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10.07.2013 - 14:48 Uhr


BVB-Offensive: Klopps süße Qual der Wahl

Wen lässt er wo spielen? BVB-Coach Jürgen Klopp hat durch die Neuzugänge mehr Möglichkeiten

Strahlende Neuzugänge, strahlender Coach: Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis, Trainer Jürgen Klopp und Henrikh Mkhitaryan (v.l.n.r.)

Marco Reus kann der Saison cool entgegen blicken: Der Jungstar ist gesetzt, er traf 14 Mal in der Vorsaison

Ebenfalls erste Wahl: Robert Lewandowski war mit 24 Toren bester BVB-Torschütze

München - Knapp 80 Tage ist es her, dass eine Nachricht eine ganze Stadt aus der Glückseligkeit riss. Am 23. April, einen Tag vor dem Champions-League-Halbfinale des BVB gegen Madrid, sickerte durch, dass Mario Götze zum FC Bayern wechselt. "Wie ein Herzinfarkt", sei das für ihn gewesen, sagte Trainer Jürgen Klopp. Zweieinhalb Monate später wirkt der Coach gut erholt. Der Grund: Er hat Ersatz bekommen für seinen Star - und offensiv sogar noch mehr Möglichkeiten als in der Vorsaison.
Veränderungen begreifen sie in Dortmund als Chance, da sind sie pragmatisch in Westfalen. Das war auch im vergangenen Sommer so, als mit Shinji Kagawa der große Star zu Manchester United wechselte. Bereits im Herbst fragte keiner mehr nach dem Japaner, weil Marco Reus alle Antworten auf dem Platz gab. Vergleichbare Großtaten erhoffen sich die Dortmunder in diesem Jahr von zwei Neuzugängen.

Zwei Neue, viele Möglichkeiten



Der Armenier Henrikh Mkhitaryan beerbt Götze auf der Zehnerposition. Der pfeilschnelle Pierre-Emerick Aubameyang ist auf beiden Flügeln einsetzbar, kann aber auch im Zentrum stürmen.

Das bringt Klopp in eine Luxussituation. Vier offensive Planstellen hat der Trainer in seinem 4-2-3-1-System zu vergeben. Sieben hochkarätige Spieler bewerben sich darum. Neben Reus, Aubameyang und Mkhitaryan außerdem Robert Lewandowski, Kevin Großkreutz, Jakub Blaszczykowski und Julian Schieber.

Wo spielt Reus?



Nur zwei der Stars brauchen sich wohl nicht um Einsatzzeit sorgen: Reus war mit 14 Toren und neun Vorlagen der zweiterfolgreichste Mittelfeldspieler der Liga, Torjäger Lewandowski verpasste die Torjägerkanone mit 24 Saisontreffern nur haarscharf.

Bleibt die Frage, wo Reus nach der Verpflichtung von Mkhitaryan spielt. Für den Transfer des Armeniers betrieb der BVB einigen Aufwand . Bei seiner Vorstellung bekam der 24-Jährige gleich das Leibchen mit der Nummer 10, das zuvor Götze trug.

Reus, der 2012/13 meist auf links spielte, käme aber ebenfalls für die zentrale Position hinter den Spitzen in Frage. Dort ließ Klopp den Blondschopf am 34. Spieltag und in den letzten zwei Champions-League-Partien wirbeln. Vielseitigkeit verschafft Vorteile.

Allrounder Aubameyang



Davon könnte auch Aubameyang profitieren. Im Vorjahr raste der französisch-gabunische Profi in der französischen Liga regelrecht ins Rampenlicht. "Enormes Tempo" attestiert BVB-Sportdirektor Michael Zorc dem 24-Jährigen mit dem extravaganten Geschmack.

Aubameyang gilt als technisch stark und explosiv. Neben den Flügelpositionen ist auch eine Rolle als Back-Up für Lewandowski denkbar. Nur Zlatan Ibrahimovic übertraf in Frankreich im Vorjahr die 19 Tore Aubameyangs. Lewandowski bekommt also genauso einen Konkurrenten wie sein polnischer Landsmann Blaszczykowski, der rechts im Mittelfeld ein hervorragendes Jahr hinter sich hat.

Es herrscht große Konkurrenz unter großen Namen: Knapp 80 Tage nach einem gefühlten Herzinfarkt kann sich Jürgen Klopp wohl Schlimmeres vorstellen.

Andreas Messmer
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