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Bundesliga

22.01.2014 - 10:01 Uhr


Die Aufholjagd kann beginnen

Die Zeit läuft: Torsten Lieberknecht muss mit Braunschweig schnell die Wende schaffen

Havard Nielsen wechselte auf Leihbasis von Red Bull Salzburg zur Eintracht

Domi Kumbela traf in der Hinrunde zwei Mal - er erhofft sich Unterstützung von Nielsen

Braunschweig - Eintracht Braunschweig sieht sich gut gerüstet für die Rückrunde. Das Tabellen-Schlusslicht konnte bei den letzten Tests überzeugen und peilt nun mindestens den nur drei Punkte entfernten Relegationsplatz an. In Bremen soll am Sonntag der positive Trend der letzten Bundesliga-Spiele fortgesetzt werden (Vorschaufakten zur Partie).

 Nach dem völlig verkorksten Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen hat Eintracht Braunschweig seine Bundesliga-Tauglichkeit zumindest phasenweise unter Beweis gestellt. Zehn Punkte aus den letzten zehn Partien lassen die Niedersachsen hoffen. "Wir haben viele Spiele unnötig verloren, aber dennoch Potenzial erkennen lassen. Wir entwickeln uns langsam, vielleicht reicht es, um nach dem überraschenden Aufstieg das nächste Wunder zu erreichen", sagt Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht im Gespräch mit bundesliga.de.

Lieberknecht: "Ich bin sehr zufrieden mit den Tests" 

In der Vorbereitung auf die Rückrunde feierten die Löwen Siege gegen Heracles Almelo (1:0) und den FC Basel (1:0). Gegen die Bundesliga-Konkurrenz aus Freiburg (0:2) und Leverkusen (0:1) setzte es dagegen Niederlagen (Tests im Überblick). "Ich bin sehr zufrieden mit den Tests. Wir wollten uns engagiert zeigen und ein Stück weit Selbstvertrauen holen", meint Lieberknecht. "Auch wenn Testspiele und Bundesliga zwei verschiedene Paar Schuhe sind, tut es gut, wenn man sich ordentlich präsentiert und Spiele gewinnt."

Froh ist der Trainer über seinen Neuzugang Havard Nielsen. Der 20 Jahre alte norwegische Stürmer soll das Angriffsspiel beim Tabellen-Letzten beleben. Er hinterließ bereits einen guten Eindruck bei seinen Kollegen. "Er ist ein guter Fußballer. Wir freuen uns über ihn und glauben, dass er uns sehr helfen wird", lobt Sturmpartner Domi Kumbela (zum Interview).

"Er hat großes Offensivpotenzial. Das ist der Grund, warum Salzburg ihn als 18-Jährigen für sehr viel Geld geholt hat. Er passt in unser Gesamtpaket", sagt Lieberknecht. "Er spricht deutsch, was ganz wichtig ist, wenn man jemand kurzfristig integrieren möchte. Er kann uns fußballerisch weiterhelfen, direkt aber auch perspektivisch."

Hoffnungsträger Nielsen 

Nielsen dürfte sofort gesetzt sein und gefordert werden. Denn zwei Konkurrenten in der Braunschweiger Abteilung Attacke fehlen derzeit noch. Thorsten Oehrl und Gianluca Korte fallen nach Verletzungen längerfristig aus, auch Routinier Dennis Kruppke laboriert an den Folgen eines Muskelfaserrisses. Das macht die Operation Klassenerhalt nicht einfacher, drückte die Eintracht doch schon in der Vorrunde vor allem das Problem der fehlenden Durchschlagskraft und Chancenverwertung der Offensive.

Das hat auch der Norweger in den Testspielen bereits erkannt. "Wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen aber unsere Torchancen nutzen und effizienter sein", meint Nielsen. "Dann haben wir eine gute Chance, den Klassenerhalt zu schaffen, denn der Rückstand ist bei vier Punkten nicht so groß."

Am Sonntag wird es dann in Bremen ernst. Das Hinspiel war symptomatisch für den Hinrundenverlauf. Trotz überlegenen Spiels und einigen Chancen ließ sich die Eintracht kurz vor Schluss auskontern und verlor mit 0:1. So etwas darf nicht wieder passieren, soll der Klassenerhalt doch noch geschafft werden.

Tobias Gonscherowski

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