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19.02.2014 - 09:00 Uhr


Der große Abstiegscheck: VfB Stuttgart

Totalabsturz in der Rückrunde: Die Stuttgarter um Trainer Thomas Schneider (4.v.l.) haben im Jahr 2014 noch keinen Punkt geholt

München - Vier Spiele, vier Niederlagen. Schlimmer hätte die Rückrunde für den VfB Stuttgart gar nicht starten können. Der Absturz kam schon etwas überraschend, befanden sich die Schwaben vor der Winterpause noch im sicheren Mittelfeld. "Uns fehlt die Leichtigkeit", stellt Coach Thomas Schneider fest. Nun rangiert der VfB auf Platz 15. Sportlich ist die Mannschaft eigentlich gut aufgestellt - und deutete ihre Qualität mehrfach an.

Wie etwa gegen die Bayern. Daheim hatte man den Ligaprimus im Nachholspiel am Rande einer Niederlage. Kurz vor Schluss gaben die Schwaben die Partie noch aus der Hand. Die bittere Niederlage hat sie mental völlig aus der Bahn geworfen. Es folgte die nächste unglückliche Pleite bei Bayer Leverkusen und zwei 1:4-Klatschen gegen Augsburg und Hoffenheim. Coach Thomas Schneider weiß, worauf es nun ankommt: "Abstiegskampf hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit Willen."

Die Nerven liegen allmählich blank. Sinnbildlich leistete sich Vedad Ibisevic gegen den FCA eine Tätlichkeit und erwies der Mannschaft einen Bärendienst. "Die gesamte Situation, in der wir sind, hat ein bisschen weh getan. Die Aktion war nicht clever von mir." Solche Aussetzer kann sich der VfB in Zukunft nicht mehr leisten.

Das macht Hoffnung

  • Frei vor dem Tor agiert Stuttgart wie ein Topteam: Nur Schalke 04 nutzte seine Großchancen besser (67 Prozent) als Stuttgart (60 Prozent).

  • Der VfB erzielte zwölf Tore nach Standardsituation - nur zwei Teams sind besser.

  • Blitzstarter: Die Schwaben trafen zehnmal in der Anfangsviertelstunde - Spitzenwert in der Bundesliga.

  • Neunmal köpfte ein VfB-Profi die Kugel in die Maschen. Einzig die Bayern schafften mehr.

 Das bereitet Sorgen 

  • Stuttgart verlor viermal nach einer Führung und gab insgesamt siebenmal Punkte nach Vorsprüngen ab, beides ist Ligahöchstwert.

  • Der VfB kassierte in den letzten neun Spielen immer mindestens zwei Gegentore und bekommt die Defensive einfach nicht dicht.

  • Vedad Ibisevic fehlt noch viermal gesperrt, unter anderem in den wichtigen Kellerduellen in Frankfurt, gegen Braunschweig und in Bremen.

  • Stuttgart kassierte sieben Gegentore durch Einwechselspieler.

  • Schweres Restprogramm: An den letzten fünf Spieltagen geht es für den VfB unter anderem gegen Topteams wie Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg oder Schalke 04. 

Ausblick

Ein Erfolgserlebnis muss her. Panisch ist man im "Ländle" aber (noch) nicht. "Wir dürfen die Ruhe nicht verlieren", sagt Fredi Bobic. Der VfB-Sportvorstand steht weiterhin hinter Coach Schneider. In der kommenden Partie daheim gegen Hertha BSC ist ein Dreier jedoch Pflicht. Setzt es erneut eine Nullnummer, dürfte es im Schwabenland unruhig werden.

 

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