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04.10.2013 - 08:53 Uhr


Ehrentag der "Walze Gottes"

Schalke-Pfarrer Hans-Joachim Dohm feierte am 28. September seinen 70. Geburtstag (Foto: Schalke 04)

Schalke-Pfarrer Hans-Joachim Dohm feierte am 28. September seinen 70. Geburtstag (Foto: Schalke 04)

Gelsenkirchen - Die Kapelle in der Veltins-Arena ist mit seinem Namen ebenso verbunden wie das soziale Engagement des FC Schalke 04 für seine gehandicapten Fans. Am 28. September feierte Hans-Joachim Dohm seinen 70. Geburtstag. Beim S04 kennt man den Vorsitzenden des Ehrenrats unter verschiedenen Namen: als Schalke-Pfarrer, Betriebsseelsorger oder auch als "Die Walze Gottes".
Letzteren verdankt Hans-Joachim Dohm Vorstandsmitglied Peter Peters. Dohm erzählt das mit Stolz. Weil das Anekdötchen beschreibt, dass sie seine resolute, zupackende Art zu helfen und sich einzumischen auf Schalke schätzen. Er wollte und will wie zu seinen Berufszeiten als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Bismarck-West Nähe leben, nah dran sein an den Menschen, sie begleiten auf einem Stück des Wegs. Kein Wunder also, dass der vierfache Vater seinen 70. Geburtstag mit rund 140 Freunden und Bekannten im Wattenscheider Ortsteil Günnigfeld feierte. Seine Geburtstage hat er schon immer als Tage der offenen Tür betrachtet. Im Seelsorge-Alltag war ihm Erreichbarkeit wichtig, Anrufbeantworter waren ihm ein Graus, ein Leitmotiv die Begegnungen mit Menschen.

Pfarrer in der Gemeinde von Ernst Kuzorra



Von denen hatte er, der in Korbbach geborene und Wattenscheid aufgewachsene Sohn eines Presbyters, in Gelsenkirchen eine Menge. Kaum als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Bismarck-West angekommen, fragte man ihn, ob er denn wisse, wer Mitglied in der Gemeinde sei. Ein gewisser Ernst Kuzorra. In diesem Fall sollten die Wege des Herrn also zu einem großen Teil kräftig königsblau leuchten. Im Zeitraffer bedeutet das: Mitgliedsausweis, Dauerkarte, Schalke-Pfarrer, Behinderten-Beauftragter und Vorsitzender des Ehrenrats.

Er selbst wollte sich auf Schalke immer als Betriebsseelsorger verstanden wissen, da sein für die kleinen und großen Sorgen, Ängste und Nöte der Menschen, die von und für den königsblauen Verein lebten. Bundesweiten Bekanntheitsgrad erlangte er als "Schalke-Pfarrer", weil er die Kapelle in den Katakomben der Veltins-Arena - auch aus Unbehagen, dort könne mehr Show als Gebet und innere Einkehr stattfinden - maßgeblich mit gestaltete und sie bis 2008 betreute. Schalke habe sein Leben nicht verändert, hat Dohm oft betont. Aber weiterentwickelt, weil er mit Freud und Leid der Schalke-Fans ganz andere Gedanken und Lebensinhalte habe kennenlernen dürfen.

Barrierefreiheit auf Schalke ist das Ziel seiner Arbeit



Als Vorsitzender des Schalker Ehrenrats kümmert sich Dohm bis heute um die Belange der Benachteiligten in Gesellschaft und Verein. Immer noch organisiert Dohm den Transport von Gehbehinderten, koordiniert den Einsatz von Blindenreportern und verteilt Karten für Menschen mit Handicap. Unermüdlich treibt er das Projekt Barrierefreiheit auf Schalke an. Die soziale Arbeit des S04 hat er geprägt wie nur wenige andere.

Hans-Joachim Dohm hat sich wie die Leidenschaft fürs Fotografieren eine kleine Portion seines kindlichen Konfirmanden-Glaubens durchs Theologiestudium und die Höhen und Tiefen des Lebens bewahrt: "Der liebe Gott wird s schon richten", meint er. Das mag eine schlichte und einfache Verknappung der biblischen Botschaft sein, doch womöglich passt Hans-Joachim Dohm auch gerade deshalb so gut zu Schalke 04.

Quelle: FC Schalke 04
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