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Bundesliga

15.01.2014 - 11:00 Uhr


DFB und LIGA erweitern Kooperation mit VDV

Für DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ist der Ausbau der Zusammenarbeit eine "logische Konsequenz"

Frankfurt - DFB, Ligaverband und DFL arbeiten zukünftig in vielen Bereichen noch enger mit der Spielergewerkschaft VDV zusammen. Die vier Parteien haben jetzt eine Ausweitung der seit Frühjahr 2006 formal bestehenden Kooperation vereinbart.

Insbesondere soll der fußballpolitische Dialog noch weiter gestärkt werden, um bei strittigen Fragen einen möglichst fairen Interessenausgleich zu erzielen und gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Dieser Interessenausgleich bildet in den Profiligen das Fundament für einen reibungslosen Spielbetrieb und eine erfolgreiche Vermarktung. In der Praxis ist dieser konstruktive Dialog zuletzt unter anderem durch Treffen der DFL-Geschäftsführung mit dem VDV-Lizenzspielerrat sowie durch Besuche der DFB- und LIGA-Spitzen beim durch die LIGA unterstützten VDV-Trainingscamp für vereinslose Profis gestärkt worden. Inhaltlich geht es bei dem Dialog beispielsweise um die Verbesserung der Transferregelungen für vereinslose Profis und Insolvenzopfer, die Ausweitung des Gesundheitsschutzes für die Spieler, die Optimierung der Gehaltssicherungsinstrumente sowie die Sicherstellung der Wettbewerbsintegrität.

"Wir begrüßen die noch engere Kooperation mit der VDV ausdrücklich. Die Liga hat mit der Spielergewerkschaft über Jahre sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Insofern ist ein Ausbau der Maßnahmen nicht nur der richtige Schritt, sondern auch die logische Konsequenz", sagt DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

DFB-Direktor Ulf Schott: "Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der VDV bleibt ein wichtiger Baustein in unserer Philosophie der Einheit zwischen Amateur- und Profifußball. Mit dem Ausbau bestehender Segmente wie der Betreuung unserer Junioren-Nationalspieler in den Leistungszentren oder der Initiative MENTAL GESTÄRKT füllen wir diese Kooperation weiter mit Leben.“

"Gemeinsame Initiativen Schritt für Schritt weiter ausbauen“

VDV-Präsident Florian Gothe freut sich ebenfalls über die Ausweitung der Kooperation: "Der Fußball kann nur durch ein faires Miteinander zwischen Verbänden, Klubs und Spielern erfolgreich weiterentwickelt und seiner sozialen Verantwortung gerecht werden. Von daher ist es unabdingbar, sowohl den Interessenausgleich als auch die vielfältigen gemeinsamen Initiativen Schritt für Schritt weiter auszubauen."

Ausdrücklich von allen Seiten begrüßt wird auch, dass die VDV weiterhin ein Vorschlagsrecht für die Wahl ehrenamtlicher Richter des DFB-Bundesgerichts und des DFB-Sportgerichts sowie des "Ständigen Schiedsgerichts für Lizenzspieler“ behält. Mit insgesamt fünf Beisitzern in diesen Gremien trägt die VDV als Stimme der Profis bereits seit vielen Jahren zu einer ausgewogenen Rechtsprechung - insbesondere bei Verfahren gegen Berufsfußballspieler - bei. 

Ausgeweitet wird zudem die Zusammenarbeit bei vielfältigen Initiativen: So werden beispielsweise mit Unterstützung der nationalen Verbände insbesondere Talente und deren Eltern in den Juniorennationalmannschaften und in den Nachwuchsleistungszentren der Klubs durch die VDV-Schulungsreihe FIT FOR JOB mit Tipps und Warnhinweisen zu Themen wie Bildung, Laufbahncoaching, Vorsorge, Absicherung, Arbeitsrecht, Umgang mit Spielervermittlern und Gesundheit frühzeitig auf den Sprung in die Profilaufbahn sowie in die nachfußballerische Karriere vorbereitet.

Auf Wachstumskurs befindet sich ebenfalls die gemeinsame sportpsychologische Netzwerkinitiative MENTAL GESTÄRKT. Diese wird von der Robert-Enke-Stiftung - mit maßgeblicher Beteiligung von DFB und LIGA -, der VDV, der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und der Deutschen Sporthochschule Köln getragen. Neben einer vertraulichen Beratungshotline für Spitzensportler bietet MENTAL GESTÄRKT insbesondere auch sportpsychologische Schulungen für Spieler und Trainer an. Gerade hier sollen ab 2014 verstärkt Workshops für Talente bei den Klubs durchgeführt werden. Ebenso ist geplant, die sportpsychologische Betreuung im Nachwuchsspitzenbereich auszubauen.

Noch enger zusammen rücken DFB, LIGA und VDV darüber hinaus bei der Sicherstellung der Wettbewerbsintegrität sowie bei der gemeinsamen Anti-Doping-Informationsarbeit. Hier treten beispielsweise die VDV-Teambetreuer im Rahmen der Kampagne GEMEINSAM GEGEN SPIELMANIPULATION bei ihren Mannschaftsbesuchen vor Ort als wertvolle Informationsvermittler auf.

Beträchtlich ausgeweitet wurden ebenfalls schon zuletzt die Leistungen des bereits seit 1999 bestehenden DFB-VDV-Versorgungswerks. Darüber haben Profifußballer und andere Angestellte von Klubs und Fußballverbänden die Möglichkeit, sich eine steuerbegünstigte betriebliche Altersversorgung aufzubauen sowie berufsspezifische Risiken wie krankheitsbedingte Spielunfähigkeit abzusichern.

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