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Bundesliga

18.10.2013 - 16:59 Uhr


Dreifach-Lasogga gegen Bosniens Held

Wer jubelt am Sonntag? VfB-Knipser Vedad Ibisevic (l.), der Bosnien zur WM schoss, oder Hamburgs lupenreiner Hattricker Pierre-Michel Lasogga

Für Hamburgs Trainer Bert van Marwijk ist das Spiel gegen den formstarken VfB das Heimdebüt

Auch VfB-Trainer Thomas Schneider ist noch ohne Bundesliga-Niederlage. Schneider hat mit den Schwaben die internationalen Plätze im Blick

München - Zwei Stürmer, zwei prägenden Erfolgserlebnisse: Pierre-Michel Lasogga hat sich mit einem lupenreinen Blitz-Hattrick in die Herzen der Hamburger Fans geschossen, sein Stuttgarter Gegenpart Vedad Ibisevic schoss Bosnien-Herzegowina während der Woche zur WM 2014 in Brasilien. Heute (ab 15 Uhr im Live-Ticker) gehen die beiden gegeneinander auf Torejagd.
"Wir sind stolz auf Vedo", sagte Stuttgarts Trainer Thomas Schneider: "Er hat große Glücksgefühle mitgebracht und ist top motiviert." Der VfB ist guten Mutes, seine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage am Sonntag beim HSV weiter auszubauen. "Ich bin sehr zuversichtlich", sagte Schneider, der als Nachfolger von Bruno Labbadia eine Bilanz von drei Siegen und zwei Unentschieden vorzuweisen hat. Unter Schneiders Regie haben sich die Schwaben an die internationalen Plätze herangekämpft.

Ulreich und Leitner fallen noch aus



"Wir wissen, dass Hamburg mit dem neuen Trainer hochmotiviert ist und wir müssen dagegenhalten", sagte Ibisevic. Noch zu früh kommt derweil ein Einsatz für Stammtorhüter Sven Ulreich (Handverletzung) und Moritz Leitner (Knieverletzung). Beide seien aber auf dem Weg der Besserung. Der lange verletzte Georg Niedermeier ist ebenso noch keine Option. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic erwartet einen "schwer auszurechnenden" HSV und hofft auf einen schwächeren Auftritt der Hanseaten als beim 5:0 in Nürnberg. Begeistert zeigte sich Bobic auch vom Hamburger Dreierpacker Lasogga, um den er im Winter bereits gebuhlt hatte: "Wir wissen, der Junge hat Herz. Aber er hat hoffentlich sein Pulver verschossen."

Der Kantersieg beim FCN war der erste Dreier unter Bert van Marwijk. "So ein 5:0 beim Club ist schön, darf aber nicht übermütig machen", warnte Club-Ikone Uwe Seeler (76), der aber auch die Arbeit des neuen Coaches in den höchsten Tönen lobte. "Ich habe keine Bedenken mehr, dass wir absteigen werden. Die Angst ist verschwunden", sagte Seeler. Den jüngsten Höhenflug mit zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen schreibt der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft vor allem dem niederländischen Übungsleiter zu. "Van Marwijk bringt Ruhe ins Team", sagte Seeler.

Heimpremiere für van Marwijk



Van Marwijk, der gegen Stuttgart, seine Heimpremiere feiert, sitzt seit dem 25. September auf der Hamburger Trainerbank und ist Nachfolger des entlassenen Thorsten Fink. Die Hälfte der bisherigen acht Zähler holte der Bundesliga-Dino in den beiden Spielen unter ihm. Sorgen bereitet van Marwijk bis auf die Langzeitverletzten einzig Marcell Jansen, der nach der Rückkehr von der Nationalelf dosierter trainierte. "Er ist etwas verspannt", sagte der Coach. Gojko Kacar musste am Mittwoch wegen Rückenbeschwerden mit dem Training aussetzen.

Nicht nur Jansen, der für die DFB-Elf zweimal 90 Minuten ran durfte, sondern auch Rafael van der Vaart hat bei der "Elftal" erneut Selbstvertrauen getankt, zudem wurde er beim Sieg in der Türkei geschont. "Ich habe nun mehr Kraft für Stuttgart", sagt der Kapitän, der seinem Coach zur Heimpremiere unbedingt einen Sieg schenken will. "Wir wollen nachlegen. Allerdings habe ich persönlich noch nicht so häufig gegen Stuttgart gewonnen. Jetzt wäre mal der richtige Zeitpunkt dafür."


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