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05.12.2013 - 10:12 Uhr


Schalker Offensivwirbel trifft auf Gladbacher Beton

München - Trotz des Fehlens von Top-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar gehört der FC Schalke 04 bislang zu den treffsichersten Teams der Saison. Der Vorteil der Knappen ist die Effizienz vor dem gegnerischen Kasten - doch es gibt auch verschiedene Mankos. Am Samstag trifft das Keller-Team auf eine Gladbacher Defensive, die sich im Laufe der Hinrunde zur Festung etabliert hat.   

bundesliga.de analysiert im Vorfeld des Topspiels die Offensiv/-und Defensivreihen der Clubs und zieht einen Vergleich. Die Leistungsdaten beider Mannschaftsteile offenbaren dabei ein nicht so klares Bild, wie man es im ersten Augenblick vermuten sollte.

Schalker Verletzungspech

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Durch den Ausfall von Klaas-Jan Huntelaar hat sich Schalkes Offensive schon früh in der Saison auf alternative Lösungen vor dem gegnerischen Tor einstellen müssen. Weil aber auch Jefferson Farfan und Christan Clemens lange Zeit ausfielen, ließ der Sturm der Knappen oft die Flügel hängen. Nachdem zumindest Farfan vor zwei Wochen sein Comeback gab, hat sich die Situation etwas entspannt, wenngleich Adam Szalai in der Sturmmitte noch kein gleichwertiger Vertreter des "Hunters" ist. Fünf Treffer hat der Ungar bislang auf seinem Konto - und dennoch wartet der Schalker Anhang sehnsüchtig auf Huntelaars Rückkehr. Versuche, Prince-Kevin Boateng ins Sturmzentrum zu befördern, waren nicht von Erfolg gekrönt.

Eingespielte Defensive

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Die Gladbacher Defensive hat im Laufe der Hinrunde eine erstaunliche Metamorphose hinter sich. Waren es nach sieben Spieltagen insgesamt 13 Gegentore, so kassierte man im gleichen Zeitraum danach nur noch deren drei. Noch erstaunlicher mutet es an, wenn man bedenkt, dass erst das große Verletzungspech der Borussen (Alvaro Dominguez, Roel Brouwers, Filip Daems, Havard Nordtveit) die Wende zum Besseren ermöglichte. Durch die Umstellung der Abwehrkette (Tony Jantschke in die MItte, Julian Korb nach rechts, Oscar Wendt nach links) zeigte sich Gladbachs Abwehr deutlich stabiler.

Das Zentrum ist dicht

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Obwohl Jantschke mit 1,77 Meter alles andere als Gardemaß für einen Innenverteidiger hat, hält das Gladbacher Abwehrzentrum den Laden dicht. Einzig Leverkusen ließ die Gegner häufiger zum Flanken kommen als Mönchengladbach (216 Mal), doch lediglich eine davon war von Erfolg gekrönt. Dies ist nach dem BVB, der noch kein Gegentor nach einer Flanke kassierte, die beste BIlanz aller Bundesligisten. Nach Eckbällen haben die Fohlen sogar eine blütenweiße Weste.  Oberste Maxime ist es, Freistöße zu verhindern, was mit 133 Fouls (die wenigsten der Liga) auch bislang klappte. Zudem wurde kein einziges Gegentor durch einen krassen Abwehrfehler begünstigt.

Effiziente Schalker

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Mit 29 Saisontoren gehört Schalke 04 bislang zu den treffsichersten Mannschaften der Bundesliga. Dabei profitieren die Knappen jedoch nicht von einer Flut an Torchancen, sondern sie erwiesen sich bislang als Meister der Effizienz. Nur Hoffenheim benötigte durchschnittlich weniger Torschüsse für ein Tor (sechs) als Schalke. Das beschreibt aber auch gleichzeitig das Manko der Königsblauen: Einzig die Stürmer von Augsburg kamen seltener zum Abschluss (27 Mal) als die von Schalke (31 Mal).

Unberechenbare Knappen

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Während die Angreifer der Knappen also wenige Torchancen kreieren, tun sich ihre Kollegen aus dem Mittelfeld diesbezüglich hervor. Nur bei zwei Teams schossen die Mittelfeldspieler mehr Tore als für Schalke (18). Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Elf von Trainer Jens Keller nur schwer auszurechnen ist: Zwölf verschiedene Torschützen hat ansonsten keine andere Mannschaft in der Bundesliga zu bieten. Trotz der schnellen Leute wie Jefferson Farfan oder Christian Clemens haben die Schalker ein großes Manko: Weil zu selten schnell umgeschaltet wird, ist die Keller-Elf die Mannschaft mit den wenigsten Kontertorschüssen (acht). Positiv: Schalke traf von allen Teams am häufigsten in der Schlussviertelstunde (neun Mal).

Johannes Fischer

Hier geht es zum Duell der Gladbacher Offensive mit Schalkes Defensive

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