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30.03.2014 - 19:58 Uhr


"Enormer Schub" Richtung Europa

Mainz-Trainer Thomas Tuchel feiert den 3:0-Sieg gegen den FC Augsburg

Die Mainzer liegen nach dem Sieg gegen FCA weiter auf Kurs Europa League

Niko Bungert erzielte den Führungstreffer für Mainz

Mainz - Am Ende dieser englischen  Woche mit zwei sehr unterschiedlichen Niederlagen zuvor gegen den Deutschen Meister Bayern München und den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig erlebte Thomas Tuchel dann am Samstag doch noch diesen "enormen Schub für die kommenden Aufgaben". 

Und nach dem 3:0 (2:0) gegen den FC Augsburg hofft der Trainer des 1. FSV Mainz 05, dass dies auch seinen Spielern so gehe. Mit diesem verdienten Erfolg mit vielen kleinen kuriosen Geschichten verschaffte sich Mainz 05 einen komfortablen Abstand zum FC Augsburg (fünf Zähler) und eine hervorragende Ausgangsposition für die letzten sechs Saisonspiele. Mit nun 44 Punkten und dem zwischenzeitlichen Sprung auf Rang 6 dürfen die Mainzer von der Teilnahme an der Europa League träumen. Mittelfeldspieler Johannes Geis sagt: "Wenn man da oben steht, will man da natürlich nicht weg."

"Setzen uns kein Tabellenplatz-Ziel"

Nun aber auf der Zielgeraden der Saison neue Ziele auszurufen, ist nicht die Sache des Mainzer Trainers Thomas Tuchel, er will vor allem diese gegen Augsburg gezeigte Mentalität und Hartnäckigkeit seiner Mannschaft bis zum letzten Spiel sehen. "Wenn die Spieler die Europapokalsituation als zusätzlichen Ansporn sehen, dann ist das okay", sagt Tuchel.

Und Manager Christian Heidel sagt: "Wir setzen uns kein Tabellenplatz-Ziel. Wir wollen nicht die Überschriften produzieren, dass Mainz im Europapokal spielen will. So gewinnt man kein Spiel." Die Mainzer steckten die Anstrengungen der vorangegangenen Spiele besser weg als der müde wirkende Gegner, der zudem durch zwei verletzungsbedingte Wechsel schon in Halbzeit eins geschwächt wurde.

Unverhofftes Bungert-Comeback samt Torjubel

Innenverteidiger Ragnar Klavan musste nach 30 Minuten mit einer Adduktorenverletzung vom Platz, Außenstürmer Tobias Werner nach 38 Minuten mit einer Gehirnerschütterung. Nach einem Zusammenprall mit dem Mainzer Innenverteidiger Stefan Bell spielte Werner noch zehn Minuten mit einem weißen Turban weiter, bevor er sichtlich benommen rausging; Bell spielte mit einem blauen Turban bis zum Ende durch.

Kurios: Die Mainzer mussten kurz vor Spielbeginn auf ihren Kapitän Nikolce Noveski wegen einer Schulterverletzung verzichten, dafür kam Niko Bungert zu einem ersten Startelfeinsatz seit vielen Wochen. Und der Innenverteidiger erzielte auch gleich das 1:0 nach einem Eckball mit einer Direktabnahme mit seinem schwachen linken Fuß (23.).

Geis-Premiere per Distanzschuss

"Das hat sich schon komisch angefühlt für mich an der linken Spitze", scherzte Bungert hinterher. Noch komischer fühlte sich das 0:2 (38.) für den Augsburger Marwin Hitz an. Sein Mitspieler Matthias Ostrzolek schoss ihm den Ball bei einem missglückten Rettungsversuch nach einem Pfostenschuss des Mainzer Offensivspielers Eric Maxim Choupo-Moting voll ins Gesicht, von wo aus die Kugel ins eigene Tor prallte.

Es passte außerdem irgendwie zu diesem Spiel der tausend Anekdoten, dass Johannes Geis sein erstes Bundesligator für Mainz erzielte - mit einem unhaltbaren Fernschuss (83.). Geis war wegen seiner vielen Fehlversuche von den Kollegen schon belächelt worden, Trainer Tuchel aber lobte den 20-Jährigen: "Zum Glück hat Geisi nicht aufgehört zu schießen."

Die Mainzer werden das in den letzten sechs Spielen dieser schon jetzt erfolgreichen Saison auch nicht tun. Bei aller Zurückhaltung verspricht Manager Christian Heidel: "Wir wollen natürlich am nächsten Wochenende das Derby in Frankfurt gewinnen."

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter

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