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16.10.2013 - 10:47 Uhr


Bundesliga jagt die 1000-Tore-Marke

Der BVB hat mit 21 Toren derzeit die meisten Treffer in der Bundesliga erzielt

Stefan Kießling (l.), Torschützenkönig der vergangenen Saison, kommt bislang auf fünf Treffer (© Imago)

Auch Gladbachs Neuzugang Max Kruse durfte bereits fünf Mal jubeln

München - Im Jahr 1985 kommt Michail Gorbatschow in der Sowjetunion an die Macht, das Computerspiel Tetris erobert den deutschen Markt und Boris Becker wird mit Haudrauf-Tennis jüngster Wimbledon-Sieger aller Zeiten. Aus allen Rohren wird auch in der Bundesliga geschossen: Mit 1074 Toren werden über tausend Treffer in einer Saison erzielt - zum vorerst letzten Mal.
Über 28 Jahre sind also vergangen, seit die deutsche Eliteliga zum letzten Mal diese Schallmauer durchbrach - und wie es aussieht, könnte es im kommenden Jahr endlich wieder klappen.

Nur Braunschweig hält sich zurück



Verglichen mit den vergangenen Jahren lassen die Bundesliga-Trainer ihre Teams vermehrt offensiv agieren. Konsequenz: Die Abwehr steht bei gegnerischem Ballbesitz einige Meter höher. Vor allem die Außenverteidiger rücken nach und sind Teil des Gegenpressings nach Ballverlusten. Damit erhöht sich die Chance eines eigenen Torabschlusses - und die Zuschauer kommen zumeist auf ihre Kosten (Ballermänner Europas).

Bis auf Aufsteiger Eintracht Braunschweig (5 Tore) haben alle Teams in der laufenden Saison im Schnitt mehr als einen Treffer pro Spiel erzielt. Das war in der Vorsaison noch ganz anders, als Nürnberg (7) Düsseldorf (6), Augsburg (5), Fürth (5) und Wolfsburg (2) auf Sparflamme trafen.

Während aktuell Borussia Dortmund mit 21 Toren am treffsichersten ist, schoss vor gut 28 Jahren Werder Bremen die meisten Tore - am Ende waren es 87. Kein Team ließ damals weniger als 38 Gegentore zu (Meister Bayern München). Als Vizemeister kassierte Bremen satte 51 Gegentore, also 1,5 pro Spiel.

1097 Saisontore als Bestwert



Die bisherigen Zahlen sind also vielversprechend: Nach acht Spieltagen in der aktuellen Saison fielen 238 Tore, 29 mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2012/13. Hält die Liga diesen Schnitt, dann würden am Ende 1012 Tore fallen. Zum Vergleich: In der Spielzeit 1984/85 waren nach acht Spieltagen sogar 278 Treffer gefallen, was bis heute historischer Rekord ist. Der Bestwert am Saisonende liegt bei 1097 Treffern aus dem Jahr 1984.

Was 1984 sonst noch passiert? Richard von Weizsäcker wird Bundespräsident, Brunei Mitglied der Vereinten Nationen und DDR-Athlet Uwe Hohn knackt mit 104,80 Metern erstmals die Hundert-Meter-Marke im Speerwurf. Weil der Verband daraufhin eine Regeländerung beschließt, wird die Schallmauer seitdem nicht mehr angetastet. In der Bundesliga könnte es dagegen nächstes Jahr wieder so weit sein.

Johannes Fischer
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