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Bundesliga

07.05.2014 - 19:54 Uhr


Kampf um die Königsklasse

Die Trainer Jens Keller (Schalke), Sascha Lewandowski (Leverkusen), Dieter Hecking (Wolfsburg), Lucien Favre (Gladbach, v.l.n.r.) hoffen auf die Champions League

München - Im Kampf um die europäischen Fleischtöpfe geht es am Samstag ans Eingemachte. Nachdem bereits seit einigen Wochen klar ist, dass der FC Bayern München und Borussia Dortmund auch in der kommenden Saison in der Champions League dabei sind, streiten noch vier Mannschaften am letzten Bundesliga-Spieltag um die Königsklasse.

Die besten Karten hat der derzeitige Tabellendritte FC Schalke 04 (61 Punkte), der im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg nur ein Unentschieden braucht, um sich erneut zu qualifizieren (Tabelle). Bayer Leverkusen (58) kann die Knappen nur bei einem Sieg gegen Bremen und gleichzeitiger S04-Niederlage noch abfangen. Die Werkself muss jedoch auch noch in den "Rückspiegel" schauen, denn dort lauern Wolfsburg und Mönchengladbach auf einen Patzer der Lewandowski-Elf.

Die Konstellation um Platz 4 sieht so aus: Gewinnt Leverkusen, ist die Bayer-Elf mindestens Vierter - und die beiden Verfolger Wolfsburg und Gladbach ziehen in die Europa League ein. Bei einem Bayer-Remis würden die Wölfe an Leverkusen vorbeiziehen, wenn sie gegen Gladbach gewinnen. Die Borussia hätte nur dann noch eine Chance auf Platz 4, wenn Bayer verliert und Gladbach gewinnt (Tabellenrechner). bundesliga.de beleuchtet den Kampf um die Königsklasse und die jeweiligen Vorteile der vier Clubs.

Schalke 04

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Schalkes kommender Gegner ist alles andere als formstark, Nürnberg hat die letzten sechs Partien alle verloren. Zudem sind die Knappen zu Hause gegen Nürnberg seit über 20 Jahren ungeschlagen: Die letzte Heimniederlage gegen den Club gab es im September 1993 (1:2). Von den letzten acht Bundesliga-Heimspielen gegen den FCN gewann Schalke sieben, einmal gab es ein Remis.

Zudem ist Schalke äußerst heimstark: Elf der 16 Heimspiele wurden gewonnen. Kein Team kassierte zu Hause weniger Gegentore als Schalke (15). Seit Ralf Fährmann Stammkeeper ist, kassierte Schalke in den letzten 20 Spielen nur 16 Gegentore - kein Team in diesem Zeitraum weniger. Zwar fehlt der gesperrte Klaas-Jan Huntelaar gegen den FCN, doch mit Jefferson Farfan kommt ein anderer Top-Spieler nach Verletzungspause zurück.

Bayer Leverkusen

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Leverkusen hat seit der Rückkehr von Sascha Lewandowski in die Erfolgsspur zurückgefunden und aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt (drei Siege, ein Remis). Am letzten Spieltag kommt mit Werder Bremen einen Gegner, für den es "nur" noch um die Endplatzierung geht. Von 22 Heimspielen unter Sascha Lewandowski verlor Leverkusen nur zwei - und das in der Saison 2012/13 gegen die Topteams aus München und Dortmund (alle Bayer-Ergebnisse).

Bayer hätte einen Platz in der Königsklasse bzw. in der Qualifikation dazu mehr als verdient, stand die Mannschaft doch an 32 von 33 Spieltagen auf einem der ersten vier Plätze. Leverkusen hat gegen Bremen die letzten beiden Heimspiele jeweils 1:0 gewonnen und ist insgesamt zu Hause seit fünf Partien gegen Werder ungeschlagen.

VfL Wolfsburg

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Nach dem 2:1-Sieg in Stuttgart steht bereits einen Spieltag vor Saisonende fest, dass Wolfsburg die zweitbeste Saison seiner Bundesliga-Geschichte gespielt hat - die aktuell 57 Punkte überbot der VfL nur in der Meistersaison 2008/09 (69). Der VfL hat sich zu Hause deutlich gesteigert: In der Vorsaison gewannen die Wolfsburger lediglich drei Heimspiele, jetzt könnte man gegen Gladbach den elften Heimsieg der Spielzeit einfahren.

Die Wölfe haben in den letzten 25 Spielen immer getroffen - aktuell die längste Serie der Liga. Für die Wolfsburger ist das laufender Vereinsrekord. Ivica Olic traf in sechs der letzten acht Spiele (je ein Mal) und stellte mit insgesamt 14 Treffern seinen persönlichen Saisonrekord in der Bundesliga ein. Wolfsburg gewann sechs Mal nach einem 0:1-Rückstand - Ligaspitze. Der VfL stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf, so viele Dreher gelangen zuvor nie in einer Saison.

Borussia Mönchengladbach

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Die Fohlen haben zwar die schlechteste Ausgangslage des Quartetts, doch ganz chancenlos sind sie nicht. Auch im Auswärtsspiel in Wolfsburg, bei dem sie mit einem Sieg auf jeden Fall Platz 5 sichern würden, können sie sich wohl auf ihre geringere Fehlpassquote (17 Prozent) und den hohen Ballbesitz (54 Prozent) verlassen. In beiden Kategorien sind nur die Bayern stärker. Zudem beging Gladbach die wenigsten Fouls (342).

Die Borussia hat ein überragendes Offensivquartett: In der laufenden Saison war an 53 der 58 Borussen-Treffer zumindest einer aus dem "magischen Viereck" Max Kruse, Raffael, Patrick Herrmann und Juan Arango direkt beteiligt. Christoph Kramer wurde in seiner ersten Bundesliga-Saison gleich zur festen Größe bei den Borussen (32 Einsätze, 29 Mal Startelf), dabei bestach er vor allem durch seine Laufstärke (im Schnitt 13,1 Kilometer pro Spiel sind Ligaspitze).

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