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18.08.2013 - 16:27 Uhr


Bayern suchen den Rhythmus

Trainer Pep Gaurdiola war mit dem Spiel seiner Bayern in Frankfurt grundsätzlich zufrieden, trotz eines großen Mankos...

Der Triple-Sieger gewann nur mit 1:0, obwohl Mario Mandzukic (2.v.l.) und Kollegen ausreichend Chancen hatten - die Verwertung stimmte nicht

Torwart Manuel Neuer bemängelte zudem, dass seine Vorderleute zu häufig gefoult hätten, was zu zahlreichen unnötigen Freistößen für die Eintracht führte

Arjen Robben (r.) saß in Frankfurt lange auf der Bank, um sich nach dem Länderspiel mit den Niederlanden erholen zu können

Frankfurt/Main - Zweiter Spieltag, zweiter Sieg. Der FC Bayern München ist im Soll und hat nach dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt nun sechs Punkte auf dem Konto. Das Ergebnis stimmt, aber beim Rekordmeister sind auch selbstkritische Töne zu hören.
Hauptsache gewonnen, das war die einhellige Meinung der Bayern Spieler und Verantwortlichen nach dem verdienten, aber knappen Sieg gegen Eintracht Frankfurt. "Wichtig ist für uns heute nur das Ergebnis", erklärte Manuel Neuer, der froh war, dass er ohne Gegentor geblieben war, nachdem er unter der Woche bei der Nationalmannschaft drei kassiert hatte.

Und der eingewechselte Arjen Robben ergänzte: "Es war ein schwieriges Spiel, weil Frankfurt etwas gut machen wollte. Am Anfang der Saison ist es einfach wichtig, den Willen zum Sieg zu zeigen, die Spiele zu gewinnen und die Punkte mitzunehmen."

Neuer: "Wir haben zu viele Freistöße zugelassen"



Das hatte schon mal gut geklappt, aber es machte sich eher Erleichterung und Selbstkritik als Selbstbewusstsein unter den Bayern breit. Münchens Sportvorstand Matthias Sammer sagte dazu: "Das war die erste englische Woche und die Spieler müssen noch an ihrem Rhythmus arbeiten."

Torwart Neuer sieht in bestimmten Situationen noch Verbesserungsbedarf: "Der ein oder andere Freistoß für den Gegner hätte nicht sein müssen, da sollten wir cleverer spielen. Uns hat das zweite Tor gefehlt, um hier schnell alles klar zu machen."

Genauso schätzte es Arjen Robben ein: "Wir hatten genügend Möglichkeiten für weitere Treffer, der Raum und die Chancen waren da. Heute war unsere Verwertung nicht so gut."

Guardiola: "Ich bin glücklich so einen super Kader zu haben"



Der Holländer stand etwas überraschend nicht in der Startelf, hatte für die Entscheidung des Trainers aber Verständnis. "Wir brauchen alle Spieler und er hat mit mir darüber geredet. Nach meinen Verletzungen der letzten Jahre ist es für mich wichtig, fit zu bleiben", so Robben.

Für Pep Guardiola sind solche Veränderungen an der ersten Elf eine Selbstverständlichkeit, die er auch mit seiner Aussage unterstrich: "Mal spielt Müller, mal spielt Robben, mal ein anderer. Die Wechsel gehören bei uns dazu. Ich bin jedenfalls glücklich solch einen super Kader zu haben."

Insgesamt zeigte sich Guardiola zufrieden und bei seiner Analyse überwogen auch eher die positiven Erkenntnisse aus dem Spiel: "Gegen Mönchengladbach haben wir noch viel zu viele Konter zugelassen. Das war heute schon viel besser."

Bessere Abstimmung steht auf dem Derby-Plan



Ein Problem dabei, sich weiter einzuspielen, machte der Star-Trainer im Länderspiel unter der Woche aus: "Wir hatten kaum Zeit für eine gute Vorbereitung. Zwei, drei Tage Training sind zu wenig."

Diese Schwierigkeit hat Guradiola in der nächsten Woche nicht. Da sind alle Spieler aus seinem super Kader vor Ort, um sich auf das Derby nächsten Samstag gegen den 1. FC Nürnberg vorzubereiten. Vielleicht können sie dann einen weiteren Rekord für den FC Bayern München aufstellen, indem sie saisonübergreifend auch im 28. Spiel in Folge ohne Niederlage bleiben.

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius
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