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27.10.2013 - 21:01 Uhr


"Einfach nicht unser Tag"

Es lief einfach alles gegen Hannover 96: Hier sieht Marcelo (l.) bereits den zweiten Platzverweis im Spiel gegen Hoffenheim

Besonders hart traf es Mame Diouf (l.). Der Senealese flog mit der schnellsten Gelb-Roten Karte der Bundesliga-Geschichte vom Platz

Die erste sah Diouf (l.) wegen Meckerns, die zweite wegen einer Schwalbe - und das bereits nach in der 12. Minute

Hannover - "Das war heute einfach nicht unser Tag", konstatierte 96-Trainer Mirko Slomka. Seine Mannschaft hatte sich gegen die TSG Hoffenheim so viel vorgenommen und wollte mit allen Mitteln den Heimnimbus wahren. Am Ende stand eine 1:4-Heimniederlage. Die erste Pleite vor eigenem Publikum seit April 2013, als 96 eine 1:6-Niederlage gegen Bayern München einstecken musste.
"Für uns war das heute natürlich ein Desaster! Wir wollten unbedingt die drei Punkte und ich bin mir sicher, dass wir das mit elf Mann auch geschafft hätten", ärgerte sich Leon Andreasen nach dem Spiel.

Schnellste Ampelkarte der Geschichte



Es lief wirklich alles schief an diesem Nachmittag für 96. Erst der frühe Strafstoß, den Christian Schulz verursachte, dann nur wenige Minuten später der Platzverweis von Stürmer Mame Diouf. Es war übrigens die schnellste Ampelkarte der Bundesliga-Geschichte in der 12. Minute - zuvor hielt diese Marke Andreas Thom, der 1999 im Trikot von Hertha BSC nach 14 Minuten Gelb-Rot gesehen hatte. Knappe 80 Minuten mussten die Roten in Unterzahl spielen, das war zu viel für die sonst so heimstarken Niedersachsen.

Zu allem Übel sah Innenverteidger Marcelo nach Schiedsrichterbeleidung auch noch die Rote Karte. Hannover schwächelt momentan und verlor in dieser Saison das erste Mal zwei Spiele in Folge. Mit 13 Punkten nach zehn Partien spielt Hannover die schwächste Saison unter Mirko Slomka, seit seinem Amtantritt 2009.

Firminos Doppelpack lässt Hoffnung schwinden



Nur kurz flammte bei den Hannoveranern Hoffnung auf eine Wende auf, als Salif Sane per Kopfball zum 1:2-Anschlusstreffer traf. Es war das Premierentor für den Senegalesen, der wie schon bei der Auswärtsniederlage in Dortmund zusammen mit Andreasen im defensiven Mittelfeld für Ordnung sorgen sollte. Trotz der Niederlage machte Sane eine starke Partie und hatte bei den Gastgebern die meisten Ballkontakte (55).

Nach dem Treffer waren die Hannoveraner kurzzeitig drauf und dran, sogar in Unterzahl den Ausgleichstreffer zu erzielen. Der eingewechselte Leonardo Bittencourt, der zuvor schon Sanes Anschlusstreffer vorbereitete, schloss aus aussichtsreicher Position aber zu überhastet ab. Der Doppelpack des starken Hoffenheimer Firmino innerhalb von nur drei Minuten besiegelte dann aber schnell die erste Heimpleite der Saison.

Zwei Derbys in zwei Wochen



Jetzt müssen die Hannoveraner schnellstens ihren Auswärtsfluch brechen, wenn sie nicht im Niemandsland der Tabelle verschwinden wollen. Nach den vier Heimsiegen in Folge zu Beginn der Saison ist 96 nun auf Platz 10 durchgereicht worden. In der Fremde holten die Niedersachsen noch gar keine Punkte. Nicht einmal ein eigener Torerfolg war den Hannoveranern dort vergönnt. In den nächsten beiden Begegnungen steht für 96 viel auf Spiel, will man das Ziel Europa-League-Plätze nicht aus den Augen verlieren.

Am kommenden Sonntag gastieren die Roten an der Weser beim SV Werder Bremen. Hier wollen sich die Mannen von Mirko Slomka die einkalkulierten Punkte aus dem Hoffenheim-Spiel zurückholen. In zwei Wochen steht dann das, besonders von den heimischen Fans langersehnte, Niedersachen-Derby gegen Eintracht Braunschweig auf dem Programm. Die Anhänger der Hannoveraner breiteten in der ersten Halbzeit des Spiels ein Spruchband aus auf dem stand. "Wir wollen keine Champions League, wir wollen nur den Derbysieg."

Alexander Barklage
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