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09.09.2013 - 12:41 Uhr


Check: Stärken und Schwächen - Teil 2

"Wir können nicht langweilig", sagt Hoffenheim-Trainer Markus Gisdol, der mit dem Saisonstart trotz vieler Gegentore zufrieden ist

Die beiden Neuzugänge Kevin-Prince Boateng (l.) und Dennis Aogo sollen auf Schalke weiterhin für Schwung sorgen

Thomas Schneider feierte nach dem Europa-League-Aus in der Bundesliga einen 6:2-Sieg gegen Hoffenheim

Eintracht Braunschweig wartet noch auf den ersten Zähler. Am kommenden Sonntag gastiert Tabellennachbar Nürnberg beim Aufsteiger

München - Einen Monat ist die neue Saison alt, und bereits jetzt lassen sich erste Trends erkennen. Überraschend grüßen nicht Pep Guardiolas Rekord-Bayern von der Spitze, sondern Jürgen Klopps Dortmunder. Mit Mainz und Hertha mischen außerdem zwei Überraschungsteams oben mit, während Clubs wie Schalke und der HSV nur knapp über dem Strich rangieren.
bundesliga.de analysiert, was im ersten Monat gut war und wo Verbesserungsbedarf besteht. In Teil 2 die Clubs auf den Plätzen 10 bis 18:
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FC Augsburg

Null Punkte, null Tore - an den ersten beiden Spieltagen fand das Team von Markus Weinzierl noch nicht richtig in Tritt. Aber mit Siegen aus den vergangenen zwei Spielen feierte der FCA schon jetzt doppelt so viele Dreier wie in der Hinrunde der Vorsaison und kletterte auf Platz 10.

Positiv: Der FCA überzeugte durch Flügelspiel, schlug mit 79 Hereingaben die meisten Flanken und ließ nach Bayern (33) die wenigsten Torschüsse (34) zu.
Negativ: Die Augsburger hatten mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen und mussten 125 Minuten auf das erste Saisontor durch Halil Altintop warten.

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1899 Hoffenheim

"Wir können Spektakel. Wir können nicht langweilig", sagte 1899-Trainer Markus Gisdol vor dem vergangenen Spiel beim VfB Stuttgart. Spektakulär war es in der Tat, allerdings dürfte die 2:6-Niederlage nicht im Sinne des Hoffenheimer Coaches gewesen sein. "Nichtsdestotrotz ist uns der Start in die neue Saison gelungen", sagte Gisdol hinterher, der sich vor allem auf seine Offensive um Kevin Volland verlassen kann.

Positiv: Hoffenheim erzielte ligaweit die meisten Tore aus dem laufenden Spiel (zehn).
Negativ: Doch in der Defensive präsentierte sich 1899 anfällig, kein Team ließ mehr Gegentore nach Steilpässen zu (drei), insgesamt zwölf Gegentreffer sind Höchstwert in der Liga.

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Hamburger SV

Im vierten Anlauf gelang den Rothosen der ersehnte erste Dreier der laufenden Saison. Das 4:0 gegen Eintracht Braunschweig war gleichzeitig der höchste Sieg unter Trainer Thorsten Fink. "Wir sind realistisch genug, den Erfolg einzuordnen und nicht überzubewerten", sagte der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow. "Wir wissen, dass weiter harte Arbeit vor uns liegt." Mit Tabellenführer Dortmund wartet nach der Länderspielpause in der Tat ein dicker Brocken auf den HSV.

Positiv: Die Standardspezialisten aus Hamburg kamen ligaweit am häufigsten nach ruhenden Bällen zum Torschuss (26 Mal).
Negativ: Im Pressing noch Luft nach oben: Der HSV hat noch keinen gegnerischen Ballverlust zum Torerfolg genutzt.

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FC Schalke 04

Wie der HSV fand auch Schalke zunächst schwer in die Saison. Dem spektakulären 3:3 im direkten Aufeinandertreffen folgten zwei Niederlagen. Mit einem 2:0 gegen die stark gestarteten Leverkusener gelang jüngst der Befreiungsschlag. Vor allem die Last-Minute-Neuzugänge Dennis Aogo und Kevin-Prince Boateng überzeugten. "Beide bringen eine enorme Erfahrung mit ins Team. Davon können wir alle profitieren", sagt Timo Hildebrand, der gegen Bayer seinen Kasten erstmals sauber hielt.

Positiv: Die Schalker Defensive überzeugte durch gute Staffelung und ist noch ohne Gegentor nach einem Steilpass.
Negativ: Laues Lüftchen im Sturm: Schalke ist die Mannschaft mit den wenigsten Torschüssen durch Stürmer, nur acht Mal zielten die Angreifer in Richtung Tor.

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VfB Stuttgart

In Stuttgart hat seit dem 26. August Thomas Schneider das Sagen an der Seitenlinie. Und der frühere B-Jugend-Trainer hauchte dem damaligen Tabellenvorletzten (null Punkte) neues Leben ein. Beim Liga-Debüt gegen Hoffenheim feierte der VfB ein 6:2-Schützenfest und entfachte trotz des Scheiterns in den Europa-League-Playoffs eine neue Aufbruchsstimmung im Schwabenland (Bericht).

Positiv: Die gegnerischen Spitzen sind abgemeldet, denn noch traf kein Stürmer gegen Stuttgart.
Negativ: Kein Tor aus der zweiten Reihe: Stuttgart wartet noch auf das erste Weitschusstor der Saison.

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Eintracht Frankfurt

Erst einen Sieg hat die Eintracht auf dem Konto - allerdings gastierten mit dem FC Bayern und Dortmund bereits zwei Liga-Schwergewichte in der heimischen Commerzbank-Arena. Bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den BVB wussten die Hessen, für die Neuzugang Vaclav Kadlec sein erstes Tor erzielte, durchaus zu überzeugen. Sorgen bereiten Trainer Armin Veh derzeit die Verletzungsprobleme, vor allem der Ausfall von Pirmin Schwegler (Innenbandriss) schmerzt.

Positiv: Die Eintracht ist noch ohne Gegentor nach einer Standardsituation.
Negativ: Frankfurt schaltet langsam um, kein Team gab weniger Kontertorschüsse ab (zwei).

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SC Freiburg

Der Sport-Club ist eines von drei Teams, das noch auf den ersten Dreier wartet. Das 1:1 gegen die Bayern vor der Länderspielpause fühlte sich für die Badener aber an wie ein Sieg. Schnelle Hilfe erhofft sich das Team von Vladimir Darida, der kurz vor Ablauf der Transferperiode als letzter Neuzugang präsentiert wurde. In der Offensive agierte der SC durchaus gut, Sebastian Freis und Co. trafen in jedem Spiel mindestens ein Mal - allerdings stand hinten auch nie die Null.

Positiv: Die Freiburger schlagen die erfolgreichsten Standards, kein Team erzielte mehr Tore nach ruhenden Bällen (drei).
Negativ: Kaum Zug zum Tor: Einzig die Mittelfeldspieler der Bremer schossen seltener aufs Tor (acht Mal), als die der Freiburger (elf Mal).

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1. FC Nürnberg

Mit zwei Punkten nach den ersten vier Spielen entspricht die Punktausbeute bei den Franken nicht den Wunschvorstellungen. Die Länderspielpause nutzte das Team von Michael Wiesinger, um bei einem 3:1-Testspielsieg gegen Rapid Wien Selbstvertrauen zu tanken. "Für uns war es wichtig zu gewinnen. Das steigert natürlich die Stimmung bei uns", sagte der "Club"-Coach. Nun soll im Kellerduell bei Aufsteiger Braunschweig der erste Dreier in der Liga gelingen.

Positiv: Nürnberg stellte die Gegner am häufigsten ins Abseits (14 Mal).
Negativ: Der "Club" offenbarte eklatante Abwehrlücken, ließ mit 57 Versuchen die meisten Torschüsse im eigenen Strafraum zu.

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Eintracht Braunschweig

Der Aufsteiger ist als einziger Bundesliga-Club noch ohne Punkt. Doch das soll sich möglichst am kommenden Spieltag gegen Tabellennachbar Nürnberg ändern. Trainer Torsten Lieberknecht möchte die Länderspielpause zur intensiven Analyse nutzen. "Danach werden wir Erkenntnisse darüber haben, wie es uns gelingen kann, zum Nürnberg-Spiel den Reset-Knopf zu drücken und neu zu starten", sagt Lieberknecht.

Positiv: Braunschweig führte bei Ballbesitz des Gegners die meisten Defensiv-Zweikämpfe.
Negativ: Der Aufsteiger leistete sich zu viele Abspielfehler, die Fehlpassquote von 31,4 Prozent ist die höchste der Liga.


Hier geht's zu Teil 1: Stärken und Schwächen der Teams auf den Plätzen 1 bis 9

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