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03.11.2013 - 11:36 Uhr


"Hatte die Absicht, aufs Tor zu schießen"

Patrick Ochs ließ defensiv nichts anbrennen und leitete in der Offensive die beiden Wolfsburger Tore ein

Youngster Maximilian Arnold (2.v.l.) erzielte nach Ochs' eigentlich als Torschuss gedachtem Zuspiel den 2:1-Siegtreffer

Der 29-Jährige Ochs legte auch den schnellsten Sprint aller Wolfsburger hin (33,3 km/h)

Frankfurt - Ein Heimkehrer war einer der entscheidenden Spieler in Frankfurt. Patrick Ochs war beim 2:1-Auswärtssieg des VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt an beiden Treffern direkt beteiligt. Im Interview sprach der Außenverteidiger über seine Rückkehr und neues Selbstvertrauen.
Frage: Zwei Torvorlagen und insgesamt ein starker Auftritt von Ihnen. Sieht so eine erfolgreiche Rückkehr in die Heimat aus, Herr Ochs?

Patrick Ochs: Für mich ist es eine große Freude, meiner Mannschaft mit meiner Leistung geholfen zu haben. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn die Torvorlage zum 2:1 nicht unbedingt so gewollt war. Eigentlich hatte ich die Absicht, aufs Tor zu schießen.

Frage: Was hat den Ausschlag gegeben, in Frankfurt drei Punkte nach Wolfsburg mitzunehmen?

Ochs: Wir haben hinten sehr gut gestanden, kaum Torchancen für die Eintracht zugelassen und dann auch das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite gehabt. Am Anfang der Saison sah das noch anders aus und auch bei der Niederlage gegen Braunschweig hatten wir Pech. Jetzt steigt unser Selbstvertrauen von Spiel zu Spiel und wir bekommen die Gegner besser in den Griff.

Frage: Parallel zum Erfolg der ganzen Mannschaft stehen Ihre persönlich guten Leistungen der letzten Wochen. Dabei sind Sie erst durch die Verletzung von Christian Träsch in die Startelf gekommen. Wie sehen Sie Ihre Chancen, auch in Zukunft erste Wahl zu sein?

Ochs: Ich versuche immer, meine Leistung zu bringen und nach der Rückkehr von Christian werde ich dem Trainer die Entscheidung so schwer wie möglich machen. Er soll die Qual der Wahl haben. Ich genieße es jedenfalls, wieder auf dem Platz zu stehen.

Frage: Sie sind ja ein "Frankfurter Bub" und haben hier erfolgreich gespielt. Von den Zuschauern waren bei jeder Ballberührung Pfiffe zu hören. Wie hat das auf Sie gewirkt?

Ochs: Das hat schon weh getan. Hier ist meine alte Heimat und ich denke gerne an meine Zeit in Frankfurt zurück. Während des Spiels habe ich versucht das auszublenden und das auch ganz gut geschafft.

Frage: Verfolgen Sie denn noch den Weg der Eintracht?

Ochs: Ich schaue nur auf uns und nicht nach Frankfurt. Es ist meine Pflicht, für Wolfsburg Siege einzufahren. Die Eintracht wird aber nichts mit dem Abstieg zu tun haben, da bin ich mir sicher. Natürlich sehe ich mir die Europa-League-Spiele der Eintracht an und freue mich, wenn sie gewinnen. In der Bundesliga sollen sie aber hinter uns landen.

Frage: Der VfL Wolfsburg liegt nun auf dem 5. Platz. Was ist diese Saison möglich?

Ochs: Die drei Siege in Folge haben uns nach vorne gebracht, aber die Liga ist so eng, dass das noch nichts zu bedeuten hat. Es ist eher eine Momentaufnahme und wir müssen weiter hart arbeiten, damit wir dauerhaft dort stehen können. Hinter Bayern, Dortmund und Leverkusen gibt es mehrere Teams, die um die nächsten Plätze kämpfen. Da wollen wir dabei sein.


Frage: Am Samstag steht das Heimspiel gegen Borussia Dortmund an. Wie sehen Sie die Chancen für Wolfsburg, auch dort zu bestehen?

Ochs: Dortmund hat gegen Stuttgart gezeigt, dass sie gut drauf sind. Aber wir können voller Selbstvertrauen hinfahren und warum sollten wir nicht etwas holen? Gegen Bayern München haben wir auch eine starke Leistung gebracht und nur knapp verloren. Ich freue mich jedenfalls schon auf das Spiel.

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius
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