecking mit Maximilian Arnold und de Bruyne zwei Spieler, die auf der "Zehn", aber auch variabel auf den Außenpositionen eingesetzt werden können. Besonders auf dem Belgier ruhen viele Hoffnungen. Der 22-Jährige, der vom FC Chelsea kam, muss sich jedoch erst im neuen Team zurecht finden. Im Sturm fokussiert sich alles auf Ivica Olic. Läuft der Kroate nicht zu Topform auf, mangelt es auch dem Mittelfeld an Ideen, was die vielen Fernschüsse belegen. Der 34-Jährige spielte seine beste Hinrunde und war maßgeblich am Erfolg des Tabellensechsten beteiligt, auch in der Rückrunde wird viel von ihm abhängen.

Ausblick

wob_olic_ruhe_fingerzeig.jpgOlic weiß, dass die aktuelle Situation nicht einfach ist: "Wir haben jetzt zwei Spiele verloren, da kommt natürlich ein bisschen Unruhe auf. Das ist normal." Dennoch ist man in Wolfsburg weit entfernt von einer Krise. "Unsere Ziele sind nicht in Gefahr. Wir haben gesagt, wir wollen eine bessere Saison spielen als im letzten Jahr. Da sind wir weiterhin gut im Rennen", erklärte Klaus Allofs. Als nächster Gegner wartet nun Mainz 05, die punktgleich mit den Wölfen auf Platz 7 lauern. Die Nullfünfer sind im Gegensatz zum VfL super in die Rückrunde gestartet (zwei Siege). Auch deshalb ist Wolfsburg gewarnt. "Es wird sicher nicht einfach, aber wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir punkten, ganz besonders zuhause", fordert Olic die Rückkehr in die Erfolgsspur.

Sebastian Blome

Die anderen Fehlstarter: Hamburger SV | VfB Stuttgart | Borussia Mönchengladbach | Hertha BSC

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