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Bundesliga

19.03.2014 - 14:54 Uhr


Abstiegs-Krimi hoch drei: Stuttgart gegen Hamburg

München - Am Wochenende brodelt es am Tabellenende: Die Mannschaften von Platz 12 bis 17 treffen in direkten Duellen aufeinander. Der Vorletzte Stuttgart kann am Samstag mit einem Sieg Hamburg, den Vierzehnten in der Tabelle, überholen. Bei einer Niederlage wäre der HSV fünf Punkte weg (XL-Galerie: Heiße Wochen im Keller).

Das Hinspiel war ein Genuss für neutrale Fußballbeobachter. Beim kuriosen 3:3 gingen die Stuttgarter drei Mal in Führung. Allerdings hatte der HSV immer eine passende Antwort parat. Den Schlusspunkt setzte Rafael van der Vaart nach Vorlage des mittlerweile verletzten Maxi Beister. Mittlerweile gibt es beim HSV jedoch einen neuen Hoffnungsträger, der den Dino vor dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte retten soll. Auf Seiten des VfB soll einen Rückkehrer das Ruder herumreißen (ab 15 Uhr im Live-Ticker).

Ibisevic - Stuttgarts Torgarantie

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Vedad Ibisevic ist wieder zurück! Diese Personalie allein sorgt schon für neuen Mut bei den Schwaben, die ohne ihren Torjäger einfach nicht gewinnen können. Seit Sommer 2012 fehlte der Bosnier neun Mal wegen einer Sperre - keine einzige Partie wurde gewonnen. Nur vier magere Remis holte der VfB in Ibisevics Abwesenheit. Gegen den Hamburger SV kehrt Stuttgarts Top-Torjäger nach abgesessener Rotsperre wieder zurück - und mit ihm die Hoffnung auf den ersten Sieg seit zehn Partien. Stand Ibisevic auf dem Platz, holte Stuttgart durchschnittlich 1,2 Punkte pro Spiel, ohne ihn nur 0,4. Bei vier der fünf Saisonsiege traf Ibisevic.

Der zweite Hoffnungsträger für den VfB Stuttgart ist Huub Stevens. Der niederländische Trainer, der die Schwaben vor dem zweiten Abstieg der Vereinsgeschichte retten soll, hat einen Trumpf: Er ist als Bundesliga-Coach noch nie abgestiegen. Seine größte Leistung als "Feuerwehrmann" zeigte er in der Saison 2006/07, als er im Februar den HSV auf Rang 18 übernahm und ihn noch auf Platz 7 führte.

Außerdem macht Antonio Rüdigers Entwicklung Mut. Zuletzt agierte der Abwehrspieler hoch konzentriert. Rüdiger gewann in den letzten beiden Partien 68 Prozent seiner Zweikämpfe, zuvor waren es nur 52 Prozent. Mit solchen Werten dürfte die Defensive wieder an Stabilität gewinnen und der VfB könnte nach langer Zeit mal wieder zu Null spielen.

Restprogramm: HSV (H), Nürnberg (A), Dortmund (H), Freiburg (H), Mönchengladbach (A), Schalke (H), Hannover (A), Wolfsburg (H), FC Bayern (A).

Calhanoglu - die Hoffnung des HSV

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Die Zuversicht beim HSV, den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte zu verhindern, nährt Hakan Calhanoglu. Der Deutsch-Türke hat 2014 noch einmal einen wahnsinnigen Leistungssprung gemacht. Im Sommer hatte er wegen der U20-WM kaum Erholung, nun ist er frisch. Er erzielte in dieser Saison bereits acht Saisontore, davon drei in der Rückrunde. Außerdem zeigte der Jungspund in den Heimspielen gegen Borussia Dortmund und den 1. FC Nürnberg eine bärenstarke Leistung.

Eine Spezialität von Calhanoglu: Distanzschüsse. Unvergessen ist sein 40-Meter-Freistoßtor gegen den BVB. Doch nicht nur er zielt aus der zweiten Reihe richtig gut. Elf Mal traf Hamburg per Weitschuss - das ist Ligaspitze und macht fehlende spielerische Leichtigkeit wett. Ein weiterer Vorteil für den HSV ist die konsequente Chancenverwertung. Nur Schalke nutzte seine Großchancen besser (65 Prozent) als Hamburg (62 Prozent).

Hinzu kommt, dass der Verein unter Mirko Slomka wieder optimistisch in die Zukunft blickt. Der Coach holte in den vier Partien 1,8 Punkte pro Spiel. Zum Vergleich: Unter seinen Vorgängern Thorsten Fink und Bert van Marwijk waren es nur 0,8. Auch die Rückkehr des Top-Torjägers Pierre-Michel Lasogga dürfte dem Tabellenvierzehnten einen Leistungsschub geben. In der Rückrunde stand der Stürmer nur 290 der 720 Minuten auf dem Feld - und schoss trotzdem zwei Tore. 

Restprogramm: Stuttgart (A), Freiburg (H), Mönchengladbach (A), Leverkusen (H), Hannover (A), Wolfsburg (H), Augsburg (A), FC Bayern (H), Mainz (A)

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