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19.03.2014 - 14:03 Uhr


Abstiegs-Krimi hoch drei: Freiburg gegen Bremen

München - Am Wochenende brodelt es am Tabellenende: Die Mannschaften von Platz 12 bis 17 treffen in direkten Duellen aufeinander, unter anderen auch der SC Freiburg und Werder Bremen, die den 26. Spieltag eröffnen (ab 20 Uhr im Live-Ticker).

Mit einem Sieg kann der Sport-Club auf vier Punkte an Werder herankommen. Die Bremer ihrerseits können die Breisgauer mit einem Dreier auf zehn Punkte distanzieren - das wäre eine kleine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt.

Baumann-Form entscheidet Spiele

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Die Ausgangslage der Breisgauer vor dem Freitagabendspiel ist nicht gerade rosig. Das Team von Coach Christian Streich steht mit 22 Punkten auf dem Relegationsplatz. Kein guter Zeitpunkt also, um in einem sogenannten "Sechs-Punkte-Spiel" auf einen Angstgegner zu treffen. Seit 2001 konnte Freiburg kein Heimspiel mehr gegen die Bremer gewinnen. Insgesamt 29 Mal trafen die beiden Teams aufeinander, nur sechs Mal ging der Sport-Club als Sieger vom Platz (Vorschaufakten).

Ein Sieg wäre ein wichtiges Ausrufezeichen im Abstiegskampf, zumal die Freiburger mit dem jüngsten 4:1-Erfolg in Frankfurt an Selbstbewusstsein gewonnen haben dürften. Matchwinner war Oliver Baumann. Der Keeper erwies sich als nahezu unüberwindbar und zeigte Glanzparaden in Serie. Kein Einzelfall, wie die Statistiken beweisen: In der bisherigen Saison hat Baumann mehr Bälle gehalten als jeder andere Torhüter (117). Der Klassenerhalt von Freiburg wird eng mit den Leistungen des Vize-Kapitäns verknüpft sein.

Generell ist der Sport-Club eine Mannschaft, die für ihre Geschlossenheit, taktische Disziplin und Laufbereitschaft bekannt ist.  Es gibt keine herausragenden Einzelspieler, die Schlüsselpartien auch mal im Alleingang entscheiden können. Ein richtiger Top-Stürmer fehlt ebenfalls. Das beste Beispiel dafür sind die zwei Tore von Karim Guede gegen Frankfurt, wo der gelernte Innenverteidiger im Sturm auflief.

Restprogramm: Bremen (H), HSV (A), Nürnberg (H), Stuttgart (A), Braunschweig (H), Mönchengladbach (H), Wolfsburg (A), Schalke (H), Hannover (A).

Hinten stabil - vorne Ladehemmung

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Die Bremer reisen mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage nach Freiburg. "In den letzten Wochen war es für uns entscheidend, viele Punkte zu holen und unsere gute Mentalität dabei konstant abzurufen", erklärte Werder-Coach Robin Dutt, dessen Team mit einem Sieg in Freiburg auf 32 Punkte käme, was wohl vorerst den Abschied vom Abstiegskampf bedeuten würde.

Der große Hoffnungsträger im Abstiegskampf heißt Aaron Hunt. In den letzten zwölf Spielen war er an neun Toren beteiligt. Seine wichtigen Treffer und Vorlagen, wie gegen den VfB Stuttgart oder den HSV, sind einer der Hauptgründe des Bremer Aufwärtstrends. Ein weiterer Erfolgsgarant ist der wiedergenesene Abwehrchef Sebastian Prödl. Mit ihm in der Startelf gab es nur 1,3 Gegentore pro Spiel, ohne ihn waren es 3,1.

Sorgen bereitet jedoch die Offensive, eigentlich das Prunkstück der Bremer, denn die ist so schwach wie nie. Gerade einmal 29 Tore stehen zu Buche - so wenige waren es zuletzt 1995/96. Ein Grund dafür ist die Ladehemmung von Nils Petersen. Der Stürmer, in der Hinrunde noch fünfmal erfolgreich, hat 2014 noch gar nicht getroffen.

Restprogramm: Freiburg (A), Wolfsburg (H), Hannover (A), Schalke (H), Mainz (A), Hoffenheim (H), FC Bayern (A), Hertha (H), Leverkusen (A).

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