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01.03.2014 - 21:10 Uhr


Bestnoten für Dortmunds Offensiv-Duo

Das BVB-Duo Robert Lewandowski (M.) und Henrikh Mkhitaryan (l.) lieferte gegen Nürnberg eine Galavorstellung ab (© Imago)

Lewandowski (l.) markierte gegen den "Club" seinen 15. Saisontreffer - damit liegt der Pole in der Torjägerliste vorne

Mkhitaryan (r.) glänzte beim 3:0-Heimerfolg der Borussen mit einem Tor und einer Vorlage

Dortmund - Tempo, Tricks und Tore hatten beim 3:0-Sieg des BVB gegen Nürnberg einen Namen - oder besser gesagt, gleich zwei: Robert Lewandowski und Henrikh Mkhitaryan machten für die Dortmunder dieses Mal den Unterschied aus und verdienten sich die Bestnoten.

Irgendwie konnte einem Henrikh Mkhitaryan schon ein wenig leid tun. Der kleine Armenier war präsent auf dem Platz, forderte und verteilte die Bälle, kombinierte sicher, bewegte sich gut - und versiebte Chance um Chance. Nach vier Minuten hatte er das erste Mal ein Tor auf dem Fuß, war aber freistehend an Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer gescheitert.

Mkhitaryan im Privatduell mit Schäfer 

In der Folge entbrannte ein kleines Privatduell, das der Dortmunder nach sechs Torschüssen doch noch für sich entschied. Nach 83 Minuten erzielte er mit seinem sechsten Saisontor den 3:0-Endstand und war danach sichtlich zufrieden: "Die ersten Male hat Schäfer noch hervorragend gehalten. Aber ich habe nicht aufgegeben und heute fest daran geglaubt, dass ich meinen Treffer noch machen werde." 

Wie Mkhitaryan hatte sich die gesamte Dortmunder Mannschaft gegen überwiegend defensiv agierende Gäste zu Beginn etwas schwer getan. Der BVB versuchte es zunächst vor allem mit Kontern, blieb aber erfolglos. "In der ersten Halbzeit war der letzte Pass manchmal noch ein kleines Problem", befand Robert Lewandowski. "Aber am Ende war es dann eine klare Sache und ein sicherer und hochverdienter Sieg für uns. Nürnberg hatte bis auf einen Pfostenschuss eigentlich keine echte Situation, wir haben dagegen ein sehr gutes Spiel gemacht." 

Für Henrikh Mkhitaryan bedeutet der Auftritt inklusive 28:4 Torschüssen auch eine geglückte Rehabilitierung für die Pleite beim HSV vor einer Woche: "Dieses Mal haben wir alles dafür getan, die drei Punkte zu behalten."

Lewandowski in Spiellaune 

Daran war neben Mkhitaryan auch Lewandowski maßgeblich beteiligt. Der Pole präsentierte sich in bester Spiellaune und ließ sich auch von so manchem Foul nicht die Lust am Kicken verderben. Der 25-Jährige war gewohnt robust im Zweikampf und mit 21 gewonnenen Duellen bester Mann auf dem Platz. Der Nationalspieler eröffnete dem BVB auch gerne Mal per Doppelpass gute Chancen und war als Spielmacher ebenso ein Faktor wie als Torjäger. 

Eine erste große Chance hatte Lewandowski dabei nach einer Viertelstunde liegen lassen, als er einen indirekten Freistoß aus fünf Metern Torentfernung noch in die Mauer gedroschen hatte. "Was willst du machen, wenn elf Leute auf der Torlinie stehen", konnte er darüber nach der Partie entspannt schmunzeln. Sein Tor holte er sich später: Nachdem er zunächst den Führungstreffer von Mats Hummels nach 51 Minuten mit seinem Kopfball eingeleitet hatte, belohnte sich der Stürmer 13 Minuten später mit einem Schlenzer zum 2:0 auch selbst - aufgelegt übrigens von Henrikh Mkhitaryan.

Noch keine Gedanken an die Kanone 

Gedanken an die Torjägerkanone aber wehrte Lewandowski auch nach Tor Nummer 15 gewohnt bescheiden ab. "Das wäre noch zu früh. Ich fürchte, ich muss noch viele Tore schießen, um darüber nachzudenken." Was nicht heißt, dass der Pole sich nicht gerne mit dem Torjägertitel aus Dortmund verabschieden möchte: "Das wäre natürlich schon eine schöne Sache. Aber wichtig ist, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind." 

Und auch das erfordert noch einen langen Atem, waren sich Dortmunds Matchwinner nach dem geglückten Sprung zurück auf Platz 2 einig. Während Mkhitaryan dazu fast philosophisch anmerkte, dass "wir noch einen schweren Weg vor uns haben, auf dem es für uns immer weiter geht", hatte Lewandowski für die nächsten Wochen ein ganz einfaches Rezept parat: "Am besten machen wir in jedem Spiel drei Punkte."

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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