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04.05.2014 - 11:26 Uhr


Die Blockaden sind gelöst

Völlig losgelöst von den Problemen der Vergangenheit: Gonzalo Castro (r.) bejubelt mit Eren Derdiyok seinen Treffer zum 1:0 für Leverkusen

Seit Sascha Lewandowski den zuletzt glücklosen Sami Hyypiä abgelöst hat, läuft es wieder bei der Werkself

"Wir wollen die Saison mit einem Sieg beenden", sagt Emre Can - und somit mindestens als Vierter abschließen

Frankfurt/Main - Nervenstark und souverän präsentierte sich Bayer Leverkusen beim 2:0-Sieg in Frankfurt. Die große Bedeutung des Sieges wird deutlich, wenn man auf die Ergebnisse der Konkurrenz blickt: Schalke, Wolfsburg und Gladbach haben ebenfalls gewonnen. Und so will Bayer auch das letzte Saisonspiel konzentriert angehen, um das große Ziel Champions-League-Qualifikation zu erreichen.

Dafür scheint Bayer gerüstet zu sein. Spieler und Verantwortliche präsentierten sich jedenfalls sehr selbstbewusst nach dem sicheren Sieg gegen Eintracht Frankfurt. "Unsere Mannschaft hat heute eine starke Leistung gezeigt. Sie kann mit dem Druck umgehen und auch wichtige Spiele erfolgreich gestalten", erklärte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, um gleich noch mahnende Worte anzufügen, "das müssen wir aber auch nächste Woche zeigen, denn noch sind wir nicht durch."

Die Warnung von Völler hat ihren Grund, denn anders als im Abstiegskampf zeigt im Rennen um die Champions-League-Plätze kein Club eine Schwäche. So fasste Emre Can, Torschütze des 2:0, die Lage von Leverkusen passend zusammen: "Unsere Ausgangssituation hat sich nach diesem Spieltag nicht verändert. Wir wollen den vierten Platz unbedingt halten, dafür müssen wir auch das nächste Spiel gewinnen."

Völler: "Wir treten wieder mit Selbstsicherheit auf"

Can, der in Frankfurt geboren ist und in der Jugend für die Eintracht spielte, ist ein Beispiel für die wiedergewonnene Stärke der Werkself. "Nach einer schwierigen Phase in der Rückrunde haben wir uns wieder gefunden", erklärte Can, "auch ich bin wieder selbstbewusster und will immer ein Tor machen. Das funktioniert wieder besser."

Sportdirektor Völler bestätigte die Veränderung in der Mannschaft: "Es haben sich einige Blockaden gelöst, so dass die Mannschaft wieder mit Selbstsicherheit auftritt." Der Schütze des ersten Leverkusener Tores, Gonzalo Castro, formulierte das noch etwas klarer: "Manchmal braucht man als Einzelner und als Mannschaft einen Arschtritt. Den hat uns der Trainer gegeben."

Lewandowski ist "sehr zufrieden"

Der von allen Seiten gelobte Trainer Sascha Lewandowski war ebenfalls sehr zufrieden und stolz auf sein Team: "Ein Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben diese Drucksituation hervorragend gelöst. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Der Ball ist schnell gelaufen und wir hatten eine hohe Spielkontrolle. Nach der Pause hätten wir die Räume noch besser nutzen können, aber wir haben auch in dieser Phase nur wenig zugelassen."

Der Trainerwechsel von Sami Hyypiä zu Sascha Lewandowski zahlt sich jedenfalls von Woche zu Woche mehr aus. Von den vier Spielen unter Lewandowskis Leitung hat Bayer noch keines verloren und drei gewonnen. Der Negativtrend unter Hyypiä konnte damit gerade noch rechtzeitig gestoppt werden.

Can: "Wollen die Saison mit einem Sieg beenden"

Für die finale Aufgabe am nächsten Samstag gegen Werder Bremen haben sich die Leverkusener ebenfalls solch einen konzentrierten Auftritt vorgenommen. Emre Can erklärte selbstsicher: "Wir wollen diese Saison mit einem Sieg beenden und unseren Fans einen guten Abschluss bieten."

Mit weiteren drei Punkten würde sich Leverkusen den 4. Platz und damit die Qualifikationsspiele zur Champions League sichern. Bei einem gleichzeitigen Scheitern der Schalker gegen Nürnberg wäre sogar noch Platz 3 und damit die direkte Qualifikation für die Königsklasse möglich.

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius

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