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27.01.2014 - 10:01 Uhr


Braunschweig bleibt im Gefrierschrank cool

Aufsteiger Eintracht Braunschweig um Neuzugang Havard Nielsen (M.) eroberte einen Punkt im eiskalten Weser-Stadion (© Imago)

"Ich spiele lieber, wenn es warm ist, aber in der Bundesliga würde ich auch bei minus 50 Grad spielen“, versicherte Löwen-Keeper Daniel Davari (© Imago)

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Schon am Freitagabend empfangen Kapitän Deniz Dogan (l.) und Co. Vizemeister Borussia Dortmund (© Imago)

Bremen - Eisiger Wind weht den Braunschweigern in Sachen Abstiegskampf auch zum Rückrundenstart um die Nase. Trotz eines 0:0-Auswärtsremis bei Werder Bremen stehen die Löwen immer noch am Tabellenende der Bundesliga.

Immerhin einen Zähler nahmen die Braunschweiger am Sonntagabend von der Weser mit. Es war der erste Punktgewinn in Bremen seit 1976.

Davari: "Ich spiele lieber, wenn es warm ist"

"Ich spiele lieber, wenn es warm ist, aber in der Bundesliga würde ich auch bei  minus 50 Grad spielen“, erklärte Braunschweigs Keeper Daniel Davari. Der iranische Nationalspieler erfuhr erst am Samstag, das er auch im ersten Spiel des neues Jahres die Nummer eins im Tor der Eintracht ist. "Ich habe im Trainingslager mein Bestes gegeben und jetzt hat der Coach mir erneut das Vertrauen geschenkt“, freute sich Davari, der während der gesamten Partie Mühe hatte, sich warm zu halten.

Allzu viel musste er in der Halbzeit nicht halten. Nur in einer kurzen Drangphase der Werderaner zwischen der 26. und 29. Minute verpassten es die Platzherren zwei Mal durch Nils Petersen und ein Mal durch Zlatko Junuzovic, in Führung zu gehen.

Nielsen findet sein Debüt "okay"

Zuvor waren es jedoch die Niedersachsen, die besser in die Partie starteten. Gleich drei Mal in Halbzeit eins hatte Braunschweigs einziger Winter-Neuzugang Havard Nielsen die Möglichkeit, gleich in seinem ersten Spiel für die Blau-Gelben zu treffen. "Eine von diesen drei Torchancen muss ich einfach reinmachen“, gab der Norweger zu. Zwei Mal hatte der aus Salzburg gekommene Offensivspieler per Kopf die Möglichkeit, die Eintracht in Führung zu bringen. "Das Kopfballspiel muss ich wohl noch verbessern“, scherzte Nielsen, der aufgrund seiner kläglichen Chancenauswertung sein Debüt dann auch nur als "okay" einstufte.

Im 4-1-4-1-System von Trainer Torsten Lieberknecht agierte der blonde Norweger auf der halblinken Mittelfeldposition neben Mirko Boland. Dieses linke Tandem machte besonders in den ersten 45 Minuten mächtig Wirbel im "Gefrierschrank" Weserstadion.

Trend positiv - zwölf statt elf Punkte

"Wir haben hier in Bremen für eine Auswärtsmannschaft sehr viel Ballbesitz (51 Prozent) gehabt, das zeigt auch, das wir uns weiterentwickelt haben als Mannschaft“, findet Davari. Sein Vordermann in der Innenverteidigung, Ermin Bicakcic, pflichtet ihm bei: "In der Defensive haben wir als Kollektiv sehr gut gearbeitet. Wenn wir beim nächsten Mal auch noch unsere Torchancen nutzen, dann holen wir drei statt nur einen Punkt. Aber der Trend ist weiter positiv. Wir haben jetzt zwölf Punkte und nicht mehr elf.“

Die Braunschweiger haben Fortuna schon einmal auf ihrer Seite. Philipp Bargfredes Pfostenschuss kurz nach der Halbzeit war bereits der zwölfte Aluminiumtreffer gegen Braunschweig - Ligahöchstwert.

Keine Ehrfurcht vor dem BVB

Trotz des letzten Tabellenplatzes blasen die Braunschweiger weiterhin keine Trübsal. "Wir schauen nicht auf die Konkurrenz, sondern nur auf uns. Jeder Punkt bringt uns nach vorne“, so Bicakcic. Am kommenden Freitag steht schon das nächste Spiel für die Braunschweiger auf dem Programm. Gegner ist Borussia Dortmund. Vor Ehrfurcht erstarren werden die Blau-Gelben aber nicht. "Besonders an einem Freitagabend unter Flutlicht ist es mit unserem Fans in unserem Stadion immer etwas Besonderes. Wir waren in der Hinrunde schon für die eine oder andere Überraschung  gut“, betont Davari.

"Wir verstecken uns auch vor dem BVB nicht. Sie haben natürlich eine riesige Qualität im Kader. Viele haben uns ja schon abgeschrieben, aber wir werden die Antwort im Laufe der Saison geben“, so Bicakcic kämpferisch. Auch Neuzugang Nielsen, der gegen Bremen, mit 12,8 abgespulten Laufkilometern der lauffreudigste Spieler auf dem Platz war, freut sich auf das Duell mit dem Champions-League-Finalisten: "Mein erstes Heimspiel für Braunschweig gleich gegen Dortmund. Ich werde sicherlich eine Menge Spaß haben.“

Aus Bremen berichtet Alexander Barklage

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