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16.12.2013 - 17:12 Uhr


Eintracht schafft Wende

Erleichterung bei Eintracht Frankfurt: Bei Bayer Leverkusen gelang der SGE nach drei Monaten ohne Bundesliga-Sieg endlich wieder ein Dreier

Matchwinner war Marco Russ (Nr. 4), der den defensiv eingestellten Hessen mit seinem Kopfballtor den 1:0-Sieg sicherte

Nun will das Team von Trainer Armin Veh zum Hinrunden-Abschluss zuhause gegen den FC Augsburg nachlegen (© Imago)

Leverkusen - Sie können es ja doch noch. Eintracht Frankfurt beendete mit dem 1:0-Auswärtssieg bei Bayer Leverkusen seine Negativserie von zehn Spielen ohne Dreier und verschaffte sich dadurch etwas Luft im Abstiegskampf. Die Hessen dürften nun mit ziemlicher Sicherheit auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern.

Die Erleichterung stand Heribert Bruchhagen ins Gesicht geschrieben. Nach der gefühlten Ewigkeit von drei Monaten ohne Bundesliga-Sieg konnte der Vorstandsvorsitzende endlich einmal wieder einen Erfolg kommentieren: "Man mag gar nicht glauben, dass wir das Spiel über die Zeit gerettet haben und ein bisschen Spielglück hatten.“

"Tolle Leistung"

"Es war eine tolle Leistung unserer Mannschaft, die wir auch einmal verdient hatten. Ein bisschen Fortune war auch dabei. Aber es konnte auch nicht sein, dass wir stets mit leeren Händen dastehen, obwohl wir gute Leistungen geboten haben", sagte Bruchhagen. "Wir haben in der Hinrunde sehr viel Substanz gelassen und müssen uns jetzt in die Winterpause retten. Es wäre ideal, wenn wir auch gegen Augsburg zu Punkten kommen würden."

Zum Matchwinner in Leverkusen avancierte der von Trainer Armin Veh zum defensive Mittelfeldspieler umgeschulte ehemalige Innenverteidiger Marco Russ. Dem 28-Jährigen gelang bereits sein dritter Saisontreffer. Dass er sich wie schon vor drei Wochen erneut einen Muskelfaserriss zuzog, war ihm nach dem Abpfiff egal. "Die drei Punkte waren enorm wichtig", jubelte der nach Vaclac Kadlec (vier Tore) nun zweitbeste Frankfurter Torschütze der Hinrunde.

Defensive als Erfolgsrezept

In Leverkusen kam die Eintracht mit einer defensiven Aufstellung und Marschroute zum Erfolg. Notfalls wurde mit Sechserkette verteidigt, ohne allerdings darauf zu verzichten, immer wieder feine Nadelstiche zu setzen. Erstmals verzichtete Veh auf seinen Stürmer Kadlec, auch Kreativspieler wie Takashi Inui oder Tranquillo Barnetta blieben zunächst draußen. Die Rechnung ging auf.

Endlich gelang es der Eintracht, den Schwung aus der Europa League auch in den Bundesliga-Alltag zu transportieren. Denn während die Hessen in der Bundesliga erst drei Siege einfahren konnten, haben sie in der Europa League (inklusive der Qualifikation) sowie im DFB-Pokal zehn ihrer elf Spiele gewonnen. In beiden Wettbewerben überwintert Frankfurt nun und in beiden warten im kommenden Februar mit dem FC Porto in der Europa League sowie Borussia Dortmund im DFB-Pokal höchst attraktive, aber auch schwere Gegner.

"Zeit für einen Heimsieg"

Vorher jedoch gilt alle Konzentration dem abschließenden Heimspiel gegen den FC Augsburg am kommenden Freitag. Im achten Anlauf soll endlich der erste Heimsieg geschafft werden. "Es wird wieder einmal Zeit für einen Heimsieg", meinte Keeper Kevin Trapp. "Wir waren letztes Jahr eine Macht zuhause. Da müssen wir wieder hinkommen."

Von einer Heimmacht ist Frankfurt derzeit allerdings weit entfernt. Während die Eintracht auswärts schon elf Punkte sammelte und damit fünftbestes Team in der Fremde ist, reichte es im eigenen Stadion erst für drei Unentschieden. Jetzt wartet mit dem FCA ein Gegner, der in den letzten beiden Auswärtsspielen in Berlin (0:0) und Hamburg (1:0) ohne Gegentor geblieben ist und als aktueller Tabellenachter zu den absoluten Überraschungsteams der Hinrunde zählt. Einfach wird es nicht.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski

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