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14.04.2014 - 10:19 Uhr


"Club" gibt nicht auf: "Werden kämpfen wie die Löwen"

Hängende Köpfe: Für den 1. FC Nürnberg war das 1:4 beim VfL Wolfsburg bereits die siebte Niederlage aus den vergangenen acht Spielen

Markus Feulner (l.) hatte die Franken mit dem 1400. Bundesliga-Tor des FCN in Führung gebracht - doch der Vorsprung hielt nicht lange

Nun wird die Not immer größer. Schon am Sonntag trifft die Mannschaft von Gertjan Verbeek auf Bayer Leverkusen - und ist zum Siegen verdammt

Wolfsburg - Eigentlich hatte für den 1. FC Nürnberg am Samstag alles ganz gut angefangen. Der "Club" führte beim VfL Wolfsburg bereits nach seinem ersten Angriff mit 1:0. Doch danach lief bei den Franken gar nichts mehr zusammen. Nach dem 1:4 in Niedersachsen (Spielbericht) steckt man mehr denn je im Abstiegskampf. Kapitän Raphael Schäfer wäre in der jetzigen Situation sogar schon mit Erreichen des Relegationsplatzes zufrieden.

"Egal ob wir gut oder schlecht angefangen haben, wenn du 1:4 verlierst, hast du keine Argumente. Wir müssen irgendwie versuchen, auf den 16. Platz zu kommen, um dann in der Relegation die Klasse zu halten", schätzte Schäfer die Lage realistisch ein.

Die Formkurve zeigt nach dem starken Rückrundenbeginn deutlich nach unten. Der FCN hat sieben der letzten acht Spiele verloren. "Ich glaube, VfL-Keeper Max Grün musste nicht einen Ball halten, das ist einfach zu wenig", sagte der Routinier, "jede Zweit- und Drittliga-Mannschaft hätte unsere Fehler ausgenutzt."

"Club" zu harmlos

In der Tat war die 1:0-Führung der Nürnberger der erste und einzige Schuss auf das Gehäuse des VfL - und der war drin. Es war das 1400. Tor der Franken in der Bundesliga. Ein Jubiläum, für das sich der Torschütze Markus Feulner nach dem Spiel auch nichts kaufen konnte: "Wir haben den Ball zu oft und zu schnell weggegeben. Der Wille war da, aber wir haben in einigen Situationen sehr unglücklich agiert."

Nach dem Wolfsburger Doppelschlag zum 2:1 war der Widerstand des "Clubs" schon fast erloschen. Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten es die Nürnberger noch einmal und setzten die Wölfe in der eigenen Hälfte fest.

"Nur kurz nach der Pause gut gespielt"

"In dieser Phase direkt nach der Halbzeit haben wir gut gespielt und auch eine große Chance durch Hiroshi Kiyotake gehabt. Insgesamt aber hat Wolfsburg sehr konzentriert und konsequent gespielt, und dann ist es klar, dass du hier nichts mitnimmst“, gab FCN-Trainer Gertjan Verbeek zu. Die Nürnberger mussten danach noch zwei weitere Treffer hinnehmen. Das 3:1 durch Junior Malanda war schon das 13. Weitschuss-Gegentor in dieser Saison. Das ist Ligahöchstwert.

Drei Siege aus den letzten fünf Spielen hatte Verbeek vor der Partie gefordert. Drei Erfolge sind zwar immer noch möglich, aber in der derzeitigen Verfassung scheint das utopisch. "Nach so einer Niederlage kann ich mich nicht hinstellen und sagen, wir hauen Leverkusen im nächsten Heimspiel 4:1 weg. Aber wir müssen die weghauen in unserer Situation", stellte Schäfer fest. Und Torschütze Feulner ergänzte: "Wir müssen gieriger sein. Solange der Klassenerhalt noch möglich ist, werden wir kämpfen wie die Löwen."

Schäfer vermisst die Aggressivität

Im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen wird Adam Hlousek nicht mithelfen können. Der Tscheche sah in Wolfsburg seine fünfte Gelbe Karte und wird damit gesperrt fehlen. Der Einsatz von Mike Frantz ist fraglich. Der Mittelfeldspieler verletzte sich an der Halswirbelsäule und musste nach 25 Minuten ausgewechselt werden. Ein Hoffnungsträger ist dagegen Javier Pinola. Der Argentinier war gegen den VfL nicht im Kader, weil er in der Nacht zum Samstag zum dritten Mal Vater geworden war.

"Wir müssen jetzt nicht mehr so viel reden, sondern unsere Leistung auf dem Platz abrufen. Beim Heimsieg gegen Braunschweig haben wir letztmalig diese Aggressivität gezeigt, die man im Abstiegskampf an den Tag legen muss", so forderte Schäfer für den nächsten Sonntag eine Steigerung.

Aus Wolfsburg berichtet Alexander Barklage

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