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03.12.2013 - 18:25 Uhr


DFL ruft neues Fanprojekt "PFiFF" ins Leben: Neuer Mosaikstein in der Fanarbeit

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig

Frankfurt am Main - Die Diskussionen um Sicherheit in den Fußballstadien vom Dezember 2012 haben zu intensiven und sachorientierten Diskussionen um Fanarbeit und Fankultur geführt, an denen sich die DFL aktiv beteiligt. Aus diesen heraus wurden Entscheidungen getroffen. Dazu gehört, dass die DFL Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-Bund DFB mittlerweile weit über zehn Millionen Euro in die Fanarbeit investieren. Zudem wurden Maßnahmen getroffen mit dem Ziel, den Dialog zwischen allen Beteiligten Gruppen zu fördern also Fans, Clubs, Verbände, Polizei.

Vor rund einem Jahr machten Fußballfans mit ihrem "zwölf Minuten und zwölf Sekunden" langen Schweigen deutlich, dass sie sich Veränderungen bei Sicherheits-Konzepten und mehr Dialog mit Clubs und staatlichen Stellen wie der Polizei wünschten.

Ein Jahr nach dem 12.12. 2012 kommt nun ein zusätzlicher Mosaikstein für die Fanarbeit hinzu. Allein der Titel klingt spannend und schließt Gruppen und Projekte mit ein, die sich im Umfeld des Fußballs bisher vielleicht nicht angesprochen fühlten. "Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur", heißt er - kurz "PFiFF" genannt. Das neue Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Rund eine halbe Million Euro werden ab Januar 2014 jährlich vom Ligaverband dafür eingesetzt.

Impuls für neue Wege in der Fanarbeit

Die DFL will damit vor allem Projekte fördern, die zu Prävention und Sicherheit rund um Fußball beitragen. Zum Beispiel Dialog-Foren zwischen Fans, Polizei und Klubs. Eine positive Fankultur und die Selbstregulierung der Fanszenen sollen unterstützt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Verhältnis Fans und Polizei.

Alle, Fans, Vereine und Verbände wünschten sich dazu ein friedliches Miteinander in den Stadien wie es DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ausdrückte. "Mit diesem Förderprogramm erhoffen wir uns einen Impuls für neue Wege in der Fanarbeit. Insbesondere die Erweiterung gesellschaftliche Aspekte steht dabei im Vordergrund, denn Fankultur in Deutschland findet längst auch jenseits von Spieltagen statt", sagte Andreas Rettig. "Wir bemühen uns um eine intensive und ernsthafte Diskussion."

DFL-Spielbetrieb nimmt Bewerbungen entgegen

Wissenschaftlich begleitet wird "PFiFF" vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Potsdam sowie dem Aussteigerprogramm "EXIT", das Aussteiger aus der rechtsextremen Szene unterstützt.

Mit maximal 50.000 Euro können einzelne "PFiFF"-Projekte pro Saison gefördert werden. Projektmacher können sich beim DFL-Spielbetrieb bewerben (Ressort Fanangelegenheiten) und sich dort auch Tipps oder Expertisen einholen. Zielgruppen sind vor allem Fanprojekte, unabhängige Fanorganisationen, Vereine und andere Projekte mit einem thematischen Bezug. Die DFL erhofft sich dazu pädagogische Impulse durch Mitmach- und Nachahmer-Projekte in Vereinen, Schulen und Ausbildungsstätten.

Förderprogramm für Fankultur: PFiFF startet ab Januar 2014

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