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Bundesliga

03.08.2013 - 17:23 Uhr


BVB knackt Wilhelmshaven erst spät

Die Erlösung: Kevin Großkreutz schießt den BVB beim Regionalligisten SV Wilhelmshaven nach 71 Minuten in Führung. Am Ende siegt die Borussia mit 3:0

Vor dem Anpfiff schaut BVB-Coach Jürgen Klopp eher grimmig drein - ob er da schon wusste, welch harte Nuss auf seine Mannschaft wartet?

Denn der Viertligist verkauft sich teuer und lässt die Borussia offensiv kaum zur Entfaltung kommen. Hier kämpft David Jehdadic (r.) mit BVB-Kapitän Sebastian Kehl um die Kugel

Die besten Chancen für die Dortmunder hat noch Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang, der aber immer wieder am starken SVW-Keeper Aaron Siegl scheitert

So steht's zur Pause 0:0 und nach 67 Minuten hat die Borussen-Defensive um Mats Hummels (r., gegen Gazi Siala) dann sogar Glück, dass der eingewechselte Tim Scheffler freistehend an BVB-Keeper Mitch Langerak scheitert

Dementsprechend groß ist vier Minuten später die Erleichterung beim "Dortmunder Jung" Großkreutz, der mit einem satten Flachschuss aus 14 Metern das 1:0 für seine Farben erzielt

Dank zweier Assists des eingewechselten Jonas Hofmann (r.) sorgen anschließend Marvin Ducksch (nicht im Bild) und Robert Lewandowski (l.) endgültig für klare Verhältnisse

So schaut nach dem Abpfiff auch Trainer Klopp (l.) wieder deutlich freundlicher drein und freut sich mit seiner Mannschaft über den Einzug in die 2. Runde

Wilhelmshaven - Ohne Glanz und mit viel Mühe hat Vize-Meister Borussia Dortmund die erste Hürde im DFB-Pokal genommen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp setzte sich beim leidenschaftlich kämpfenden Regionalligisten SV Wilhelmshaven mit 3:0 (0:0) durch.
Für die Führung zugunsten des Champions-League-Finalisten sorgte Kevin Großkreutz (71.). Der eingewechselte Marvin Ducksch (83.) erhöhte, Robert Lewandowski (90.) setzte den Schlusspunkt.

"Es war sicherlich kein herausragendes Fußballspiel. Klar ist, dass unsere Chancenverwertung noch besser werden muss", betonte BVB-Trainer Jürgen Klopp. "Über das Weiterkommen habe ich mir auch keine Sorgen gemacht, als es nach 70 Minuten noch 0:0 stand."

Supercup-Gewinner Dortmund tat sich vor 8.000 Zuschauern im ausverkauften Jadestadion trotz spielerischer Überlegenheit und rund 80 Prozent Ballbesitz allein in der ersten Halbzeit sehr schwer gegen das Abwehrbollwerk des Viertligisten. Das Geschehen spielte sich von Beginn an fast ausnahmslos in der Hälfte der Hausherren ab.

Langerak statt Weidenfeller im BVB-Tor



Beim BVB stand wie angekündigt der Australier Mitchell Langerak für Roman Weidenfeller im Tor. Es fehlte weiterhin der verletzte Neuzugang Henrikh Mkhitaryan (Teilriss der Syndesmose im Sprunggelenk), dagegen bestritt Pierre-Emerick Aubameyang sein erstes Pflichtspiel für den BVB von Beginn an.

Aubameyang hatte zugleich die erste große Chance der Westfalen nach einer Viertelstunde, scheiterte jedoch an SVW-Keeper Aaron Siegl, der auch bei einem Freistoß von Nuri Sahin (38.) glänzend parierte. Wilhelmshaven tauchte dagegen nur sporadisch in der Hälfte des BVB auf, vermochte jedoch die "Schwarz-Gelben" nicht annähernd in Verlegenheit zu bringen.

Die mit 16 Ab- und 18 Neuzugängen umformierten Gastgeber hielten auch nach dem Wechsel die Räume eng, Torchancen für die Borussen blieben Mangelware. Das Duell des David gegen den Goliath entwickelte sich zum Geduldsspiel. Dortmund zog zwar das Tempo an, ließ jedoch die überraschenden Momente vermissen.

Scheffler vergibt die einzige SVW-Chance



"Wir haben die Räume ganz gut eng gemacht und damit den Dortmundern doch ein paar Probleme bereitet", sagte SV-Coach Farat Toku. "Das 0:0 in der Halbzeit war schon fast ein Grund zum Feiern. Wir hatten die Chancen zum 1:0, damit hätten wir den BVB noch ein wenig mehr ärgern können."

Erfolgversprechende Situationen entstanden somit überwiegend bei Standardsituationen wie einem Freistoß von Nationalspieler Marco Reus (65.), den Siegl ebenso bravourös hielt wie wenige Sekunden später einen Ball von Aubameyang. Pech für Wilhelmshaven, dass Tim Scheffler bei der einzigen Konterchance an BVB-Torhüter Langerak scheiterte (67.). Wie eine Erlösung wirkte schließlich für die Gäste der Treffer des freistehenden Großkreutz mit einem platzierten Flachschuss aus 14 Metern.

Damit war die Partie letztlich schon vorentschieden. Beim 2:0 musste der eingewechselte Ducksch nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Jonas Hofmann nur noch einschieben. Ebenfalls auf Vorlage von Hofmann setzte Lewandowski kurz vor dem Abpfiff per Lupfer den Schlusspunkt.


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