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03.01.2014 - 08:12 Uhr


Bewirtung mit Herz

Erika Beier ist die gute Seele im Presse-Bistro von Bayer Leverkusen

Bereits seit 22 Jahren verwöhnt Erika Beier die Medienvertreter, aber auch Spieler und (Ex-)Manager mit Obst, Kuchen, Eis und anderen Köstlichkeiten

Leverkusen - An Heimspieltagen der Werkself ist sie voll in ihrem Element. Seit 22 Jahren leitet Erika Beier den Service im Presse-Bistro der BayArena und kümmert sich voller Leidenschaft um das leibliche Wohl der lokalen und auswärtigen Journalisten. Auch Bayers Ehemalige kommen immer gerne auf einen Besuch vorbei.

Offen und freundlich, immer für ein Schwätzchen zu haben und stets um die bestmögliche Betreuung bemüht. Bei Erika Beier sind die Medienvertreter in guten Händen und wissen dies auch zu schätzen. "Die lieben mich alle", sagt sie mit einem Schmunzeln und erklärt, dass es den bis zu 150 Gästen schließlich an nichts fehlen solle. Darauf legt Bayer 04 Leverkusen auch wert. In Bundesliga-Kreisen hat sich dies längst herumgesprochen. Wer aus der BayArena berichten darf, wird sich den Besuch im Presseraum nicht entgehen lassen. Die Bayer-Gastronomie setzt hier für Stadionverhältnisse hohe Maßstäbe. Eine große Auswahl an warmen und kalten Gerichten und Getränken, Kuchen, Obst und Eis. "Das gibt es wohl bei keinem anderen Verein", sagt Erika Beier.

"Die Frau macht das toll"

Drei Stunden vor Anpfiff beginnt sie mit der Vorbereitung auf den ersten Ansturm, denn bereits zur Öffnung eine Stunde später stehen die Mitarbeiter der TV-Produktionen als erste Gäste vor der Tür. Nach und nach füllt sich dann das Bistro und die gebürtige Leverkusenerin und ihr sechsköpfiges Team (zwei am Buffet, vier Kellner) haben alle Hände voll zu tun.

Bis zwei Stunden nach Spielschluss steht die komplette Speisenauswahl noch zur Verfügung.  "Alle werden hier toll bedient. Sie können jeden fragen, alle sind zufrieden", ist sie sicher. "Die Frau macht das toll" hört man unter Journalisten tatsächlich sehr häufig.

Erika Beier ist bei Bayer 04 eine Institution, quasi die "gute Seele" im Service-Bereich. Früher, im alten Ulrich-Haberland-Stadion, bediente sie die Medienvertreter noch in einem ganz kleinen Raum. Später, beim Umbau zur BayArena, wurde improvisiert und der Pressebereich in ein Zelt ausgelagert. Auch hier hatte Erika Beier alles im Griff. 

Schöne Erinnerungen an Ze Roberto, Lucio, Ballack und Co.

In all den Jahren habe sie nie ein Spiel versäumt. "Ich war nie krank", erklärt sie. Viele Jahre war sie bei der Bayer-Gastronomie angestellt. Nun, als Frührentnerin, arbeitet sie noch auf Teilzeitbasis, während der Woche auch bei Veranstaltungen und Seminaren im VIP-Bereich der Arena. Die Spiele der Werkself verfolgt sie immer mit großem Interesse. "Natürlich fiebere ich mit der Mannschaft mit. Wenn sie erfolgreich ist, gibt es mehr Spiele und wir können mehr arbeiten."

Viele Profis hat sie in all den Jahren kommen und gehen sehen. "Früher hatte man mehr mit den Spielern zu tun, das ist heute nicht mehr so", bedauert sie ein wenig.  An Stars wie Ze Roberto, Lucio, Emerson, Juan oder Michael Ballack erinnert sie sich besonders gerne. "Das waren super nette Typen und mit allen war ich per Du." Heute sind es Simon Rolfes, Stefan Kießling und Gonzalo Castro, mit denen sie den meisten Kontakt hat.

Calmund-Besuch immer eine Freude

An Spieltagen freut sie sich immer, wenn ihr Bayers Ehemalige einen Besuch abstatten. Jens Nowotny, Carsten Ramelow oder auch Ex-Manager Reiner Calmund schauen häufiger mal vorbei. "Der Herr Calmund hat mich früher sogar zu Auswärtsspielen eingeladen. Er hatte immer ein offenes Ohr und ich freue mich immer, wenn er zu Gast ist. Dann bringe ich ihm lecker Essen", sagt sie mit ihrer typisch herzlichen Art.

Mindestens dreieinhalb Jahre möchte sie ihren Job noch mit viel Herzblut genießen, gerne darüber hinaus. "Vielleicht behalten sie mich ja länger, denn ich gehe lieber arbeiten, statt zuhause zu sitzen und zu putzen. Ich muss unter Leute und mit ihnen erzählen." Am liebsten in "ihrem" Presse-Bistro, denn dort fühlt sie sich schließlich am wohlsten. 

Markus Hoffmann

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