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11.04.2014 - 10:00 Uhr


Der spannendste Abstiegskampf aller Zeiten

Zittern am Neckar: Huub Stevens (l.) und Fredi Bobic bangen mit dem VfB um den Klassenverbleib (©Imago)

Didier Ya Konan (l.) und seine Hannoveraner trennen nur vier Punkte vom letzten Tabellenplatz

Braunschweig um Karim Bellarabi schöpfte zuletzt durch den Derbysieg gegen Hannover neuen Mut

München - Die Bundesliga erlebt den spannendsten Abstiegskampf aller Zeiten. Nie zuvor seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 lag das untere Tabellendrittel nach 29 Spieltagen so eng zusammen wie derzeit (zur Tabelle). "Der Abstiegskampf ist der Wahnsinn pur!", findet Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic - und spricht damit Profis, Fans und Verantwortlichen aus dem Herzen. 

Nur vier Punkte trennen den 13. aus Hannover (29 Punkte) von Schlusslicht Braunschweig mit 25 Zählern. bundesliga.de analysiert, wie sich diese brisante Konstellation entwickelt hat, wie viele Punkte zum Klassenerhalt reichen und wer aus historischer Sicht hoffen darf.

Das Mittelfeld schwächelt

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Hannover ist der schwächste 13. nach 29 Spieltagen, den es jemals gab im Drei-Punkte-Zeitalter. 96 ist erst die zweite Mannschaft der Historie, die mit 16 Niederlagen nach 29 Spieltagen keinen der letzten fünf Plätze belegt. Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner weiß: "Es ist wichtig, dass wir in der ganzen Unruhe Ruhe bewahren." Indes hat Braunschweig für ein Tabellenschlusslicht nach 29 Spieltagen relativ viele Punkte (25). In den letzten 18 Jahren gab es nur drei Tabellenletzte, die zum vergleichbaren Zeitpunkt mehr Punkte auf dem Konto hatten. Braunschweigs Mirko Boland prophezeit der Konkurrenz schon jetzt: "Es wird noch ganz eng im Abstiegskampf ..."

 

Die Kellerkinder legen zu

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Nach der Hinrunde belegten Frankfurt, Freiburg, Nürnberg und Braunschweig die letzten vier Plätze. Alle haben 2014 schon mehr Punkte geholt als in der Hinrunde: Frankfurt 20 statt 15, Freiburg 15 statt 14, Nürnberg 15 statt 11 und Braunschweig 14 statt 11 (die Rückrundentabelle). Die Entwicklung überrascht nicht: Frankfurt und Freiburg haben in der Hinrunde wegen der Belastung durch die Europa League unter Wert gespielt. Nürnberg steht traditionell für Steigerungen in der Rückrunde, zudem fiel eine Verbesserung nach der ersten Hinrunde der Geschichte ohne Sieg nicht schwer. Und Braunschweig ist mit fast identischem Kader in den letzten Jahren aus der 3. Liga in die Bundesliga aufgestiegen. Da ist ein längerer Anpassungsprozess normal.

Die Legende von den magischen 40 Punkten

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Kein Team kann am 30. Spieltag absteigen. Augsburg und alle Teams davor sind bereits gerettet. Der HSV und Stuttgart können mit Augsburg nur dann gleichziehen, wenn sie alle Spiele gewinnen. Beide treffen aber noch auf Hannover. 96 käme bei Niederlagen gegen den HSV und Stuttgart dann aber maximal auf 38 Punkte. Die 37 Punkte von Hertha und Hoffenheim reichen derzeit auf keinen Fall zum Klassenerhalt. Die Teams auf den Plätzen elf bis 16 können alle trotz einiger direkter Duelle gleichzeitig auf 39 oder mehr Punkte kommen. In den letzten Jahren waren meist weniger als 40 Punkte für den direkten Klassenerhalt - sprich Platz 15 - nötig als früher. Gladbach schaffte es in der Saison 2008/09 mit 31 Zählern. Damit ist die Borussia der Nichtabsteiger mit den wenigsten Punkten im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel (simulieren Sie die letzten Spieltage im Tabellenrechner!).

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