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29.10.2013 - 08:50 Uhr


Expertenwissen über die Clubs - Teil 1

München - Welchem Club schuldet ein Nachbar noch gut 200 Fußbälle? Welchem Club passierte der erste Wechselfehler? Wer trainierte einen Verein nur für einen einzigen Tag?
bundesliga.de verrät es und macht Sie zum Insider: Mit Expertenwissen über Kuriositäten bei den 18 Bundesliga-Clubs.
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FC Bayern: Latteks folgenloser Lapsus

Dem Rekordmeister ist der erste Wechselfehler der Bundesliga-Historie passiert, aber das bekam fast keiner mit. Am letzten Spieltag der Saison 1970/71 brachte Udo Lattek in Duisburg mit Günter Rybarczyk einen dritten Joker für Johnny Hansen. Mögliche Erklärung: Lattek dachte, er könne zwei Feldspieler bringen, der Tausch des verletzten Sepp Maier zählte für ihn nicht. Doch damals waren nur zwei Wechsel erlaubt, ob Torwart oder Feldspieler. Man machte Lattek darauf aufmerksam, er schickte Hansen wieder aufs Feld. Der Schiedsrichter hatte nichts dagegen. Rybarczkys "Einsatz" stand in keiner Statistik und da die Bayern an diesem Tag mit dem 0:2 Spiel und Meisterschaft verloren, waren sie gestraft genug. Es gab keinen Protest und deshalb auch kein Ermittlungsverfahren des DFB. (Foto: © Imago)

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Dortmund: Blau-weiße Jugendsünden

Kevin Großkreutz in Blau? Kaum vorstellbar, aber die ersten Trikots des BVB waren blau-weiß gestreift. Eine Rivalität mit Schalke war anno 1911, als der BVB in der C-Klasse anfing, nicht abzusehen. Eine mit den Bayern auch nicht, und so trugen sie auch noch eine rote Schärpe. Zu sehen heute noch im BVB-Museum, Abteilung Jugend-Sünden. Außerdem ist der BVB der Verein mit der längsten Pech-Strähne vom Elfmeter-Punkt. In den ersten beiden Bundesliga-Jahren versiebte Dortmund zwischen dem 30. November 1963 und dem 23. Januar 1965 gleich sieben Elfmeter in Serie. Die Ahnen aus der Klopp-Ära waren dicht davor. Ab dem 26. Februar 2010 patzten sie sechs Mal in Serie, dann verhinderte Kuba in Hamburg (5:1) am 22. Januar 2012 die Einstellung des Blamagen-Rekords. (Foto: © Imago)

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Leverkusen: Zweimal Spielverderber

Geschichte wiederholt sich. Erst zwei Mal überstand eine Mannschaft eine Saison mit nur einer Niederlage. Es waren jeweils die Bayern, aber auch ihr Bezwinger war derselbe: Bayer Leverkusen - und das in München. Sowohl 1986/87, als beim 3:0 Falko Götz (2) und Christian Hausmann trafen, als auch in der vergangenen Saison 2012/13 beim 2:1 - Stefan Kießling und Sidney Sam hießen da die Torschützen für das Team um Keeper Bernd Leno. Im Jahr nach dem ersten Streich gewann Leverkusen den UEFA-Pokal - ob es ein gutes Omen für diese Saison ist? Übrigens sind die Leverkusener der einzige deutsche Europacup-Sieger, der noch immer auf seine erste Deutsche Meisterschaft wartet.

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Gladbach: Einstellig? Langweilig

Gladbach und Tore - das passt. Auch in dieser Saison hat die Borussia schon 23 Mal geknipst, also auch öfter als beispielsweise die Bayern. Das hat in der Bundesliga Tradition: Der Borussia sind die vier höchsten Siege in 50 Jahren Liga-Geschichte gelungen. Das 12:0 gegen Dortmund (29. April 1978), das 11:0 gegen Schalke (7. Januar 1967), das 10:0 gegen Neunkirchen (4. November 1967) und das 10:0 gegen Eintracht Braunschweig (11. Oktober 1984). Platz drei teilen sie sich mit den Bayern (11:1 gegen den BVB am 27. November 1971) und eben diesen Dortmundern (11:1 gegen Bielefeld/6. November 1982). Damit waren die Mönchengladbacher an zwei Dritteln aller zweistelligen Resultate (insgesamt 6) beteiligt. (Foto: © Imago)

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Hertha: Eintagsfliege Cramer

Die Berliner erlebten die kürzeste Amtszeit eines Bundesliga-Trainers überhaupt. Dettmar Cramer unterschrieb am 9. Juli 1974 morgens einen Drei-Jahres-Vertrag, leitete das Training und ließ sich auf der Pressekonferenz präsentieren. Der folgte eine Vorstands-Sitzung, die ihm die Augen öffnete. "Mir wurden Vereins-Interna bekannt, danach annullierte ich meinen Kontrakt", sagt der Mann, der im selben Jahr noch mit den Bayern Europapokal-Sieger wurde. Über die genauen Gründe hat er nie gesprochen. Spekuliert wurde, dass ihm namhafte Zugänge wie Paul Breitner, Uli Hoeneß oder Berti Vogts versprochen worden waren. Der Axel-Springer Verlag wollte bei Hertha in jener Saison groß einsteigen, zog dann aber seine Offerten zurück. Cramer ging als "Trainer für einen Tag" in die Geschichte ein, was nur die halbe Wahrheit ist. Quasi vertragslos leitete er noch zwei Wochen das Training, bis ein Nachfolger gefunden war. (Foto: © Imago)

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Wolfsburg: 200 Bälle, bitte

Als der VfL noch im alten Stadion am Elsterweg mitten im Wohngebiet spielte (bis 2002), hatte er Ärger mit den Nachbarn. Weniger wegen Lärmbelästigung oder Abfall in den Vorgärten, wie man annehmen könnte, sondern wegen der Schuss-Schwäche seiner Spieler. Der Trainingsplatz des Stadion-Geländes grenzte direkt an Privatbesitz und auch ein Ballfang verhinderte nicht, dass im Wochen-Rhythmus Bälle in Nachbars Garten flogen. Ein rüstiger Rentner namens Rudolf L. gab trotz höflicher Bitten keinen Ball zurück. Im Laufe der Jahre sammelten sich rund 200 Bälle in seinem Keller an und noch so gute Worte halfen nichts. Bis Herbst 1996 - da wurde der Ballfang noch ein Stückchen erhöht. Rudolf L. rückte als Geste des guten Willens fünf Geisel-Bälle heraus - aber nur einer war noch zu gebrauchen. (Foto: © Imago)



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