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27.07.2013 - 22:27 Uhr


BVB entzaubert Bayern im Supercup

Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball (r.) übergibt den Supercup an den BVB. Dortmund gewinnt gegen Bayern mit 4:2

Coach Jürgen Klopp (l.) bekommt von Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball den Sieger-Wimpel zum Supercup 2013 überreicht

Konfetti-Regen: Der BVB lässt sich von den Fans im eigenen Stadion feiern während Konfetti-Regen auf die Sieger niederprasselt

Starker Auftritt: Sebastian Kehl, Roman Weidenfeller und Ilkay Gündogan präsentieren sich zunächst auf dem Feld bärenstark und machen anschließend beim Siegerfoto mit dem Supercup auch eine gute Figur

Sieger Supercup 2013: Dortmunds Stars sind nach dem Gewinn in bester Stimmung. Auch der verletzte Neuzugang Henrikh Mkhitaryan (hintere Reihe, links) ist beim Feiern dabei

Der Supercup steht schon lange vor dem Anpfiff am Seitenrand und dient den Teams so als zusätzliche Motivation

Dortmunds Stadionsprecher und BVB-Ikone Norbert Dickel (l.) posiert schon vorm Spiel mit dem Objekt der Begierde

Stimmungsvoll: Der erste Titel der Saison hat viel Prestige. Nach zwei Auswärtsspielen darf Vizemeister Dortmund nun zuhause ran

Zwei große Trainer sagen Hallo: Bayern-Coach Pep Guardiola (l.) begrüßt BVB-Trainer Jürgen Klopp

Paukenschlag! Marco Reus (r.) trifft im Supercup-Finale schon in der 6. Minute zum 1:0 für den BVB gegen die Bayern

Dortmund - Borussia Dortmund hat den scheinbar übermächtigen Triple-Sieger Bayern München entzaubert und den ersten offiziellen Titel der Saison errungen. 63 Tage nach dem Champions-League-Finale gewann der Vize-Meister die rasante und hochklassige Neuauflage gegen keineswegs schwache Bayern verdient mit 4:2 (1:0) und holte damit vor heimischer Kulisse den deutschen Supercup.
Somit ging das erste Trainer-Duell zwischen Jürgen Klopp und Pep Guardiola an den BVB-Coach. Zudem zeigten die Westfalen, dass sie auch in der kommenden Saison durchaus ein ebenbürtiger Gegner für München sein können.

Reus trifft doppelt, Robben auch



Dortmunds Treffer erzielten Marco Reus (6. und 86.) und Ilkay Gündogan (56.), hinzu kam ein Eigentor von Daniel van Buyten (55.). Für die Bayern traf Arjen Robben zweimal (54. und 64.), nach den Siegtreffern im Pokal-Viertelfinale und Endspiel der europäischen Königsklasse wird der Niederländer immer mehr zum BVB-Schreck.

Durch den vierten offiziellen Supercup-Gewinn zogen die Dortmunder mit dem bisher alleinigen Rekordgewinner München gleich. Wichtig für die Deutsche Fußball Liga (DFL) als Veranstalter: Das in 195 Länder übertragene Spiel der beiden Aushängeschilder war beste Werbung für den deutschen Fußball und ein echter Appetit-Anreger für die 51. Bundesliga-Spielzeit.

Sahin statt Piszczek, Großkreutz hinten rechts



Der BVB begann mit fast der identischen Startelf wie 63 Tage zuvor im Endspiel in der Königsklasse. Nuri Sahin statt des verletzten Lukasz Piszczek lautete die einzige Änderung. Rekord-Neuzugang Henrich Mkhitaryan (Sprunggelenk) war noch nicht einsatzbereit, der neue Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang kam wegen Trainingsrückstands nach einer Magen-Darm-Grippe erst in der 72. Minute. Die Bayern traten ohne Manuel Neuer, Franck Ribery, Mario Götze und Javi Martinez an, Bastian Schweinsteiger saß bis zur 66. Minute auf der Bank.

Dass es zwischen den Bayern und dem BVB keine Freundschaftsspiele gibt, war jedoch von der ersten Sekunde an bemerkbar, bei den 80.645 Zuschauern in Dortmunds ausverkauftem WM-Stadion ebenso wie bei den Trainern und den Spielern. Vor allem die Dortmunder schienen fest gewillt, zwei Wochen vor dem Saisonstart ein Zeichen zu setzen, und wurden früh belohnt. Nach einer Flanke von BVB-Stürmer Robert Lewandowski bekam Münchens Keeper Tom Starke den harmlosen Kopfball-Aufsetzer von Sven Bender nicht zu greifen, und Reus drückte den Ball mit dem Kopf über die Linie. Guardiola senkte frustriert den Kopf.

Weidenfeller und Starke auf der Linie klasse



Nun kamen die Bayern stärker auf, doch Roman Weidenfeller parierte gegen den oft im Sturmzentrum auftauchenden Xherdan Shaqiri (10./14.) sowie gegen Thomas Müller (14.) ebenso glänzend wie Starke später auf der anderen Seite gegen Lewandowski (19.). Nach der hitzebedingten Trinkpause in der 25. Minute, in der Guardiola sich Robben zur Brust nahm, ging es ähnlich intensiv weiter. Mario Mandzukic verpasste nach Hereingabe von David Alaba aber den Ausgleich (35.).

Nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst köpfte der von den BVB-Fans unentwegt ausgepfiffene Robben eine Flanke von Philipp Lahm zum Ausgleich ein. Noch während der Tordurchsage jedoch verlängerte van Buyten eine Hereingabe von Gündogan per Flugkopfball ins eigene Tor.

Gündogans Schlenzer ins Glück



Wieder nur Sekunden später traf Gündogan mit einem Schlenzer und ließ damit die Arena erbeben. Robben, erneut auf Vorlage von Lahm, brachte die Bayern allerdings wieder ins Spiel, und kurz danach verzog Mandzukic per Fallrückzieher nur knapp (66.). Der zweite Treffer von Reus zerstörte allerdings alle Münchner Hoffnung auf eine späte Wende.

Insgesamt wirkte der BVB etwas entschlossener. Die Bayern rochierten extrem viel und verloren dabei an Durchschlagskraft. Der fast als zweiter Sechser agierende Toni Kroos und Thomas Müller nahmen Auszeiten wie Reus und Jakub Blaszczykowski beim BVB, Thiago eroberte überragend die Bälle, gab sie aber zu schnell wieder her. Der etatmäßige Ersatzkeeper Starke empfahl sich kaum für vermehrte Einsätze. Bei Dortmund stand die Defensive solide. Gündogan brachte sich als Alternative auf der Zehn in Stellung.


Dortmund: Weidenfeller - Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender (46. Kehl), Sahin - Blaszczykowski (72. Aubameyang), Gündogan (88. Sokratis), Reus - Lewandowski

München: Starke - Lahm, Boateng, van Buyten, Alaba - Thiago - Robben, Toni Kroos (86. Dante), Thomas Müller, Shaqiri (67. Schweinsteiger) - Mandzukic (75. Pizarro)

Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)

Tore: 1:0/4:2 Reus (6./86.), 1:1/3:2 Robben (54./64.), 2:1 van Buyten (56., Eigentor), 3:1 Gündogan (57.)

Zuschauer: 80.645 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Boateng
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