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08.09.2013 - 21:18 Uhr


Check: Stärken und Schwächen - Teil 1

Der BVB mit dem starken Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang (l.) hat als einziges Team vier Siege auf dem Konto und liegt zwei Punkte vor den Bayern

Die Bayer-Offensive um Stefan Kießling, Sidney Sam und Heung Min Son (v.l.n.r.) präsentiert sich in Torlaune

Nicolai Müller ragt mit seinen fünf Treffern aus einer starken Mainzer Mannschaft noch heraus

Die Neuzugänge Max Kruse (l.) und Raffael beleben den Gladbacher Angriff, die Fohlen stehen mit sechs Punkten auf Platz 7 der Tabelle

Luiz Gustavo (l.) ist Wolfsburgs Top-Transfer, der Brasilianer soll für Stabilität im defensiven Mittelfeld sorgen

München - Einen Monat ist die neue Saison alt, und bereits jetzt lassen sich erste Trends erkennen. Überraschend grüßen nicht Pep Guardiolas Rekord-Bayern von der Spitze, sondern Jürgen Klopps Dortmunder. Mit Mainz und Hertha mischen außerdem zwei Überraschungsteams oben mit, während Clubs wie Schalke und der HSV nur knapp über dem Strich rangieren.
bundesliga.de analysiert, was im ersten Monat gut war und wo Verbesserungsbedarf besteht. In Teil 1 die Clubs auf den Plätzen 1 bis 9:
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Borussia Dortmund

Mühsam, aber durchweg erfolgreich hat Dortmund die ersten vier Spieltage hinter sich gebracht. "Jeder Punkt bedeutet harte Arbeit", weiß Jürgen Klopp. Die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang (r.) und Henrikh Mkhitaryan fügten sich gut ein. Gegen den HSV dürfte es aus BVB-Sicht aber wohl gerne glanzvoller laufen als zuletzt.

Positiv: Der BVB war das offensivfreudigste Team der Liga, gab mit 85 Versuchen die meisten Torschüsse ab.
Negativ: Es war deutlich mehr drin, nur Bayern ließ mehr Großchancen ungenutzt (9) als Dortmund (8).

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FC Bayern München

Die Bayern und Star-Coach Pep Guardiola stecken noch in der Findungsphase. Die Münchner treten nicht so dominant auf wie im Triple-Jahr. Die Umstellung auf ein System mit einem Sechser klappte nicht reibungslos. Ausgerechnet im Mittelfeld kommt Verletzungspech hinzu: Javi Martinez, Bastian Schweinsteiger, Thiago und Mario Götze sind angeschlagen. Trotz der Probleme steht mit dem UEFA-Supercup aber die erste Trophäe dieser Saison schon in der Vitrine.

Positiv: Guardiolas Team agiert äußerst passsicher, hat die geringste Fehlpassquote der Liga (12,1 Prozent).
Negativ: Es hapert beim Umschaltspiel (Analyse), der FCB ist noch ohne Kontertor. Auch ein Weitschusstor gelang noch nicht.

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Bayer Leverkusen

Leverkusen startete furios und offensiv in die Spielzeit, leistete sich zuletzt gegen Schalke aber einen untypischen Ausrutscher (Bericht). Das Bayer-Problem gegen die Knappen formulierte Lars Bender so: "Wenn du keine Torchancen hast, kannst du auch keine Tore machen." Obwohl seine Stürmer ordentlich knipsten, hat Trainer Sami Hyypiä in Eren Derdiyok kurz vor Ende der Wechselfrist eine weitere Offensiv-Alternative dazu bekommen.

Positiv: Bayers Stürmer sind die erfolgreichsten Angreifer der Liga, erzielten die meisten Tore (6) und gaben die meisten Torschüsse ab (35).
Negativ: Leverkusen ließ die Gegner am häufigsten zum Flanken kommen (75 Mal).

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Hannover 96

Hannover mischt wieder oben mit. Die neu formierte Innenverteidigung mit Marcelo und Salif Sane harmoniert schon ordentlich. Bislang kickten die 96er drei Mal zuhause, gewannen alle drei Spiele. Fallen Leistungsträger aus, springen andere in die Bresche. Wie beispielweise Edgar Prib, der gegen Mainz den Kreativpart des gesperrten Szabolcs Huszti übernahm. Wie viel der Top-Start wirklich Wert ist, muss 96 beim Auswärtsspiel in München zeigen.

Positiv: Hannover ist früh auf Temperatur: 96 traf fünf Mal in der ersten Spielhälfte - Ligaspitze!
Negativ: Slomkas Profis verübten 83 Fouls - ebenfalls Ligaspitze.

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1. FSV Mainz 05

Der FSV hat sich im oberen Drittel eingenistet. Mainz präsentierte sich an den ersten vier Spielen defensiv kompakt und vorne gefährlich und steht verdientermaßen so weit oben. Das Team setzt Thomas Tuchels Strategie konsequent um, auch wenn der Einsatz nicht immer belohnt wird wie zuletzt in Hannover. In der konterstarken Offensive überragt bislang Nicolai Müller, der schon fünf Tore erzielte.

Positiv: Nur die Defensive von Frankfurt ist zweikampfstärker (55 Prozent gewonnene Zweikämpfe) als die von Mainz (54,2 Prozent).
Negativ: Zu selten geht es über die Flügel, die Mainzer schlugen die wenigsten Flanken (35).

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Hertha BSC

Die Aufsteiger aus Berlin präsentieren sich im ersten Monat der Saison bundesligareif. Zwar setzte das Team von Trainer Jos Luhukay das Spektakel des 6:1-Starts gegen Frankfurt nicht fort, trotzdem hinterließ die Mannschaft insbesondere im Angriff einen starken Eindruck. Neun erzielte Tore überbieten nur Gladbach und Hoffenheim. Herthas Heimspiel gegen die erstarkten Stuttgarter verspricht offensiv interessant zu werden.

Positiv: Herthas Abwehrspieler sind offensiv die erfolgreichsten der Liga, sie waren als Schütze oder Vorbereiter an vier Toren direkt beteiligt.
Negativ: Hertha stellt die zweikampfschwächste Defensive der Liga, diese gewann nur schwache 46,2 Prozent der Duelle.

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Borussia Mönchengladbach

Dank der Neuzugänge Raffael und Max Kruse kann Trainer Lucien Favre offensiv endlich wieder den Fußball spielen lassen, der ihm vorschwebt, die Auftritte erinnern an die furiose Saison 2011/12 (Bericht). "Wir haben sicher mehr Klasse als im Vorjahr", findet Patrick Herrmann. Ein Manko bleibt: Defensiv sind die Leistungen zu unbestängig, die Gladbacher leisten sich noch zu viele individuelle Fehler.

Positiv: Gladbach ist schwer auszurechnen, hat die meisten unterschiedlichen Torschützen in seinen Reihen (sieben).
Negativ: Favres Team ist extrem konteranfällig. Gegen die Fohlen kamen die Gegner am häufigsten nach Konterangriffen zum Torschuss (15 Mal).

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VfL Wolfsburg

Der VfL deutete in der Startphase an, dass das prominent besetzte Team um einen Platz im oberen Tabellenbereich mitspielen könnte. Allerdings präsentierte sich die Truppe von Trainer Dieter Hecking noch zu unbeständig. Neuzugang Luiz Gustavo kehrt nach seiner Sperre wieder zurück. Wichtig, denn in Leverkusen steht am 5. Spieltag für die Defensive der Härtetest bevor.

Positiv: Wolfsburg traf am häufigsten im Anschluss an einen Eckball (zwei Mal).
Negativ: Der VfL wartet noch auf das erste Tor per Kopf der Saison.

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Werder Bremen

Bremen feierte zwei glückliche Siege zum Start, präsentierte sich defensiv überraschend gefestigt und offensiv immerhin effizient. Doch am 4. Spieltag verfiel das Team wieder in alte Muster, kassierte in Gladbach vier Tore. Neuzugang Santiago Garcia kam kurz vor Transferschluss und soll Werder auf der linken Defensivseite verstärken. Trainer Robin Dutt wird nicht müde zu betonen, dass es ein schweres Jahr für Werder wird. Damit könnte er richtig liegen.

Positiv: Werder macht aus wenig viel: Obwohl Bremen erst drei Tore geschossen hat, steht das Team in der oberen Tabellenhälfte.
Negativ: Bremen ist die Mannschaft mit den wenigsten Torschüssen, nur 34 Mal zielten Dutts Profis in Richtung Tor.


Hier geht's zu Teil 2: Stärken und Schwächen der Teams auf den Plätzen 10 bis 18

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