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16.04.2014 - 10:04 Uhr


Marco Reus: Tore für die Borussia und Brasilien

Dortmunds Marco Reus überragt beim Sieg in München und untermauert seine aktuelle Topform

Robert Lewandowski (r.) zieht es im Sommer nach München. Reus (l.) bekommt wieder einen neuen Partner: Adrian Ramos

Reus steht mit Dortmund erstmals im DFB-Pokalfinale in Berlin

München - In Dortmund geht derzeit kaum etwas ohne Marco Reus - oder besser gesagt außerhalb von Dortmund. Denn auswärts trifft der 24-Jährige besonders gerne. Beim klaren 3:0-Sieg in München schoss er bereits sein fünftes Auswärtstor im dritten Spiel, legte den Führungstreffer zuvor auf.

Keiner der Konkurrenten konnte Reus aufgrund seiner erneut starken Leistung bei der Wahl zum "Spieler des 30. Spieltags" das Wasser reichen. Mit 51,46 Prozent der User-Stimmen wurde der gebürtige Dortmunder zum besten Spieler des Spieltags gewählt. 

Reus variabel und in Topform

Der Formanstieg des Offensiv-Allrounders dürfte auch Bundestrainer Joachim Löw freuen. Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft sprach er vor einigen Wochen eine eingehende Warnung aus. "Die Uhr tickt. Und nur derjenige, der sie hört, wird eine reelle Chance haben. Das ist ein Appell und ein Weckruf", sagte Löw. Reus, der sich davon angesprochen gefühlt haben sollte, scheint verstanden zu haben und ist bereits Wochen vor WM-Start in Topform.

Löw dürfte nun sogar um eine Erkenntis reicher sein. Bei Besuch des Topspiels zwischen Bayern und Dortmund (0:3) bewies Reus, dass er auch als Stoßstürmer gute Figur machen kann. Ein Zeichen zur richtigen Zeit, da die etatmäßigen Stoßstürmer Miroslav Klose und Mario Gomez aufgrund von zahlreichen Wehwehchen nicht in Topform sind. Die nötige Treffsicherheit beweist Reus schon mal. Mit aktuell 14 Saisontoren hat er seine Marke aus der Vorsaison bereits jetzt eingestellt.

Führungsspieler mit "Sauerstoff-Mangel"

Dass er mittlerweile nicht nur Leistungsträger, sondern auch Führungsspieler ist, verdeutlichte eine Randszene beim Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg. Er bekam sich kurz vor dem Spielende mit Keeper-Veteran Roman Weidenfeller in die Haare. Das Duo lieferte sich ein kurzes, aber heftiges Wortduell - ohne Folgen für den deutlich jüngeren Reus.

Das Intermezzo sagt viel über den Stellenwert des Dortmunders innerhalb des Teams. Andere Spieler hätten einen Rüffel bekommen, nicht so Reus. BVB-Coach Jürgen Klopp klärte die Situation stattdessen auf humorvolle Weise, um das Ganze nicht noch weiter aufzubauschen. "Marco spielt seit drei Wochen auf einem Niveau, das ist unglaublich. Da hatte er bei den letzten drei Bällen keinen Sauerstoff mehr im Kopf." Damit war Reus erst einmal raus aus dem Fokus.

Reus als Konstante im BVB-Spiel

Dies wird sich aber spätestens zur Saison 2014/2015 ändern. Immerhin steht der Abgang von Stoßstürmer Robert Lewandowski schon fest und so bleibt Reus die Konstante im Dortmunder Offensivspiel. Ein Jahr nach Mario Götze geht mit dem Polen der nächste Top-Partner von Reus zum FC Bayern.

Mit dem Kolumbianer Adrian Ramos von Hertha BSC steht der Lewandowski-Nachfolger bereits fest. Mit dem hat Reus sogar schon etwas gemeinsam: Beide wollen im Sommer 2014 zur WM nach Brasilien - und danach als Weltmeister nach Dortmund kommen.

Christoph Gailer

Hier sehen Sie das Ergebnis der Wahl zum "Spieler des 30. Spieltags"

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