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23.07.2013 - 15:26 Uhr


BVB-Allzweckwaffe Großkreutz: Jetzt hinten rechts

Auch in der aktuellen Vorbereitung untermauert Kevin Großkreutz seinen hohen Stellenwert beim BVB

In den beiden letzten Testspielen gegen Gladbach und Hamburg agierte der 25-Jährige (M.) als Rechtsverteidiger

Am 32. Spieltag der Vorsaison gelingt im als Rechtsverteidiger ein Saisontor - insgesamt kommt er auf dieser Position auf drei Scorerpunkte in 2012/13

Trainer Jürgen Klopp (l.) schätzt die Qualitäten des flexiblen Akteurs

München - Nachdem sich der erste Trubel um die kostspieligen neuen Stars gelegt hat, rücken bei Borussia Dortmund vor dem Supercup, dem ersten Pflichtspiel der Saison, die bekannten Gesichter wieder mehr in den Fokus. Eines davon ist das von Kevin Großkreutz.
Wie schon in den Vorjahren, als Großkreutz aufgrund von hochkarätigen Neuverpflichtungen fürs Mittelfeld stets ein schwerer Stand prophezeit worden war, hat sich der ehrliche Malocher auch in dieser Vorbereitung behauptet. Seine Vielseitigkeit ist dabei ein großer Trumpf.

Piszczek-Ersatz und "taktisches Genie"



Denn weil dem BVB bis zur Winterpause der angestammte Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek (Hüftoperation) fehlt, sprang Großkreutz, der nach seinem Ausflug ins Tor am 34. Spieltag schon so gut wie jede Position bei den Schwarz-Gelben gespielt hat, eben für den Polen ein.

Nachdem der 25-Jährige in den bisherigen Tests als rechter Verteidiger überzeugte, wird Jürgen Klopp wohl auch im Supercup gegen den FC Bayern (Samstag, ab 20 Uhr im Live-Ticker) auf diese "interne Option" setzen.

Der BVB-Trainer lobt den Publikumsliebling als "taktisches Genie", das überall spielen könne. "Wir denken nicht darüber nach, ob Kevin das spielen kann - wir wissen, dass er es kann", sagt Klopp.

Drei Scorerpunkte in vier Spielen als Rechtsverteidiger



Dass Großkreutz hinten rechts viel mehr als eine Notlösung darstellt, belegt ein Blick in die Datenbank. In bisher 126 Bundesligaspiele kam er vier Mal auf dieser Position zum Einsatz, jeweils in der vergangenen Saison. So auch am 32. Spieltag im Heimspiel gegen den FC Bayern, als er die 1:0-Führung erzielte.

Eine weitere Duftmarke in der Offensive setzte er beim 3:1-Erfolg gegen Hannover in Form von zwei Torvorlagen. Damit sammelte Großkreutz in den vier Partien als Rechtsverteidiger genau so viele Scorerpunkte wie in seinen restlichen 25 Saisonspielen (zwei Mal als Linksverteidiger, 23 Mal im Mittelfeld).

"Ich bin da in der Bundesliga schon ein paar Mal zum Einsatz gekommen und habe das immer gut gemacht. Das ist sicher eine Option", gibt er sich angriffslustig.

Die Abwehrarbeit leidet unter dem gewünschten Offensivdrang keineswegs, wie 60 Prozent gewonnener Zweikämpfe als Rechtsverteidiger belegen. Zum Vergleich: Piszczek kam in dieser Kategorie für die vergangene Saison auf einen Wert von 53 Prozent.

"Integrationsbeauftragter" für Fangesänge und Revierderby



Großkreutz weiß um seine Bedeutung für die Mannschaft und brennt wie jedes Jahr vor Ehrgeiz. "Ich will spielen, egal wo." Neben seiner Rolle als Allzweckwaffe übt er Sommer für Sommer beim BVB auch eine andere Funktion aus. Er ist der "Integrationsbeauftragte" im Team.

Zuletzt brachte er im Trainingslager seinem neuen Zimmerkollegen Henrikh Mkhitaryan die gängigen Fangesänge bei und klärte den Armenier über die Besonderheiten des Revierderbys auf. Der Ur-Dortmunder nimmt also den Neuzugang an die Hand - und hilft vielleicht ja demnächst einmal auf dessen Position aus.

Tim Tonner
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