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02.03.2014 - 16:23 Uhr


Das wahre Gesicht

Borussia Dortmund hat nach der 0:3-Niederlage in Hamburg erfolgreich Wiedergutmachung betrieben. Gegen den "Club" gewannen die Schwarz-Gelben mit 3:0

"Nach Hamburg haben wir unser wahres, unser richtiges Gesicht schon in St. Petersburg gezeigt. Aber es war fast noch wichtiger, daran jetzt auch in der Bundesliga wieder anzuknüpfen", sagte Offensivspieler Henrikh Mkhitaryan

Durch den Dreier gegen die Franken ist der BVB auf Platz 2 vorgerückt - am nächsten Spieltag muss die Elf von Jürgen Klopp beim SC Freiburg ran

Dortmund - Der Ausrutscher beim HSV ist ausgemerzt, der BVB liegt in der Bundesliga nach dem 3:0-Sieg über Nürnberg wieder auf Kurs. Nach der Rückkehr auf den 2. Platz mahnt Roman Weidenfeller nun aber Konstanz an: "Es darf uns jetzt nicht mehr passieren, dass wir innerhalb von drei Tagen so einen Qualitätsverlust in unserem Spiel haben wie in Hamburg."

Mit dem 4:2-Erfolg bei Zenit St. Petersburg (Spielbericht) hatte der BVB in der Champions League zwar schon in der Woche ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Jürgen Klopp konnte seinem Team danach sogar eine Leistung "nahe am Optimum" bescheinigen. Doch die eigentliche Prüfung war der Auftritt gegen Nürnberg, hatte vor dem Spiel auch der Trainer angemahnt. Denn einen derart leidenschaftslosen und schwachen Liga-Auftritt wie am Wochenende zuvor bei der Niederlage in Hamburg wollte auch der Trainer nicht noch einmal erleben.

Powerfußball gegen Nürnberg

Die Spieler wohl auch nicht - sie ließen beim 3:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg gar nichts anbrennen, hatten die "Club"-Offensive jederzeit im Griff und sorgten mit satten 28 Torschüssen selbst für besten Powerfußball. Das HSV-Spiel war dabei in den Köpfen durchaus präsent, gestand auch Torschütze Henrikh Mkhitaryan nach der Partie ein: "Nach Hamburg haben wir unser wahres, unser richtiges Gesicht schon in St. Petersburg gezeigt. Aber es war fast noch wichtiger, daran jetzt auch in der Bundesliga wieder anzuknüpfen."

Dass dies mit Nachdruck gelang, stellte wiederum den Trainer zufrieden. "In Hamburg haben wir uns in eine Drucksituation gebracht. Gegen Nürnberg hat man gesehen, dass es die Mannschaft wieder gutmachen wollte", lobte Jürgen Klopp. Und das sogar mit einem kleinen Handicap. Denn nachdem es trotz guter Möglichkeiten mit einem frühen Treffer nicht geklappt hatte, musste der BVB auch nach der Pause Vollgas geben, um dem "Club" die Grenzen aufzuzeigen. "Weniger Aufwand hätte zu großen Problemen geführt. Wir mussten das Tempo hoch halten, was nach dem Spiel in Petersburg am Dienstag nicht einfach war", analysierte Klopp.

Sprung auf Platz 2 geglückt

Drei Treffer nach der Pause, darunter schon das 17. Tor nach einer Standardsituation, waren der verdiente Lohn. Und dank des erneuten Patzers von Leverkusen ist der Borussia auch der Sprung zurück auf Platz 2 in der Tabelle geglückt. "Da wollten wir hin", stellte Torschütze Robert Lewandowski kurz und knapp fest - "eigentlich schon am letzten Wochenende mit einem Sieg in Hamburg", wie Marcel Schmelzer ergänzte.

Für Jonas Hofmann, der sich nach seiner Einwechslung gleich einen Assist verdiente, war der Erfolg über Nürnberg auch unter diesem Aspekt ein echtes Ausrufezeichen: "Nach der Pleite in Hamburg hatten wir etwas gutzumachen. Darauf können wir jetzt gut aufbauen."

Weidenfeller fordert Konstanz

Genau das erwarten nun Trainer und Anhänger von der Mannschaft. Und genau das mahnen auch die Spieler selbst an. Roman Weidenfeller, der als 18. Torhüter der Liga-Geschichte zum 100. Mal in seiner Bundesliga-Karriere ohne Gegentor blieb, richtete den Blick mit Nachdruck auf die nächsten Wochen. "Ich bin froh, dass wir uns jetzt den 2. Platz wieder gesichert haben. Aber wir müssen uns jetzt in jedem Spiel komplett fokussieren und konzentrieren, damit wir Konstanz hineinbekommen - und zwar über mehrere Spieltage ohne Ausrutscher."

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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