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09.02.2014 - 12:00 Uhr


Ungeschlagener FCB kann es auch über den Kampf

Der FCB ist um eine weitere Tugend reicher. Nach einer rasanten Anfangsphase des "Clubs", kämpfte sich die Münchener durch den Treffer von Mario Mandzukic (v.) zurück und...(© Imago)

...übernahm fortan das Ruder. "Man muss auch mal kämpfen können", beschrieb Kapitän Philipp Lahm (l.), der selbst das 2:0 beisteuerte, den Derbyerfolg bei den Franken (© Imago)

Die Bayern bleiben ungeschlagen, Langweile kommt jedoch nicht auf. "Der luxuriöse Vorsprung macht uns nichts aus. Wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagte Thomas Müller (l.) (© Imago)

Nürnberg - Weder schlechte Platzverhältnisse noch ein mutiger 1. FC Nürnberg können den FC Bayern München bei seiner Siegesserie aufhalten. Der Souverän der Bundesliga gibt sich nach dem 2:0 im Derby konzentriert und die Mannschaft scheint bereit jegliche Probleme zu lösen.

In der Analyse des Sieges waren sich alle Münchener Spieler einig: Auch schwierige Situationen kann der FC Bayern in dieser Saison souverän lösen. "Für uns war wichtig, dass wir die ersten Chancen der Nürnberger gut überstanden haben, danach haben wir uns gefangen", erklärte Manuel Neuer nach dem Derbysieg. In der Bundesliga ist der Torwart oft nicht so beschäftigt. Diesmal konnte er sich zu Spielbeginn auszeichnen und hielt seiner Mannschaft den Rücken frei. Dafür gab es dann auch prompt viel Anerkennung von den Kollegen. "Wir haben einen sehr guten Torhüter, der uns über die ersten 20 Minuten geholfen hat", lobte zum Beispiel Thomas Müller, "das hat uns die Sicherheit gegeben, um ins Spiel zu finden." 

Lahm: "Man muss auch mal kämpfen können"

Mit dieser Sicherheit und dem gewohnten Selbstvertrauen begann der FC Bayern dann wieder seine Dominanz zurückzuerhalten, auch wenn der Platz den Spielern Probleme bereitete. "Der Ball war auf diesem Acker nicht leicht zu kontrollieren, damit mussten wir erstmal umgehen", so Thomas Müller. Die Bayern zeigten jedenfalls, dass sie nicht nur spielen, sondern auch kämpfen können. "In solchen Situationen muss man halt dagegen halten und die Zweikämpfe annehmen. Das haben wir gemacht", sagte ein zufriedener Philipp Lahm.

Mit dem Tor des stark spielenden Mario Mandzukic wendetete sich dann das Blatt und die Bayern fanden über den Kampf in ihr Spiel. "Nach dem 1:0 haben wir wieder unseren Rhythmus gefunden", erklärte Kapitän Lahm, der mit seinem ersten Bundesligator seit Dezember 2010 mal wieder als Torschütze erfolgreich war, "das freut mich natürlich und es ist ein schönes Gefühl, aber nicht meine wichtigste Aufgabe.

Deswegen kommt es so selten vor." Es ist auch selten, dass ein Spieler wegen einer Operation am Hinterteil nicht einsatzfähig ist. Bei Franck Ribery war das der Fall, aber sein Fehlen machte sich im Laufe des Spiels nicht mehr bemerkbar, auch wenn Philipp Lahm darauf hinwies: "Europas Fußballer des Jahres fehlt natürlich in jeder Mannschaft und wir hoffen, dass er bald wieder einsatzbereit ist."

Kein Anflug von Leichtsinn

Alles andere als selten sind Siege des FC Bayern in dieser Saison. Noch konnte kein Bundesligagegner die Münchner stoppen. Doch der Abstand zum Rest der Liga scheint nicht zu Leichtsinn zu verführen. "Dieser luxuriöse Vorsprung macht uns nichts aus. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und gehen jede Aufgabe konzentriert an", erklärt sogar Thomas Müller mit einem ernsten Blick. Es scheint, dass sich die Bayern in dieser Saison noch nicht mal selbst schlagen können.

Die nächste Möglichkeit dafür bietet sich am Mittwoch im DFB-Pokal gegen den angeschlagenen Hamburger SV. Für diese Bayern scheint das eine mehr als lösbare Aufgabe zu sein, doch die Münchner geben sich schon in Nürnberg fokussiert auf dieses Spiel und wollen nicht den Anflug von Leichtsinn zulassen. "Von der Papierform her scheint es eine klare Sache zu sein", so Manuel Neuer, "aber es ist ein Pokalspiel und da ist alles möglich."

Aus Nürnberg berichtet Alexander Dionisius

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