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28.10.2013 - 09:52 Uhr


"Wir müssen unbedingt Punkte sammeln"

Für Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp ist es ein gebrauchter Tag. Vier Schüsse kommen bei der 1:4-Auswärtspleite in Gladbach auf seinen Kasten - alle sind drin

Beim ersten Gegentreffer verzichtet der 22-Jährige auf einen zusätzlichen Mann auf der Linie. Freistoßexperte Juan Arango...(©Imago)

...dankt es ihm und netzt zur 1:0-Führung ein. Trapp (r.) zeigt Respekt: "Wenn jemand so gut schießt wie Arango, ist der Ball leider drin. Da gibt es nichts zu halten" (©Imago)

Auch beim 1:3-Treffer von Patrick Herrmann (o.) ist der Eintracht-Torwart machtlos. Nach der Niederlage schaut Trapp besorgt auf die kommende Aufgabe gegen Wolfsburg: "Das Spiel müssen wir schon fast gewinnen"

Mönchengladbach - Nach fünf Spielen ohne Niederlage hat es Eintracht Frankfurt wieder erwischt. Die Hessen verloren 1:4 in Mönchengladbach und rutschten dadurch in der Tabelle auf Platz 14 ab. Für Keeper Kevin Trapp war es ein gebrauchter Abend. Alle vier Torschüsse auf seinen Kasten landeten im Netz.
Im Interview mit bundesliga.de sprach der gebürtige Saarländer über die Ursachen der Auswärtspleite, die Mehrfachbelastung durch die Europa-League und die Gefahr in den Tabellenkeller abzurutschen.

bundesliga.de: Herr Trapp, die Eintracht hat mit 1:4 in Mönchengladbach verloren. Was waren die Gründe für die hohe Niederlage?

Kevin Trapp: Man kann kurz und knapp sagen, dass Gladbach einfach besser war.

bundesliga.de: Wie erklären Sie sich das?

Trapp: Gladbach hat es clever gemacht und gut gespielt. Sie waren extrem stark, haben von Anfang an Druck gemacht und waren sehr ballsicher. Sie haben eine richtige starke Offensive. Das haben wir zu spüren bekommen. Wir wollten dagegen halten, schließlich sind wir nicht hierher gekommen, um zu verlieren. Aber Gladbach war einfach die bessere Mannschaft. In den letzten Spielen war es so, dass wir es selbst verpasst haben, die Dinger zu gewinnen. Diesmal nicht. Leider ging der Gladbacher Sieg völlig in Ordnung.

bundesliga.de: Beim Gladbacher Führungstor hat Juan Arango einen Freistoß direkt verwandelt. Er gehört bekanntlich zu den gefährlichsten Freistoßschützen. War es für Sie keine Option, sicherheitshalber noch einen Spieler auf die Linie zu stellen?

Trapp: Nein. Es gibt Torhüter, die das machen. Wir haben es noch nie gemacht. Wenn jemand so gut schießt wie Arango, ist der Ball leider drin. Da gab es nichts zu halten.

bundesliga.de: Trainer Armin Veh sprach davon, dass die Mannschaft erstmals dem Europapokal Tribut zollen musste. Wie leer war der Akku?

Trapp: Wir haben uns auf die Europa-League-Spiele sehr gefreut. Man kann aber auch nicht wegdiskutieren, dass es zuletzt schon extrem viele Spiele waren, die auch an den Kräften zehren. Das haben wir in Gladbach über weite Strecken von der Borussia aufgezeigt bekommen.

bundesliga.de: Führen Sie die späten Gegentore in den Spielen gegen Hamburg und Nürnberg, die Punkte kosteten, auch auf die Mehrfachbelastung zurück?

Trapp: Nein. Die Gegentore hatten andere Gründe. Wir haben in den Spielen nach der Führung aufgehört, Fußball zu spielen und den Gegner fast zu den Toren eingeladen. Wir haben praktisch darauf gewartet. Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber vergessen, den Sack zuzumachen.

bundesliga.de: Die Mannschaft hat auch in dieser Saison bereits viele richtig gute Spiele gemacht, aber zu wenig Punkte geholt. Sehen Sie die Gefahr, dass die Stimmung kippen könnte?

Trapp: Es ist keine einfache Situation für uns. Wir haben uns nach dem Nürnberg-Spiel zusammengesetzt und die Vorgaben schon gegen Tel Aviv gut umgesetzt. In Gladbach war es uns nicht möglich. Klar ist, dass wir unbedingt Punkte sammeln müssen. Das Schlimmste wäre jetzt, wenn wir uns verrückt machen ließen. Wir haben definitiv die Qualität, um besser platziert zu sein als im Moment. Das muss uns bewusst werden und das müssen wir auf dem Platz auch zeigen.

bundesliga.de: Die Eintracht hat nun nach zehn Spiele zehn Punkte auf dem Konto. Sehen Sie die Gefahr, dass die Mannschaft unten reinzurutschen droht?

Trapp: Fakt ist, dass wir zehn Punkte nach zehn Spielen haben. Es hätten sicher mehr sein müssen. Der Abstand ist weder nach unten noch nach oben sehr groß. Wenn man ein Spiel gewinnt, macht man wieder einen Sprung nach vorne. Wir haben nun eine Woche Zeit, um uns richtig gut auf unser Heimspiel gegen Wolfsburg vorzubereiten. Das Spiel müssen wir fast schon gewinnen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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