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08.02.2014 - 17:52 Uhr


Schalke gegen Hannover: Hoch siegen, tief stapeln

Nach zwei Siegen zum Rückrundenstart wollen Schalke 04 und Hannover 96 am Sonntag nachlegen. Im Hinspiel hatten sich die Roten um Kapitän Lars Stindl (M.) mit 2:1 durchgesetzt

Die Gelsenkirchener sind als Tabellenvierter auf dem Papier der Favorit, müssen aber womöglich auf den angeschlagenen Kapitän Benedikt Höwedes verzichten

Auf Seiten der Niedersachsen hat das zuletzt so erfolgreiche Sturmduo Mame Diouf (l.) und Artjoms Rudnevs dagegen grünes Licht gegeben

München - Die Rückrundentabelle lügt nicht: Mit jeweils zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen 2014 sind der FC Schalke 04 und Hannover 96 glänzend aus den Startlöchern gekommen. Am Sonntag kommt es nun zum direkten Aufeinandertreffen (ab 17 Uhr im Live-Ticker) - mit ungewissem Ausgang. 

"Das Team ist enger zusammengerückt und hat in der Vorbereitung sehr hart gearbeitet", analysierte Knappen-Coach Jens Keller im Vorfeld den aktuellen Höhenflug seines Teams und schob nach: "Trotz des guten Auftakts bleiben wir aber auf dem Teppich und heben nicht ab."

Für den 43-Jährigen schließt sich mit dem Duell gegen den Tabellenzehnten ein Kreis, denn gegen die Niedersachsen gab er vor etwa einem Jahr sein Debüt als Trainer der Königsblauen - damals hieß es nach 90 zum Teil spektakulären Minuten 5:4. "Ein irres Spiel", erinnert er sich. 

Höwedes fällt aus

Auch wenn Keller sich wünscht, dass die Partie diesmal "nicht ganz so nervenaufreibend" verläuft, scheinen Tore nahezu garantiert. Denn zum einen hat es in den bisherigen 49 Duellen zwischen diesen beiden Mannschaften noch nie ein 0:0 gegeben. Zum anderen wird Kapitän Benedikt Höwedes definitiv ausfallen. Dem Kapitän plagen muskuläre Probleme. Ihn wird Atsuto Uchida ersetzen. Auch Sead Kolasinac, dem ebenfalls muskuläre Probleme zu schaffen machen, ist angeschlagen, kann aber spielen.

Höwedes, der im Hinspiel (1:2) die Rote Karte gesehen hatte, erwartet "Hannover relativ defensiv, wobei wir sehr auf Konter aufpassen müssen. Unnötige Ballverluste im Spielaufbau sollten wir unbedingt vermeiden", gab der Nationalspieler im Interview mit bundesliga.de die Marschroute vor. 

96 will sich "zerreißen"

Allerdings fehlen den Gelsenkirchenern mit den verletzten Denis Aogo, Marco Höger (beide Kreuzbandriss), Jan Kirchhoff (Syndesmoseriss), Christian Clemens (Schambeinentzündung) und Christian Fuchs (Knieprobleme) fünf weitere Akteure. Dafür arbeitet Julian Draxler weiter an seinem Comeback und könnte schon in der kommenden Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Auf der Gegenseite herrscht dagegen kollektives Aufatmen: Trotz kleinerer Verletzungen und dosiertem Training in dieser Woche haben die zuletzt so starken Angreifer Mame Diouf und Artjoms Rudnevs grünes Licht gegeben. Und laut Trainer Tayfun Korkut will man sich auf dem besten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte auch nicht lange ausruhen, sondern angreifen und sich "zerreißen".

Kein Grund zur Euphorie

"Schalke ist ein Gegner, den man nicht einfach so zur Seite schieben kann. Die Mannschaft wird alles geben", meinte der 39-Jährige, der weiterhin auf Steven Cherundolo (Knieprobleme), Artur Sobiech (Achillessehnenprobleme) und Christian Pander (Innenbanddehnung) sowie auf Felipe und Didier Ya Konan (beide Trainingsrückstand) verzichten muss.

Auch wenn es nach den jüngsten beiden 3:1-Siegen bloß noch sechs Punkte bis zu den internationalen Plätzen sind und bei den Anhängern dementsprechend Aufbruchstimmung grassiert, bleiben die Verantwortlichen weiter ganz entspannt: "Wir treten auf die Euphoriebremse. Es war ein toller Start. Aber wir dürfen uns nicht berauschen an den ersten beiden Spielen", ordnete Sportdirektor Dirk Dufner die Situation vollkommen unaufgeregt ein.

Nüchtern, sachlich und extrem erfolgreich. So soll es weitergehen - da sind sich Schalke und Hannover momentan einig. 

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