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17.10.2013 - 15:16 Uhr


Bayer schielt verhalten auf die Spitze

Dreimal Augen zu und durch: Sidney Sam (l.) und Stefan Kießling (M.) können bei 1899 Hoffenheim Tabellenführer werden. Fabian Johnson ist bei der TSG fraglich

Coach Sami Hyypiä vermeidet jedoch den Blick auf die Tabellenspitze: "Im Oktober bekommt man keinen Preis für Platz 1."

TSG-Trainer Markus Gisdol bezeichnet die Partie gegen die Werkself als ein "Bonus-Spiel"

München - Ligaprimus für eine Nacht: Bayer Leverkusen hat bei 1899 Hoffenheim zum Auftakt des 9. Spieltags erstmals in dieser Saison die Chance, die Tabellenspitze zu erklimmen - auch wenn 24 Stunden später Vizemeister Borussia Dortmund wieder an der Werkself vorbeiziehen kann (ab 20 Uhr im Live-Ticker).
1899 kommt Leverkusen angesichts von neun Siegen in den bisherigen zehn Duellen ohne Niederlage nun gerade recht. Doch Trainer Sami Hyypiä, der während der Länderspielpause seine Trainer-Ausbildung durch eine Hospitanz bei Englands Nationalmannschaft vorantrieb, erwartet alles andere als einen Spaziergang an die Spitze. "Hoffenheim spielt mit hohem Druck. Wir müssen bereit sein, unser Aufbauspiel darauf einzustellen und zudem präzise in die Spitze zu passen", so der Finne.

Tabellenspitze nicht ganz oben auf der Agenda



Platz 1 interessiert den Werkself-Übungsleiter dabei herzlich wenig. "Für mich ist es völlig egal, auf welcher Position wir nach dem Spiel stehen. Im Oktober bekommt man keinen Preis für den 1. Platz. Alles was zählt, sind die drei Punkte." Zumal den Westdeutschen auch noch ihre Unterlegenheit beim gleichwohl beachtlichen 1:1 vor der Liga-Pause gegen die Bayern gut in Erinnerung sein dürfte: "Da haben wir uns nicht gut verkauft, das können wir besser", mahnte Sportdirektor Rudi Völler.

Dennoch hat die Werkself einen Punkt zuhause behalten, muss aber auf Lars Bender verzichten - das ist allerdings auch schon der einzige Ausfall. Der Mittelfeldspieler hatte sich im Bayern-Spiel Faserriss im Oberschenkel zugezogen. "Für Lars kommt ein Einsatz noch zu früh", klärte der Coach auf. Die zuletzt angeschlagenen Bernd Leno und Stefan Kießling sind dagegen wieder topfit.

Hoffenheim schreibt sich die Außenseiterrolle selbst zu



Auch die Gastgeber können ebenfalls weitestgehend auf einen gesunden Kader zurückgreifen, fraglich ist nur der Einsatz von Fabian Johnson - der Außenverteidiger laboriert immer noch an seiner Sprunggelenkverletzung aus der Begegnung gegen Schalke 04. Im Vorfeld der Partie verzichtet Coach Markus Gisdol dennoch auf große Parolen und redet gerade wegen Leverkusens Remis gegen den Champions-League-Sieger sein Team bewusst in die Außenseiterrolle: "Ein 1:1 gegen Bayern schafft man nicht mal eben so."

Hoffenheims schwächste Bilanz gegen einen Bundesliga-Rivalen indes ist für den Coach kein Grund zur Furcht: "Bayer ist kein Angstgegner. Wir haben eine neue Konstellation." Neben den Partien bei den heimstarken Hannoveranern, gegen Bayern München und Borussia Dortmund ist die Partie gegen Leverkusen jedoch für ihn ein "Bonus-Spiel". Die Sinsheimer sind sich ihrer Rolle bewusst: "Wir brauchen einen Spitzentag, um etwas zu holen. Ohne diesen geht es nicht", sagt Gisdol.


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