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01.04.2014 - 09:04 Uhr


Viel Aufwand, kein Ertrag

Joselu und Co. verpassten es in Wolfsburg, etwas Zählbares mitzunehmen

Naldos Hammer entschied die Partie zu Gunsten der Gastgeber. Der Brasilianer (Mitte) traf aus über 30 Metern zum 2:1

Die Führung für die Eintracht hatte Stefan Aigner (2.v.l.) besorgt

Wolfsburg - "Die Jungs haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir hatten die große Chance zum 2:0. Dann läuft das Spiel vielleicht ganz anders und wir nehmen hier Punkte mit", lobte Armin Veh nach dem 1:2 von Eintracht Frankfurt bei Hannover 96 seine Spieler.

"Seit wir die Belastung Europa League nicht mehr haben, läuft es richtig gut", sah der Trainer der Frankfurter Eintracht eine Fortsetzung der starken Leistungen mit dem 5:2 in Nürnberg und dem 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Nur "der Ertrag hat heute nicht gestimmt."

Frankfurt ohne Sechs

"Wir hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt. Beide Seiten haben körperlich viel abgerufen. Es war ein sehr intensives Spiel", so Martin Lanig. Vielleicht zu intensiv angesichts der Verlungsmisere der Hessen. Gleich auf sieben Profis musste Veh verzichten. Darunter Goal-Getter Alex Meier, Kapitän Pirmin Schwegler und Sebastian Rode.

"Die letzten Tage haben schon viel Kraft gekostet. Da kommt der letzte Pass manchmal vielleicht ein wenig ungenau", verweist Tranquillo Barnetta auf die Belastung der Englischen Wochen.

Naldo-Hammer in den Winkel

Mit einem Kracher aus großer Entfernung zum 2:1-Endstand in Minute 89 hatte der Brasilianer die Partie zu Gunsten der Gastgeber gedreht. 20 Minuten zuvor hatte Ivicia Olic die frühe Frankfurter Führung durch Stefan Aigner aus der elften Minure egalisiert.

Dass Naldos Hammer so kurz vor Ende der Partie "aus dreinddreißigeindrittel Meter", wie Dieter Hecking auf Nachfrage seines Kollegen Veh ganz genau beobachtet haben wollte, mit etwas mehr Frische hätte verhindert werden können. bestritt zumindest Schütze Naldo persönlich: "Der war unhaltbar."

Drei Punkte müssten reichen

"Jeder Ball ist zu halten. Der Torwart muss nur da stehen", war Veh auf der Pressekonferenz trotz der Niederlage wieder zu Scherzen bereit. "Noch drei Punkte", benötige die Eintracht für den Klassenerhalt", ist der 53-Jährige sicher, "dass man in dieser Saison keine 40 Punkte" brauche.

Mit einem Dreier. vielleicht schon bei einem Sieg im Nachbarschafts-Derby gegen Mainz 05 am Samstag. hätte die Eintracht 35 Punkte und fünf Spieltage vor Ende der Saison den Klassenerhalt gesichert (Tabelle).

"Aber was meinen Sie, machen wir dann? Hören auf, Fußball zu spielen? Fahren in Urlaub?" fragte Veh, um gleich die Antwort zu geben. "Wir wollen weiter jedes Spiel gewinnen. Dafür spielen wir doch Fußball." Auch wenn das Ertrag manchmal nicht dem Aufwand entspricht.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

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