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25.01.2014 - 14:01 Uhr


An die Grenzen gestoßen

Auch für Borussia Mönchengladbach mit Granit Xhaka (l.) war der FC Bayern eine Nummer zu groß

Trotzdem sagt Kapitän Martin Stranzl: "Die Niederlage ist kein Beinbruch“

Lucien Favres Fohlen kassierten gegen den Rekordmeister die erste Heimniederlage der Saison

Mönchengladbach - Auch für Borussia Mönchengladbach war der FC Bayern eine Nummer zu groß. Trotz einer engagierten Vorstellung und einiger guter Tormöglichkeiten verloren die Fohlen gegen den Triplesieger zum Rückrundenauftakt verdient mit 0:2. "Es war heute nicht unsere beste, aber auch keine schlechte Leistung“, analysierte Borussia-Trainer Lucien Favre das Spielgeschehen treffend.

Die Autobahnpolizei in Mönchengladbach hat eine einfache Lösung parat. Bei hohem Verkehrsaufkommen auf der A61 machen die Beamten kurzerhand die Anschlussstelle Mönchengladbach-Holt dicht, die letzte Autobahnausfahrt vor dem Stadion. Damit der Verkehr besser fließen kann und die Sicherheit erhöht wird.

Borussia nur staunender Zuschauer  

Diese Möglichkeit hat Lucien Favre nicht. Wenn es im Borussia-Strafraum zu einem hohen Verkehrsaufkommen an Spielern des FC Bayern kommt, kann der Gladbacher Erfolgstrainer seinen Kasten leider nicht zur Erhöhung der eigenen Sicherheit verrammeln. Hilflos musste er ansehen, wie die Abteilung Attacke des FC Bayern kurzen Prozess machte. Nach fünf Minuten traf Mario Götze den Pfosten des Borussia-Tores, zwei Minuten später klingelte es bereits im Tor. Diesmal hatte der Ex-Dortmunder noch besser gezielt.

Überfallartig hatte der Rekordmeister das Spielgeschehen übernommen, diktiert, den Abschluss gesucht und vollstreckt. Der Borussia blieb zunächst nur die Rolle des staunenden Zuschauers. "Bayern hat verdient gewonnen. Die sind nicht ohne Grund die beste Mannschaft der Welt“, meinte Granit Xhaka nach der Partie. "Sie haben ein gutes Pressing gespielt. Sie waren im Mittelfeld meistens in Überzahl, weil sie fast ohne Stürmer gespielt haben. Es war schwer, gegen sie zu spielen."

Gute Gelegenheiten verpasst

Trotzdem waren die Gladbacher nicht chancenlos. Einige Male blitzte das große Können der Mannschaft auf, die ganz sicher nicht zufällig auf Platz 3 der Tabelle überwintert hatte. Zwei Mal trafen die Borussen in Person von Max Kruse und Patrick Herrmann den Pfosten des Münchener Gehäuses, einige Male musste Bayern-Keeper Manuel Neuer in höchster Not retten. "Wenn wir den Anschluss erzielt hätten, dann weiß ich nicht, was noch hätte passieren können“, trauerte Favre den verpassten Gelegenheiten nach.

So aber kassierte die Elf vom Niederrhein ihre erste Heimniederlage der Saison, weil sie nach Ansicht von Granit Xhaka "erst nach einer Stunde richtig aufwachte". Die Festung Borussia-Park, in der die Fohlen bis dahin 25 von 27 möglichen Punkten geholt hatten, wurde von einem Gegner eingenommen, "der 90 Minuten sehr überlegen gespielt hat“, wie Borussia-Angreifer Max Kruse bemerkte. "Wir sind an unsere Grenzen gestoßen.“

Stranzl: "Kein Beinbruch"

Die Borussia wird diese Niederlage verkraften können. Schließlich zog sie sich noch vergleichsweise gut aus der Affäre, wenn man bedenkt, dass die Bayern in Dortmund (3:0) oder auf Schalke (4:0) noch klarer gewonnen haben und ohnehin die Liga nach Belieben beherrschen. "Die Niederlage war kein Beinbruch“, befand dann auch Martin Stranzl. Für Mönchengladbach wird es nun darauf ankommen, direkt im nächsten Spiel bei Hannover 96 wieder seine Normalform abzurufen und zu punkten. 

"Wir werden unter der Woche konzentriert arbeiten, um an das anzuknüpfen, was wir bis jetzt geschafft haben“, versprach Borussia-Keeper Marc-Andre ter Stegen, der sich gegen die Bayern in Topform präsentierte. "Dann haben wir gute Chancen, das Spiel in Hannover zu gewinnen.“ 

Aus Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski

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