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23.03.2014 - 17:25 Uhr


BVB schaltet professionell um - Derbyfieber steigt

Nach Hannover ist vor dem Derby: Mats Hummels und Co. (2.v.r) gehen nach dem 3:0-Erfolg bei den 96ern guten Mutes in die spektakulären Englischen Wochen (© Imago)

Coach Jürgen Klopp blieb lange skeptisch: "Wenn die das 1:2 erzielen ist das Publikum wieder da, und dann ist hier alles möglich". Erst der 3:0-Siegtreffer sorgte für Erleichterung (© Imago)

Oliver Kirch (M.) bestritt sein drittes Saisonspiel, für das kommende Revier-Derby gegen Schalke 04 verspricht der Defensivmann ein "Fußball-Spektakel" (© Imago)

Hannover - Auch wenn Borussia Dortmund nach der psychologisch wichtigen 1:0-Führung durch Mats Hummels kurz vor der Pause keine Torchance mehr zuließ und Robert Lewandowski nach 52 Minuten in "Allein gegen Alle"- Manier fünf Rote wie Slalomstangen stehen ließ und dann noch Keeper Ron-Robert Zieler verlud, Coach Jürgen Klopp blieb skeptisch. Erst nach dem Treffer von Marco Reus in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand bei Hannover 96 war Klopp dann überzeugt.

"Wenn die das 1:2 erzielen ist das Publikum wieder da, und dann ist hier alles möglich“, erinnerte sich der BVB-Trainer an noch nicht lange zurückliegende Zeiten. Im September 2011 drehten Karim Haggui und Didier Ya Konan mit ihren Treffern in der 87. und 89. Minute einen 0:1-Rückstand zum Sieg. Ein gutes Jahr später rettete Mame Diouf Anfang Oktober mit seinem späten Treffer in der 86. Spielminute den Gastgebern noch einen Punkt. Doch ohne Angriff ist es schwer, Tore zu erzielen.

Da den 96ern nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Mame Diouf, Artjoms Rudnevs und Artur Sobiech drei etatmäßige Stürmer fehlten und Didier Ya Konan nach seiner monatelangen Verletzungspause noch nicht fit für 90 Minuten war, musste Spielgestalter Szabolcs Huszti die ungewohnte Stürmerposition einnehmen.

Personell tief gestapelt

"Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben zum Teil freiwillig auf einige Spieler verzichtet, Hannover musste es", so Klopp über die Verletzungsmisere bei beiden Teams. Der BVB-Coach ließ Marco Reus und den mittlerweile 34 Jahre alten Kapitän Sebastian Kehl, der in seinem 30. Champions-League-Spiel beim 1:2 gegen Zenit St. Petersburg seinen ersten Treffer in der Königsklasse erzielt hatte, auf der Bank.

Tief gestapelt, denn dass ihm darüber hinaus mit Sven Bender, Neven Subotic, Pierre-Emerick Aubameyang, Marcel Schmelzer, Ilkay Gündogan und Jakub Blaszczykowski keineswegs freiwillig mehr als eine halbe Stammelf fehlt, war dem 46-Jährigen keine weitere Erwähnung wert. "Sehr professionell, sehr seriös", habe seine Mannschaft gespielt. Auch wenn "wir unsere Konter nicht so gefahren haben, wie wir uns das vorgestellt haben." Es sei eben nicht leicht, immer auf Top-Niveau zu spielen.

Drei-Tage-Rhythmus zwischen Berg und Tal

"Es ist in der Tat nicht ganz einfach, den Hebel zwischen den Highlights umzulegen. Mittwoch Champions League, ein Tag Regeneration, und dann schon wieder auf die Bundesliga konzentrieren. Aber das sind wir ja gewohnt und wird uns in den kommenden Wochen ja auch häufiger passieren," sagte Kehl, der seinen Vertrag am Sonntag um ein Jahr verlängerte. Der Kapitän blickte auf die kommenden Spiele voraus, in denen es im Drei-Tage-Rhythmus gegen Gegner wie Schalke 04, VfB Stuttgart, Real Madrid und VfL Wolfsburg zu einer wahren Berg- und Tal-Fahrt zwischen Abstiegszone in der Liga und europäischer Spitzenklasse kommt.

"Da müssen wir durch, denn wir müssen Spiele wie heute in Hannover gewinnen, damit wir uns direkt für die Champions League qualifizieren", so der Kapitän. Und die direkte Qualifikation für die Champions League ist Saisonziel Nummer eins der Borussen, die den Bayern zumindest für ein paar Tage die frühzeitige Meisterschaftsfeier verderben konnten.

Kirch verspricht ein "Fußball-Spektakel"

Bei weiteren 23 Zählern Vorsprung auf den BVB kann der Rekordmeister seine 24. Deutsche Meisterschaft allerdings bereits am Dienstag mit einem Dreier in Berlin einfahren, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Das ist den Dortmunder Profis herzlich egal, denn zum gleichen Zeitpunkt kommt es in Dortmund zum Revier-Derby gegen Verfolger Schalke 04 (Dienstag, ab 20 Uhr im Live-Ticker). Nur einen Punkt hinter dem BVB lauert der Rivale aus Gelsenkirchen. 

"Das ist ein weiteres Highlight in der Saison. Das wollen wir gewinnen", so Oliver Kirch, der in Hannover sein drittes Saisonspiel bestritt. Den BVB-Anhängern, für viele von denen das Derby gegen Schalke das wichtigste Spiel der Saison ist, verspricht der Mittelfeld-Akteur "ein Fußball-Spektakel". 

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs

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