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20.09.2013 - 09:24 Uhr


Boateng: "Für 90 Minuten keine Brüder"

Kevin-Prince Boateng (v.) freut sich auf das Spiel gegen die Bayern und das Wiedersehen mit seinem Bruder Jerome

In der Champions League besorgt der Schalker Leader (r.) gegen Bukarest das vorentscheidene 2:0

Boateng möchte nach dem Topspiel gegen die Bayern wieder jubeln: "Natürlich hoffe ich, dass ich am Ende mit Schalke als Gewinner vom Platz gehe"

Gelsenkirchen - Der "Prinzen-Hype" geht weiter. Auch bei seinem internationalen Einstand für Königsblau zeigte Schalkes neuer Leader Kevin-Prince Boateng eine überragende Leistung.
Nach dem 3:0-Sieg im ersten Champions-League-Gruppenspiel gegen den rumänischen Meister Steaua Bukarest sprach der Neuzugang vom AC Mailand über den gelungenen Auftakt in der Königsklasse, das Topspiel gegen den FC Bayern München und das Duell mit seinem Bruder Jerome.

Frage: Herr Boateng, Glückwunsch zum Auftaktsieg in der Champions League. Wie bewerten Sie die Partie?

Kevin-Prince Boateng: Ich denke, wir haben in der ersten halbe Stunde super gespielt. Nur das Tor hat gefehlt. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann etwas Glück, als Uchida den Ball irgendwie ins lange Eck flankt. Danach kamen wir in einen Lauf und haben gut kombiniert und noch zwei Tore gemacht. Es freut uns riesig, dass wir das Spiel am Ende souverän gewonnen haben.

Frage: Wie haben Sie das kuriose Tor von Atsuto Uchida erlebt?

Boateng: Ich war im Strafraum und habe eine Bewegung gemacht. Uchida wollte mich wohl anspielen und der Ball ist glücklich hinten reingegangen. In so einem engen Spiel braucht man auch mal etwas Glück.

Frage: Das 2:0 haben Sie selbst erzielt, nach einer tollen Vorarbeit von Julian Draxler.

Boateng: Es war eine überragende Vorlage. Das habe ich ihm auch direkt gesagt. So spielt eine Nummer 10. Als er den Ball angenommen hat, wusste ich, dass er mich anspielt.

Frage: Die Fans haben dann in der Schlussphase noch den alten Schlachtruf "zieht den Bayern die Lederhosen aus" angestimmt.

Boateng: Das habe ich auch mitbekommen. Die Fans haben heute sehr viel Spaß gehabt und freuen sich schon auf Samstag.

Frage: Wie lautet die Marschroute für das Topspiel gegen den FC Bayern?

Boateng: Ich kann nur sagen, dass wir bereit sind und mit breiter Brust rausgehen werden. Zudem haben wir unsere tollen Fans im Rücken. Es wird ein sehr interessantes Spiel

Frage: Und auch ein interessantes Familientreffen. Wie sehr freuen Sie sich auf das Duell mit ihrem Bruder Jerome?

Boateng: Wir freuen uns beide sehr auf das Spiel. Es ist natürlich für uns eine riesen Sache, dass wir auf so einem hohen Niveau gegeneinander spielen können. Natürlich hoffe ich, dass ich am Ende mit Schalke als Gewinner vom Platz gehe.

Frage: Wie sieht in diesen Tagen die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Bruder aus?

Boateng: Klar haben wir miteinander gesprochen und geschrieben. Nun beginnt aber die Konzentration aufs Spiel. Dann werden wir für 90 Minuten keine Brüder sein.

Frage: Es dürfte aufgrund der Positionen auch zu einigen direkten Duellen kommen. Geht man gegen den Bruder anders als sonst in einen Zweikampf?

Boateng: Nein, ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich enttäuscht wäre, wenn er mich nicht zu 100 Prozent angeht. Ich werde es jedenfalls so machen.

Frage: Haben Sie schon etwas für nach dem Spiel geplant?

Boateng: Sicher ist, wir werden nach dem Spiel Trikots tauschen. Alles andere wird sich ergeben.

Aus Gelsenkirchen berichtet Markus Hoffmann
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