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30.10.2013 - 16:07 Uhr


Expertenwissen über die Clubs - Teil 2

München - Welchem Club schuldet ein Nachbar noch gut 200 Fußbälle? Welchem Club passierte der erste Wechselfehler? Wer trainierte einen Verein nur für einen einzigen Tag?
bundesliga.de verrät es und macht Sie zum Insider: Mit Expertenwissen über Kuriositäten bei den 18 Bundesliga-Clubs.
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Schalke: Live-"Ticker" mit Folgen

Für einen der kuriosesten Proteste vor Gründung der Bundesliga sorgten die Schalker. Nach ihrer 2:3-Niederlage im Endrunden-Spiel beim Karlsruher SC am 17. Juni 1956 monierten sie die "verbotenen Ergebnisdurchsagen". 20 Minuten vor Schluss hatte der Stadionsprecher einen Zwischenstand vom Spiel der Kaiserslauterer gemeldet, der dem KSC klar machte, dass er unbedingt gewinnen musste. Tat er dann auch mit 3:2. Schalkes Final-Chancen waren nun dahin, doch Präsident Dr. Moritz legte offiziell Protest ein. "Als gewählter Vertreter meines Vereins bin ich verpflichtet, alle Möglichkeiten auszuschöpfen." Tatsächlich war die Durchsage von Zwischenständen verboten, aber für eine Wiederholung reichte es dem DFB dann doch nicht. Der KSC musste 2.000 Mark Strafe bezahlen. (Foto: © Imago)

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Hannover: Rynios trauriger Rekord

In der Saison 1985/86 ging es beim Aufsteiger drunter und drüber. Trainer Werner Biskup wurde wegen Alkoholproblemen entlassen, Jörg Berger warf nach zwei Monaten ohne Punkt hin, mit Helmut Kalthoff und Jürgen Rynio waren zwei weitere Trainer im Einsatz. Rynio, der im November 1985 für vier Spiele einsprang, sorgte in jener Saison gleich für zwei Rekorde. Da er in der Rückrunde trotz eigentlich beendeter Karriere auch noch zwei Mal im Tor aushalf, war er der erste Spieler eines Bundesliga-Vereins, der vorher dort schon Trainer war. Außerdem machten ihn seine zwei Einsätze auch zum Rekord-Absteiger der Bundesliga: Es war sein fünfter Abstieg - so klein sein Anteil daran auch gewesen sein mag - Statistiker sind da unerbittlich. (Foto: © Imago)

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Hoffenheim: Tief gefallener Herbstmeister

Die TSG ist der Herbstmeister mit dem tiefsten Sturz aller Zeiten. Nach der Vorrunde 2008/09 träumte der Aufsteiger (35 Punkte) noch davon, Kaiserslauterns Meister-Wunder zu wiederholen. Der FCK holte 1991 bisher als einziger Aufsteiger die Meisterschaft. Hoffenheim jedoch stürzte tief: Die Rangnick-Elf holte nur noch 20 Rückrunden-Punkte. Am Ende stand Platz 7, das reichte für die Kraichgauer nicht mal mehr für den UEFA-Pokal (heute Europa League). Anfang allen Übels war der Kreuzbandriss von Torjäger Vedad Ibisevic im Winter-Trainingslager. Der Bosnier hatte sagenhafte 18 Tore in 17 Partien markiert. (Foto: © Imago)

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Stuttgart: Der doppelte Förster

Der VfB hat in 50 Jahren Bundesliga-Geschichte die Schiedsrichter gewaltig auf Trab gehalten. Obwohl er in den Siebzigern zwei Spielzeiten verpasste, ist er der Verein mit den meisten Gelben (2143), Gelb-Roten (51) und Roten Karten (67). Großen Anteil daran hatten die Förster-Brüder. Im Dezember 1980 leistete sich Karl-Heinz (o.) im Spiel gegen Köln ein Foul. Um seinem jüngeren Bruder eine Sperre zu ersparen, holte sich der genauso blonde Bernd dann einfach eine Karte ab. Der Schwindel flog nach Abpfiff auf und die UEFA - es war ein Europacup-Spiel - sperrte beide für je drei Spiele. Kein Gespür für Familiensinn. (Foto: © Imago)

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Mainz: Noch 17 Jahre Tuchel?

Mainz 05 hat in nunmehr sieben Bundesliga-Jahren noch keinen Trainer entlassen. Jürgen Klopp (2004-07) "überlebte" sogar den Abstieg im Amt und Thomas Tuchel (Foto), unmittelbar vor Saisonstart 2009/10 für Aufstiegs-Trainer Jörn Andersen installiert, ist immer noch zuständig für die Mannschaft. Bis zum Rekord ist es aber noch ein Weilchen: Borussia Mönchengladbach wartete 24 Jahre, bis es seine weiße Weste besudelte und es zur ersten vorzeitigen Trennung kam: Wolf Werner flog dort im November 1988. Tuchel muss also nur noch 17 Jahre dranhängen, damit seine Rheinhessen Gladbach den Rekord abknöpfen.

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Hamburg: Wie immer sind die Medien schuld

1961 spielte der HSV im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Barcelona. Die Spiele gingen wegen ihrer Dramaturgie in die Vereins-Historie ein. Ein Kapitel vom dritten Spiel am 3. Mai auf neutralem Platz in Brüssel schaffte es auch in die Kuriositätensammlung. Der Zeugwart hatte die Schienbeinschoner vergessen und konnte trotz verzweifelter Suche in Brüssel am Spieltag auch keine mehr auftreiben. In ihrer Not steckten sich die Spieler Zeitungspapier in die Stutzen, damit es für den Schiedsrichter wenigstens so aussah, als seien sie geschützt. Der HSV verlor übrigens 0:1 und schied aus. Diese Niederlage konnten die Hamburger Profis mal mit einigem Recht auf die Zeitungen schieben. (Foto: © Imago)





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