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16.07.2013 - 15:53 Uhr


Bayer Leverkusens Offensive stellt sich neu auf

Heung Min Son erzielt im Test gegen 1860 München seinen Premieren-Treffer für Bayer Leverkusen

Bayers Trainer Sami Hyypiä (l.) hat aufgrund der neuen Personalsituation bei der "Werkself" gut lachen

Heung Min Son (l.) und Robbie Kruse (r.) sollen die Offensive bei Bayer variabler machen, Giulio Donati ist für die Defensivarbeit verantwortlich

Leverkusen/Kaprun - Seit drei Wochen läuft bei Bayer Leverkusen die Saisonvorbereitung. Im vierten Testspiel gab es nun die erste Niederlage. Gegen den TSV 1860 München verlor die "Werkself" in ihrem Trainingslager in Kaprun mit 1:2. Dabei gelang Neuzugang Heung Min Son sein erster Treffer für seinen neuen Arbeitgeber.
Beste Bedingungen finden die Rheinländer in Österreich bei 25 Grad und Sonnenschein vor, wo sich die Profis von Bayer Leverkusen seit Freitag aufhalten. Der Kader ist komplett dabei, alle Neuverpflichtungen sind mit an Bord und bereits mittendrin.

Nach dem Abgang von Andre Schürrle hat Leverkusen sich in der Offensive neu sortiert. Mit dem Ex-Düsseldorfer Robbie Kruse und dem aus Hamburg gekommenen Heung Min Son besitzt Trainer Sami Hyypiä jetzt sogar noch mehr Alternativen im Spiel nach vorne als zuvor.

Die Bayer-Offensive war bereits in der Vorsaison das Prunkstück der Mannschaft. 65 Tore gelangen der "Werkself", der drittbeste Wert der Bundesliga. Zudem stellte Bayer mit Stefan Kießling den Torschützenkönig. Auf dem 29-jährigen Franken ruhen weiterhin die Hoffnungen, auf ihm lastete aber auch ein enormer Druck. Der soll nun durch die neuen Optionen in der Leverkusener "Abteilung Attacke" etwas abgeschwächt werden. Die Last des Toreschießens wird auf mehrere Schultern verteilt.

Heung Min Son will von Stefan Kießling lernen



Unterstützt wird Kießling nun von Heung Min Son, der sich schon darauf freut, "ganz viel von Stefan Kießling lernen zu können". "Das ist ein Traum für mich", sagte Son bei seiner Vorstellung. Der Koreaner ist variabel einsetzbar, sucht aber auch immer den direkten Weg zum Tor. In der vergangenen Saison zeigte sich der 21-Jährige im Abschluss extrem verbessert. Zwölf Treffer gelangen ihm für den HSV.

Robbie Kruses Vorzüge entfalten sich eher auf den Flügeln. Der pfeilschnelle Australier war Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im Derby gegen die Fortuna aufgefallen, "als Kruse unsere linke Abwehrseite aufmischte". Beim Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf spielte Kruse eine bärenstarke Vorrunde, baute dann aber wie die ganze Mannschaft in der Rückrunde ab. Seine zwölf Torbeteiligungen (vier Treffer und acht Assists) waren dennoch Bestwert bei der Fortuna.

"Für mich ist der Wechsel nach Leverkusen ein großer Schritt", sagt Robbie Kruse. "Ich will besser werden und stelle mich dem riesigen Konkurrenzkampf im Team." Neben den beiden Neuen und Goalgetter Kießling drängen auch die arrivierten Sidney Sam, Karim Bellarabi und das polnische Supertalent Arkadiusz Milik ins Team.

Hyypiä nimmt Donati und Hilbert unter die Lupe



Im Trainingslager in Kaprun, wo der Bayer-Tross bis zum 19. Juli weilt, kann Sami Hyypiä auch die weiteren Neuzugänge eingehend unter die Lupe nehmen. Der Italiener Giulio Donati ist für die Position des rechten Außenverteidigers vorgesehen, der ehemalige Stuttgarter Meisterspieler Roberto Hilbert (120 Bundesliga-Spiele, 16 Tore) ist defensiv vielseitig einsetzbar.

Vor dem Saisonstart mit dem Pokalspiel am 3. August beim SV Lippstadt und dem Bundesliga-Auftakt eine Woche später mit dem Heimspiel gegen Freiburg absolviert Bayer Leverkusen noch zwei Testspiele. Am kommenden Mittwoch steht die Begegnung mit Udinese Calcio auf dem Programm, am 27. Juli schließlich das Spiel gegen Vitesse Arnheim.

Tobias Gonscherowski
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